SVEW bricht Beach-Soccer-Cup ab – Hoffmeister: »Mal der Hund, mal der Baum« Werster Wasserspiele

Bad Oeynhausen (WB). Land unter im Sielpark – mit bitteren Folgen: Die SV Eidinghausen-Werste hat das 14. Beach-Soccer-Turnier nach nur einem Tag abbrechen müssen. Die extremen Regenfälle machten Verantwortlichen und Spielern einen dicken Strich durch die Rechnung.

Von Alexander Grohmann
Thomas Hoffmeister präsentiert einen der 150 EM-Pokale, die der Macher im Vorfeld des Turniers in Auftrag gegeben hatte. Viele blieben nach der Absage im Karton.
Thomas Hoffmeister präsentiert einen der 150 EM-Pokale, die der Macher im Vorfeld des Turniers in Auftrag gegeben hatte. Viele blieben nach der Absage im Karton. Foto: Grohmann

Die Flutmulde trägt ihren Namen offenbar zurecht. Am Samstag stand nach heftigen Schauern zumindest so viel Wasser auf dem Sandplatz, dass die Spieler vor den Toren auch gut hätten planschen können. »Wir sind abgesoffen. Das waren die Werster Wasserspiele«, sagt Moderator und Organisator Thomas Hoffmeister, der am Samstagabend mit den anderen Verantwortlichen die Entscheidung traf, die Veranstaltung zum ersten Mal in der Turniergeschichte komplett abzusagen. Zuvor waren schon die für Samstag eingeladenen Teams darüber informiert worden, dass der Ball nicht rollen kann.

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»Wir sind abgesoffen.«

Thomas Hoffmeister

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»Am Samstagmorgen stand das Wasser auf einer kompletten Hälfte des Platzes«, beschreibt Hoffmeister die Land-unter-Szenerie. Am Sonntag kam zwar die Sonne zum Vorschein, richtig abgetrocknet war der Platz aber immer noch nicht. Die Absage war daher alternativlos. »Die Vereine, die von weiter her angereist wären, mussten ja auch frühzeitig Bescheid wissen«, sagt »Hoffi«.

Zwei Teams aus Spexard (Gütersloh) erreichte die Nachricht am Samstag nicht mehr rechtzeitig. Sie reisten an – und mussten sich unverrichteter Dinge auf den Heimweg machen. Von Verärgerung aber dennoch keine Spur. »Sie haben uns sofort zugesagt, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederkommen«, freut sich Hoffmeister. Die F-1-Junioren der SVEW und des SC Herford, die ebenfalls vor Ort waren, lieferten sich ein Testmatch im Matsch, das aber keinen Sinn machte.

»So etwas habe ich in 14 Jahren noch nicht erlebt. Aber wir werden die Veranstaltung nächstes Jahr wieder ausrichten«, halten Hoffmeister und Co. am Beach-Soccer-Event fest. Der Turniersprecher hatte sich im Vorfeld wie immer ins Zeug gelegt und aus aktuellem Anlass extra noch eine Bestellung für 150 kleine EM-Pokale in Auftrag gegeben.

SVEW bedankt sich bei Helfern mit Frühstück

Die Henkelpötte sollten an die siegreichen Jugendteams übergeben werden. Mehr als 70 Mannschaften hatten ihr Kommen zugesagt. Zumindest einige Pokale fanden doch noch Abnehmer. »Den Spielern, die erschienen waren, haben wir sie so mitgegeben«, so Hoffmeister, der auch seinen SVEW-Minikickern am Sonntag ein paar »Pötte« überreichte.

Nicht nur das: Für die Eltern der SVEW-Minikicker sowie die Jugendbetreuer des Vereins, die der Einladung zum Platzabbau am Sonntag zahlreich gefolgt waren, spendierte der Verein zusätzlich noch ein Frühstück. »Wir hatten für das Wochenende ja ohnehin die ganzen Sachen eingekauft«, sagt Hoffmeister, der sich über das Engagement der Mitglieder freute. »Ich bin stolz auf den Verein. In einer halben Stunde hatten wir den Platz abgebaut.«

»Ballerdasdarein Istanbul« gewinnt am Freitag

Zumindest am Freitag hatte beim Beach-Soccer-Cup der Ball rollen können. Das Turnier der Freizeit-, Hobby- und Betriebsmannschaften ging (fast) wie geplant über die Bühne. »Wir mussten nur eine kurze Pause wegen eines Gewitters einlegen«, berichtet Hoffmeister. Am Ende konnte »Ballerdasdarein Istanbul« seinen Vorjahressieg wiederholen. Mit neun Punkten setzten sich die Sandspezialisten in der Gruppe B durch und entschieden das Finale gegen die »Rednoses« mit 4:2 nach Achtmeterschießen für sich.

Danach kam der Regen. Hoffmeister, gestern im Deutschland-Trikot vor Ort, zitiert mit Blick auf das »Waterloo« Nationalspieler Mario Götze: »Mal ist man der Hund, mal der Baum. In diesem Jahr waren wir ein sehr nasser Baum.« Seinen Humor hatte der SVEW-Strahlemann trotz des Wetterpechs nicht verloren.

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