1. Vehlager ZRFV richtet die Kreismeisterschaften in Dressur und Springen aus Gleiche Bedingungen für alle Reiter

Espelkamp-Vehlage (WB). Zwei Tage Sonnenschein und tropische Temperaturen werden auf den Plätzen der heimischen Reiterverein kaum ausreichen, um optimale Bodenverhältnisse für die bevorstehenden Einzel-Kreismeisterschaften zu liefern. Von daher dürfte der Kreisreiterverband Minden-Lübbecke mit der neuerlichen Vergabe der Titelkämpfe an den 1. Vehlager ZRFV alles richtig gemacht haben, denn die Anlage von Marcus Döring präsentiert sich in bestmöglicher Verfassung.

Von Volker Krusche
In Springen und Dressur werden auf der Anlage Döring jeweils zwei Kreismeister ermittelt.
In Springen und Dressur werden auf der Anlage Döring jeweils zwei Kreismeister ermittelt. Foto: Pollex

»Selbst wenn es 50 oder 60 Liter Regen auf einen Schlag gegeben hätte, wären die Bedingungen bei uns optimal, vor allen Dingen aber für alle Teilnehmer gleich«, betont Gastgeber Marcus Döring und verweist dabei noch einmal auf den aus Stremmer Sand bestehenden Untergrund des Hauptplatzes.

Der wird übrigens an den beiden Meisterschaftstagen Schauplatz aller Prüfungen sein. »Dazu hatten wir uns schon bei den Kreismeisterschaften im vergangenen Jahr entschieden. Gerade die Dressurreiter waren davon begeistert, ihre Besten vor einem großen Publikum ausreiten zu können.«

in zwölf der 17 Prüfungen geht es im die Titel

Und damit auch wirklich die heimischen Reiter im Kampf um die schwarz-rot-goldenen Schärpen und großen Siegerpokale im Mittelpunkt stehen, haben die Vehlager bei der Ausschreibung des Turniers auf eine hohe Zahl weiterer, nicht zu den Meisterschaften gehörenden Prüfungen verzichtet. 17 Prüfungen umfasst das Turnierangebot, nur fünf davon zählen nicht zu den Kreistitelkämpfen. Und bei denen hat man sich ganz bewusst für eine Mischung aus Einsteigerklassen und etwas gehobenerem Springsport entschieden. Damit auch Oma und Opa die ersten reiterlichen Gehversuche ihrer Enkel verfolgen können, wurde am Sonntag vor dem entscheidenden Springen der Kreismeisterschaft ein Führzügel-Wettbewerb angesetzt – zur besten Kaffeezeit.

Am Samstag können junge, unerfahrene Pferde in den Reiterwettbewerben und dem Dressurwettbewerb an den Reitsport herangeführt werden. Und am frühen Abend folgt auf ein L-Springen mit der Wertung zum Barre-Stil-Pokal eine (Einsteiger-)Stilspringprüfung in der Klasse M. »Hierfür haben wir die Teilnehmerzahl auf 50 beschränkt. Im Vorjahr hatten wir mit 124 Startern hier eine Mammutprüfung. Das wollten wir diesmal vermeiden«, erklärt Döring.

Döring sieht seine Schützlinge in guter Position

Im Mittelpunkt stehen allerdings die jeweils zwei Entscheidungen in Dressur und Springen – unterteilt in die Leistungsklassen 2 bis 4 sowie 5. Mal abwarten, ob einer der vier amtierenden Kreismeister Romy Vondran (Dressur LK5) aus Friedewalde, Catrin Bohne (Dressur LK2-4) aus Wehdem-Oppendorf, Jennifer Weber (Springen LK5) aus Hille und Sabrina Möller (Springen LK2-4) aus Vehlage seinen Titel erfolgreich verteidigen kann. »Da möchten wir aber auch ein Wörtchen mitreden«, verspricht Marcus Döring, der als Vorsitzender des gastgebenden 1. Vehlager ZRFV einige heiße Eisen ins Rennen schickt. »Amelie Luhede, Katharina Kleine-Beek, meine Ehefrau Anna Döring-Rößler, Anna-Henrike Henke oder Kim Carolin Hain traue ich einen Platz ganze vorne zu.«

2017 wieder ein großes Springturnier

Döring verzichtete in diesem Jahr auf ein Doppel-Event an zwei aufeinander folgenden Wochenenden. So wie 2015, als zunächst die Kreismeisterschaften durchgeführt und anschließend ein leistungsstarkes Springturnier veranstaltet wurden. »Das ist schwer zu bewerkstelligen. Wir sind froh, dass wir eine große Schar an zuverlässigen Helfern haben. Aber man darf sie auch nicht überfordern. Ohne sie geht es nun mal nicht.« Daher habe man sich diesmal dazu entschlossen, neben dem auf zwei Tage ausgeweiteten Late-Entry erneut die Kreismeisterschaft auszurichten. »2017 wird es sicherlich wieder ein starkes Springturnier geben«, verrät der Reitsport-Visionär, der in Zukunft noch den einen oder anderen Pfeil aus dem Köcher ziehen möchte. »Dafür ist es jetzt aber noch zu früh, etwas zu sagen«, hält Döring die Spannung hoch. Zunächst einmal würde er sich freuen, wenn wieder ein Meistertitel an seinen Verein geht. »Das würde die gute Arbeit von Reitern und Trainern belohnen.«

Doch belohnen wollen sich auch andere Teilnehmer. Und das macht den Reiz der bevorstehenden Titelkämpfe aus.

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