Fußball-Bezirksliga: Wechsel von der SVEW zu Preußen Espelkamp Redetzkys Rolle rückwärts

Espelkamp (WB). Das nächste bekannte Gesicht: Fußball-Bezirksligist FC Preußen Espelkamp bastelt weiterhin fleißig am Personal-Puzzle und holt Sven Redetzky zurück. Er war erst zur laufenden Saison von den Adlerträgern zur SV Eidinghausen-Werste gewechselt.

Von Marc Schmedtlevin
Sven Redetzky präsentiert sein neues Trikot vor dem neuen Preußen-Vereinshaus. Die gute Infrastruktur des Klubs ist einer der Wechselgründe des Allrounders gewesen.
Sven Redetzky präsentiert sein neues Trikot vor dem neuen Preußen-Vereinshaus. Die gute Infrastruktur des Klubs ist einer der Wechselgründe des Allrounders gewesen. Foto: Stefan Pollex

Das Kapitel in der Kurstadt ist bald aber schon wieder beendet. Die Landesliga-Saison bei der SVEW hatte für Sven Redetzky noch verheißungsvoll begonnen. Der dortige Trainer Jörg Rodewald setzte auf den 24-Jährigen, schließlich kannte er ihn aus gemeinsamen Tagen beim FC Preußen Espelkamp. Nachdem Rodewald allerdings seinen Platz räumen musste und der neue Coach Christian Scheidies übernommen hat, spielt Redetzky kaum noch eine Rolle.

Der Abschied im Sommer scheint nun die Reaktion zu sein. Anbieten musste sich der Allrounder nicht, mehrere Vereine hatten schon länger ein Auge auf Redetzky geworfen. »Wir freuen uns sehr, dass Sven sich für uns entschieden hat. Es ist bekannt, dass wir nicht die einzigen Interessen gewesen sind«, sagt Espelkamps Fußballobmann Alexander Lang, der ab der kommenden Saison Trainer der Bezirksliga-Herren sein wird. Unter anderem sollen die Landesligisten TuS Tengern und SC Vlotho sowie die Bezirksligisten FC Bad Oeynhausen und RW Kirchlengern Redetzky ein Angebot unterbreitet haben.

Redetzky setzt auf Vertrautes

Der Spieler hat sich aber für etwas Vertrautes entscheiden. »Bei Preußen gibt es ein familiäres Umfeld, ich kenne viele Leute und hatte dort schon eine sehr schöne Zeit. Dazu kommt die optimale Infrastruktur«, benennt Redetzky seine Gründe. Nach den Anfängen beim TuS Stemwede spielte er schon im Nachwuchsbereich bei den Preußen, war unter anderem in der A-Jugend-Westfalenliga aktiv. Danach machte er den Sprung zu den Senioren und war hier unter den Trainern Jörg Rodewald und Uwe Korejtek eine beständige Größe. Bestand hatte auch der Kontakt nach Espelkamp – trotz des Wechsels im Vorjahr nach Bad Oeynhausen. »Natürlich haben wir seinen Abgang bedauert, doch ich hatte Verständnis für seinen Schritt. Deswegen ist auch der Kontakt nicht abgebrochen. Und der zahlt sich nun sicherlich auch aus«, sagt Alexander Lang.

In den Planungen des künftigen Preußen-Trainers nimmt der Rückkehrer Redetzky eine wichtige Rolle ein. »Sven hat eine Qualität, die jeder Mannschaft weiterhilft«, erklärt Lang, der noch keine feste Position vorgesehen hat: »Er ist vielseitig einsetzbar, kann eigentlich von der Abwehr bis zum Angriff alles spielen. Genau das macht ihn auch so wertvoll.« Optimale Voraussetzungen, zumal sich Redetzky auch nicht an das Umfeld wird gewöhnen müssen.

Trio unterstreicht Ziele

Gleiches gilt für Can Akbas und Vitalij Loginov, die der FC Preußen bereits zuvor vom TuS Tengern für die nächste Spielzeit verpflichtet hatte. Auch diese beide kennen den Espelkamper Verein und werden kaum Eingewöhnung benötigen. Allein diese drei Transfers unterstreichen die Ziele des Vereins. Von gewisser Qualität geht auch Redetzky aus: »Ich erwarte mir eine gute Mannschaftsleistung, mit der wir das Bestmögliche rausholen und dann sehen werden, wofür es reichen wird.«

Noch stärker dürfte der Kader werden, wenn auch die Rückholaktion von Watschagan Harutjunjan gelingt. Über die Zukunft des Offensivspielers des TuS Tengern ist noch nicht entschieden worden, da dieser zurzeit eine langwierige Verletzung auskuriert. Gegen ein Wiedersehen in Espelkamp hätten die Verantwortlichen jedenfalls nichts einzuwenden. »Das muss aber Watschi entscheiden«, sagt Lang, der die Personalplanungen weitestgehend, aber noch nicht endgültig abgeschlossen hat. Dabei gilt wohl das Motto: alles kann, nichts muss.

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