Herren 30 verlieren gegen den RTHC Bayer Leverkusen überraschend mit 4:5
Fehlstart für TV Espelkamp

Espelkamp (WB). Den Auftakt hatten sie sich ganz anders vorgestellt: Die Tennis-Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald haben ihr Bundesliga-Heimspiel gegen den RTHC Bayer Leverkusen mit 4:5 verloren. Alle Titel-Träume könnten somit schon geplatzt sein.

Sonntag, 02.06.2019, 14:25 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 11:58 Uhr
Einer der Lokalmatadoren im Herren-30-Team des TV Espelkamp-Mittwald bei der Vorhand: Mirko Sasse. Foto: Marc Schmedtlevin

Tennis-Bundesliga: TV Espelkamp - Bayer Leverkusen

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Die Zurückhaltung von TVE-Teamchef beim Ausblick auf die neue Saison schien berechtigt gewesen zu sein. Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft wollte er dieses Mal nicht als Ziel ausgeben. Er wusste wohl schon, dass es nicht nur ein holpriger Start, sondern auch eine allgemein schwierige Saison werden könnte. »Wir können wohl nur selten in Bestbesetzung antreten, das macht sich in der starken Liga schnell bemerkbar. Wir müssen jetzt wohl erstmal nach unten und nicht nach oben in der Tabelle schauen«, sagt Löhbrink.

Dabei wurde den Espelkampern der Weg zum möglichen Sieg in der Nord-Staffel noch direkt vor dem ersten Spieltag auf sportlicher Ebene erleichtert. Der amtierende Deutsche Meister und erneute Topfavorit TC Raadt aus Mülheim zog seine Mannschaft zurück. Allerdings aus traurigem Anlass: Teamchef Volker Hoppe (78) war nach einem Sturz in Folge seiner Kopfverletzungen am Donnerstag verstorben.

8:1 in der Vorsaison

Die Frage, ob sich das TVE-Team mit Raadt hätte messen können, bleibt also unbeantwortet. Für den ersten Gegner aus Leverkusen reichte die derzeitige Form jedenfalls noch nicht. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison hatte Espelkamp das Duell mit Bayer noch mit 8:1 gewonnen – in etwas anderer Besetzung.

Zumindest ein knapper Sieg war auch dieses Mal bis zum letzten Ballwechsel im Bereich des Möglichen. Die Entscheidung fiel nämlich erst in zwei abschließenden Doppeln. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber nach einem glatten Erfolg von Andreas Thivessen/Franz Stauder mit 4:3. Doch auf den beiden anderen Plätzen mussten sich die TVE-Gespanne jeweils im dritten Satz geschlagen geben. Bei Eric Prodon/Jan-Henrik Langhorst hieß es nach schnell gewonnenem ersten Satz 7:10, im Match von Josselin Ouanna/Mirko Sasse ging der Champions-Tiebreak mit 8:10 verloren. »Wenn man so knapp verliert, ist das natürlich extrem bitter«, kommentierte Jan-Henrik Langhorst.

Auf den Espelkamper Linkshänder waren vor allem im Einzel alle Augen gerichtet. Als Nummer fünf stand Langhorst als Letzter auf dem Center Court und dabei enorm unter Druck. Seine Mannschaft lag zu diesem Zeitpunkt mit 2:3 zurück. »Ein Unentschieden nach den Einzeln brauchen wir schon, wenn wir eine Chancen haben wollen«, sagte Franz Stauder. Teamkollege Langhorst kam diesem Wunsch nach, gewann nach guter Leistung mit 6:3/6:4.

Stauder merkt seine Krankheit

Für die anderen deutschen und teilweise heimischen Spieler gab es dagegen in ihren Einzeln nichts zu holen. Andreas Thivessen, Mirko Sasse und Franz Stauder verloren jeweils in zwei Sätzen. »Ich war zuletzt vier Tage krank, konnte deswegen auch nicht trainieren. Ich hatte zwischenzeitlich auch nicht mehr damit gerechnet, dass ich überhaupt spielen kann. Dafür ging es eigentlich sogar ganz gut. Doch mein Gegner war einfach besser, das muss ich akzeptieren«, sagte Stauder nach seinem 4:6/4:6 gegen Arnd Caspari.

Verlass war dagegen – wie gewohnt – auf die ausländischen TVE-Spieler. Die beiden Franzosen Josselin Ouanna (6:0/6:1) und Eric Prodon (6:0/6:2) machten in den Spitzeneinzeln gegen Kontrahenten aus Belgien und den Niederlande kurzen Prozess und steuerten die beiden weiteren Punkte für den TVE bei.

Hinter dem Einsatz von Prodon hatte bis zum Donnerstag ein Fragezeichen gestanden. Der 37-Jährige hatte vor kurzem die Trainingsarbeit bei der Rumänin Sorana Cirstea übernommen und betreute diese auch bei den French Open in seiner Heimatstadt Paris. Cirstea scheiterte dort in der zweiten Runde an der Spanierin Aliona Bolsova Zadoinov und somit war der Weg in Richtung Espelkamp für Prodon frei. Die überraschende Niederlage und den Fehlstart konnte aber auch er nicht verhindern.

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