Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald starten in neue Bundesliga-Saison
Bange Blicke nach Paris

Espelkamp (WB). Neue Saison, neue Chance: Die Tennis-Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald zählen in der am Samstag beginnenden Bundesliga-Saison wie mittlerweile gewohnt zu den Mitfavoriten. Doch der Deutsche Meister von 2017 und Zweitplatzierte des Vorjahres gibt sich selbst dieses Mal bescheiden. »Unser Ziel ist erst einmal der Klassenverbleib«, sagt Kapitän Tobias Löhbrink.

Mittwoch, 29.05.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 09:34 Uhr
In diesem Sommer nicht mehr Mitglied der Espelkamper Bundesliga-Herren 30: Gunnar Hildebrand. Foto: Marc Schmedtlevin

Die Angriffslust fällt in diesem Sommer deutlich geringer aus. Das liegt zum einen daran, dass mehrere Mannschaften in der Nord-Staffel der Bundesliga personell aufgerüstet haben. Und zum anderen ist die Besetzung der Espelkamper Erfolgsmannschaft mit Blick auf die ersten Wochen der Saison nicht optimal.

Ouanna führt Aufgebot an

Gesetzt für alle Partien ist erst einmal nur Josselin Ouanna. Der 33-jährige Franzose, der für den TVE noch kein Match verloren hat, wird das Team erneut anführen. Die Nummer zwei, Landsmann Gregoire Burquier, ist für vier von sechs Spielen eingeplant. Keinesfalls mehr Spieltage bestreiten wird der Italiener Enrico Burzi. «Er ist auch in der Liga in seiner Heimat im Einsatz, wird deswegen mindestens die beiden ersten Partien verpassen«, verrät TVE-Teamchef Löhbrink.

Ein Fragezeichen steht plötzlich auch hinter Eric Prodon. Der Espelkamper Dauerbrenner war fest für den ersten Spieltag eingeplant, doch die French Open könnten nun einen Strich durch die TVE-Rechnung machen. Prodon ist seit kurzem der Trainer von Sorana Cirstea. Die Nummer 84 der Damen-Weltrangliste ist derzeit beim Grand Slam in Paris aktiv, überstand nach hartem Kampf die erste Runde. Sollte die Rumänin auch die nächste Hürde nehmen, könnte sie bei den French Open auch noch am Wochenende gefordert sein. Dann wäre auch Prodon gebunden und müsste passen. »Ich verfolge jetzt jedenfalls sehr aufmerksam das Damen-Tableau in Paris«, sagt Löhbrink, dessen Team mit Prodon natürlich deutlich größere Siegchancen hätte.

Wir haben ein klares Konzept aufgestellt, das den verstärkten Einsatz unserer eigenen Spieler vorsieht.

TVE-Kapitän Tobias Löhbrink

Die Zahl der ausländischen Spieler dürfte in dieser Saison variieren. Eingeplant seien grundsätzlich zwei pro Partie. »Bei den vermeintlich schwierigsten Aufgaben können es auch mal drei sein. Wenn es schlecht läuft, ist es aber vielleicht auch mal nur einer«, blickt Löhbrink voraus. Die freien Plätze werden vor allem die heimischen TVE-Spieler wie Jan-Henrik Langhorst und Mirko Sasse oder die langjährigen Stammspieler Franz Stauder und Andreas Thivessen einnehmen. »Wir haben ein klares Konzept aufgestellt, das den verstärkten Einsatz unserer eigenen Spieler vorsieht. Wir schauen, wie weit nach vorne es damit geht«, sagt Löhbrink. Nicht mehr mit dabei ist Gunnar Hildebrand, der in die erste Herrenmannschaft gewechselt und dort der Spitzenspieler in dieser Serie ist.

Für einen besonderen Anreiz bei den »30ern« dürfte die Ansetzung des diesjährigen Finals sorgen. Die beiden Staffel-Sieger ermitteln den Deutschen Meister am 27. Juli auf der Anlage der West-Mannschaft. Bei einem Gruppensieg hätte das TVE-Team also Heimrecht. »Das Finale ist natürlich ein großes Ziel. Doch in dieser Liga kann dieses Mal alles passieren. Alle Gegner sind wirklich stark besetzt«, sagt der Espelkamper Kapitän.

Favorisiert ist Titelverteidiger TC Raadt, der 13 ausländische Spieler gemeldet hat. Zum sowieso schon starken Team hinzu gekommen ist der Kasache Andrej Golubev, der im Jahr 2010 Weltranglistenplatz 33 belegte.

Buschhausen mit Nadal-Bezwinger

Stark einzuschätzen ist auch der Aufsteiger Buschhausener TC. Die Nummer eins der Mannschaft aus Oberhausen ist die ehemalige Nummer 21 der Welt, Gilles Muller aus Luxemburg. Der vor allem aufschlagstarke Linkshänder landete seinen größten Erfolg im Jahr 2017, als er im Achtelfinale von Wimbledon Rafael Nadal im fünften mit 15:13 bezwang. Seine aktive Laufbahn beendete Muller nach den US Open im vergangenen Jahr. Wie gut Buschhausen besetzt ist, zeigt auch die Verpflichtung von Ivan Bjelica. Der ehemalige Topspieler des aufgelösten Teams aus Ratingen ist beim Liga-Neuling nur die Nummer vier auf der Meldeliste.

Auch in der Süd-Staffel tauchen bekannte Tennis-Namen auf. Vor allem der TC Dachau, der im Vorjahr im Halbfinale stand, ist an der Spitze prominent besetzt. Spitzenspieler ist mit Michail Kukuschkin die aktuelle Nummer 51 der ATP-Weltrangliste. Dahinter folgt der ehemalige deutsche Top-Ten-Spieler Tommy Haas.

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