Fußball-Landesliga: Einstelliger Tabellenplatz nach Derbysieg für SVEW möglich Scheidies darf nach oben schielen

Bad Oeynhausen (WB). Packende Zweikämpfe, viele Tore und ein dramatisches Ende. Das Derby in der Fußball-Landesliga zwischen SV Eidinghausen-Werste und TuS Tengern ließ aus Zuschauersicht keine Wünsche offen. SVEW-Trainer Christian Scheidies würde die nächsten Punkte aber gerne ohne einen derartigen Spannungsbogen einfahren.

Von Tilo Sommer
Held in der Nachspielzeit: SVEW-Keeper Axel Benus pariert den indirekten Freistoß von Tengerns Magnus Giersdorff (Nummer sechs).
Held in der Nachspielzeit: SVEW-Keeper Axel Benus pariert den indirekten Freistoß von Tengerns Magnus Giersdorff (Nummer sechs). Foto: Henrik Wittenborn

»Für die Zuschauer war das sicherlich ein tolles Spiel, für uns Trainer aber nicht. Das muss ich nicht jede Woche haben«, sagt Scheidies, der nach dem Abpfiff erst einmal tief durchatmen muss.

Er meint nicht die Leistung seiner Mannschaft, die beim 3:2-Erfolg über weite Strecken sehr gut ist. Der turbulente Spielverlauf hat den Coach geschafft.

Auch die Trainer geben an der Seitenlinie alles

Verständlich, denn wie die 22 Spieler auf dem Platz geben auch die beiden Trainer an der Seitenlinie alles. Weder Tengerns Trainer Holm Hebestreit noch Scheidies selbst hält es mal für einen längeren Zeitraum auf dem Trainerstuhl.

Mit Händen, Mimik und ihrer Stimme geben sie den Mannschaften Anweisungen und treiben sie an. Gehör scheint vor allem Scheidies zu finden, denn sein Team dominiert in der zweiten Halbzeit.

Nachdem Tengern in der ersten Hälfte am Drücker ist und die SVEW mit dem schmeichelhaften 1:1 zur Pause gut leben kann, drehen die Gastgeber nach dem Wechsel auf. Mit streckenweise tollem Offensiv-Fußball wird der TuS mehrfach überlaufen.

Nemtsis verpasst Vorentscheidung

Hätte Dimitrios Nemtsis beim Stand von 3:1 frei vor TuS-Torwart Alexander Fischer die Nerven behalten und auf 4:1 erhöht, wäre seinem Trainer wohl einiger Stress erspart geblieben.

So zittert sich Eidinghausen-Werste nach dem Anschlusstreffer zum 3:2-Sieg. »Glücklich, aber nicht unverdient«, weiß Scheidies, der sich nach Spielschluss noch bei seinem Torwart Axel Benus bedanken muss. Der hält in der Nachspielzeit den Sieg fest, als er einen indirekten Freistoß aus wenigen Metern Entfernung pariert.

Benus ist mit dem Unterarm zur Stelle

SVEW-Verteidiger Ali Jaber hatte den Fuß zu hoch – gefährliches Spiel. »Als der Schiedsrichter pfiff, dachte ich im ersten Moment, dass es Elfmeter gibt. Doch es gab indirekten Freistoß, die sind aus so einer Position zu 70 Prozent drin. Aber ich habe den Ball mit dem Arm eingeklemmt und festgehalten«, freut sich Benus und zeigt auf den roten Abdruck auf seinem Unterarm.

Auch dank dieser Parade hat die SVEW nach dem Klassenerhalt das nächste Ziel, das Knacken der 40-Punkte-Marke, erreicht. Mit jetzt 42 Zählern nimmt Eidinghausen-Werste sogar Kurs auf die einstelligen Tabellenplätze. Und die in der Endabrechnung zu erreichen, ist für Scheidies absolut möglich.

»Wir spielen jetzt noch in Steinhagen und Avenwedde und wollen ungeschlagen bleiben«, sagt der Trainer, nachdem sein Team im Derby den dritten Sieg in Folge gefeiert hat.

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