Fußball-Landesliga: Espelkamper Hoffnungsträger zieht sich Kreuzband-Verletzung zu
Salles Seuchen-Serie

Espelkamp (WB). Es hätte kaum schlimmer kommen können: Lino Salle hat sich im Auswärtsspiel des FC Preußen Espelkamp beim Hövelhofer SV (3:2) eine schwere Knieverletzung zugezogen. Eine MRT-Aufnahme zeigte eine Beschädigung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie.

Montag, 06.05.2019, 18:36 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 18:40 Uhr
Wenn er in Schwung kommt, ist er kaum zu stoppen: Lino Salle bestritt aufgrund von diversen Verletzungen aber nur zwölf Saisonspiele. Nun droht eine lange Pause. Foto: Grohmann

»Das Kreuzband ist mindestens angerissen. Es könnte sich aber auch um einen kompletten Riss handeln«, sagte Trainer Tim Daseking geknickt. »Der Junge tut mir einfach leid. Die Verletzung passt zur ­Seuchen-Saison von Lino.«

Der schnelle Flügelspieler, der bei den Preußen mit seinen Anlagen als Versprechen für die kommenden Jahre gilt, hatte sich bei einer unglücklichen Bewegung das Knie verdreht (61.). Dass der ­19-Jährige dabei neben dem Schmerz auch ein Knacken vernommen hatte, war bereits kein gutes Zeichen. Da das Knie aber nur leicht anschwoll, hofften die Verantwortlichen, dass es sich um eine weniger schwerwiegende Blessur handelt. Doch das bestätigte sich am Montag beim Termin im Bünder Krankenhaus nicht. Ein finales Gespräch mit dem zuständigen Arzt stand noch aus.

Im schlimmsten Fall muss er wohl ein Jahr pausieren.

Tim Daseking über Pechvogel Lino Salle

»Sollte das Kreuzband komplett gerissen sein, ist zu befürchten, dass ­Lino ein Jahr pausieren muss. Bei so einem jungen Spieler muss man behutsam beim Aufbau vorgehen«, erklärt Daseking, der auf das Beispiel Haktan Kelkit verweist: Der Abwehrspieler ist nach seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr erst jetzt wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Erst ein Bänderriss, dann die Schulter und nun das Kreuzband: Lino Salle wird in seinem ersten Senioren-Jahr vom Verletzungspech verfolgt. Nur zwölf von 26 mög­lichen Spielen konnte der Bünder für die Preußen bestreiten und sein Potenzial somit immer nur kurzzeitig andeuten. Zwei Tore stehen auf dem Konto.

Daseking hält Ausschau nach Alternativen für die Außenbahn

Weil der Spieler in Dasekings Kader-Planung für die kommende Saison ein Fixpunkt war, muss der Trainer nun in Klausur gehen. »Wir haben sicher eine tolle Offensive, aber sollte Lino wirklich so lange ausfallen, müssen wir uns Gedanken machen«, sagt der Coach, der für seine bevorzugten Spielsysteme (4-4-2 oder ­4-3-3) mit Stefan Lange­mann, Henrik Bartsch und Neuzugang Dominik Flaake nur noch drei »Spezialisten« zur Verfügung hätte. Yasin Köse wechselt bekanntlich zur SV Eidinghausen-Werste.

»Wir haben Lino in unseren Planungen einen hohen Stellenwert beigemessen. Er ist ein großes Talent, das mit seinen Qualitäten ein Spiel entscheiden kann. Davon gibt es nicht viele«, so Daseking, der in Sachen Transfers weiter am Ball bleibt: »Wir sind noch mit zwei, drei besonderen Spielern in Kontakt.« Dabei wäre es ihm eigentlich am liebsten, Salle ­wäre so schnell wie möglich wieder auf dem Platz.

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