Zoff um Torjägerkanone: Vereinsbosse geraten nach Stadtmeisterschaft aneinander SVEW und FCO streiten sich

Bad Oeynhausen (WB). Zwei Spieler mit sieben Toren, aber nur Einer wird geehrt: Die Auszeichnung für FCO-Stürmer Hashem Celik als bester Torjäger bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften führt am Sonntag zu einem Wortgefecht zwischen den Vereinsbossen und verdirbt dem SVEW-Vorsitzenden Jörg Bleeke kurzzeitig die Partystimmung.

Von Alexander Grohmann
Stein des Anstoßes: FCO-Stürmer Hashem Celik wird nach dem Turnier als bester Torschütze geehrt, dabei hatte SVEW-Spieler Cihat Konak ebenfalls sieben Mal getroffen.
Stein des Anstoßes: FCO-Stürmer Hashem Celik wird nach dem Turnier als bester Torschütze geehrt, dabei hatte SVEW-Spieler Cihat Konak ebenfalls sieben Mal getroffen. Foto: Grohmann

Während die Spieler der SV ­Eidinghausen-Werste den dritten Titel in Folge feiern, liegt sich Jörg Bleeke mit Dirk Göhner in den Haaren. Dass der Turnierchef vom FC Bad Oeynhausen nur seinem Stürmer Hashem Celik den Preis für den besten Torjäger überreicht und den in der Wertung gleichauf liegenden Werster Cihat Konak unterschlägt, führt zu bösem Blut auf dem Parkett.

Der Streit um die Torjäger-Kanone: Bleeke beschwert sich schon während der Siegerehrung bei Göhner, der daraufhin kontert: »Euer Spieler ist leider nicht mehr hier, sonst hätten die Beiden den Preis ausschießen können. So haben wir uns dafür entschieden, Hashem Celik auszuzeichnen.« Hintergrund: Konak, der in der Vorrunde aufdreht und in drei Spielen sieben Mal für die SVEW trifft, muss aufgrund von beruf­lichen Verpflichtungen schon vor dem Halbfinale weg.

Entschuldigung und »Friedensangebot« von FCO-Boss Dirk Göhner

Göhner versucht gestern, die Wogen zu glätten. »Es hat sich um eine Kommunikationspanne zwischen mir und dem Schiedsgericht gehandelt. Wir hatten nur einen Pokal und wollten den Spieler ehren, der vor Ort ist. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es schlecht rüber kam«, sagt Göhner, der sich beim Stadtrivalen bereits entschuldigt hat und die Ehrung schnell nachholen will. »Ich werde Cihat Konak den Pokal demnächst persönlich überreichen«, so Göhner, der mit dieser Geste wohl auch Jörg Bleeke wieder versöhnlich stimmen dürfte.

Mit Ausnahme der kleinen Pokal-Panne blickt der FCO-Boss auf gelungene Stadtmeisterschaften zurück. »Als Ausrichter sind wir sehr zufrieden. Ich glaube, die Stimmung war an beiden Tagen gut. Für einen Verein ist das Turnier immer noch eine gute Sache, um vernünftige Einnahmen zu erzielen«, sagt der Turnierchef, der sich auch am Sonntagabend über einen großen Andrang im Festzelt freuen kann.

Positiv verläuft das Turnier auch für den SC Oberbecksen-Babbenhausen, der es überraschend bis ins Halbfinale schafft, wo der starke Lauf des B-Ligisten erst beim 0:2 gegen Lohe endet. Für Mohamed Fakih hätte es gerne weitergehen können. »Wir haben daran geglaubt, dass wir auch ins Finale kommen können«, sagt der SCOB-Kapitän.

Hochklassiges Finale entschädigt für manch mauen Kick

Der sportliche Unterhaltungswert erreicht nicht immer Top-Niveau – mit einigen Ausnahmen. Vor allem das hochklassige Finale zwischen der SVEW und dem TuS Lohe (2:2 nach 15 Minuten, 3:2 im Neunmeterschießen) dürfte in Erinnerung bleiben.

Der FCO spielt eine starke Vorrunde, kann aber im hitzigen Halbfinale gegen die SVEW (2:4) einen 0:2-Fehlstart nicht korrigieren und brummt sich ein Straftraining ein. »Die Spieler hatten mit den Trainern verabredet, dass sie Runden laufen, wenn sie das Finale verpassen«, erklärt Dirk Göhner die Maßnahme.

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