SVEW schießt gegen SC Verl II in der 87. Minute das späte 2:2, kassiert 30 Sekunden später aber das 2:3 Zu lange gefeiert

Bad Oeynhausen(WB). SVEW-Stadionsprecher Thomas Hoffmeister hat Werstes Torschützen Daniel Urban (87.) zum 2:2 noch nicht ausgesprochen, da schlägt der SC Verl II schon zurück. Edgar Siebert (88.) erzielt das 3:2 für die Verler und bringt die Werster um den sicher geglaubten Bonuspunkt.

Von Florian Weyand
Verls Mehmet Köse (schwarzes Trikot) kann den Torschuss von Daniel Urban in der 87. Minute nicht mehr verhindern. Der Werster erzielen drei Minuten vor dem Ende den 2:2-Ausgleich. Das Unentschieden hält aber nur 30 Sekunden. Im darauffolgenden Angriff erzielen die Verler den Siegtreffer zum 3:2.
Verls Mehmet Köse (schwarzes Trikot) kann den Torschuss von Daniel Urban in der 87. Minute nicht mehr verhindern. Der Werster erzielen drei Minuten vor dem Ende den 2:2-Ausgleich. Das Unentschieden hält aber nur 30 Sekunden. Im darauffolgenden Angriff erzielen die Verler den Siegtreffer zum 3:2. Foto: Florian Weyand

Werstes Trainer Jörg Rodewald ist nach dem unnötigen Gegentreffer zwei Minuten vor dem Ende sichtlich enttäuscht. »Wenn wir das 2:2 machen, dann müssen wir das sauber zuende spielen. Aber diese späten Gegentore ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Im Training muss ich die Mannschaft jetzt wieder aufbauen«, sagt der SVEW-Coach. Obwohl sein Team den Bonuspunkt gegen die Verler verspielt, ist der Trainer mit der Leistung des Teams zufrieden. »Wir haben eine richtig starke zweite Halbzeit gespielt. Diese Leistung macht mir Mut für die weiteren Spiele.«

Mit der Vorstellung im ersten Durchgang kann Rodewald aber nicht zufrieden sein. Durch schwaches Abwehrverhalten bringen sich die Werster in Schwierigkeiten und gehen mit 0:2 in Rückstand. Florian Knafla erzielt bereits nach vier Minuten das erste Tor für die Gäste. Nachdem ein Schuss der Verler abgeblockt wird, kommt Knafla an den Ball und versenkt die Kugel mit einem Flachschuss in die linke Ecke. Eine Minute später muss Andreas Vidovic vom Feld. »Ich bin aufs Knie gefallen. Ich werde noch ins Krankenhaus fahren«, sagt der Stürmer, der sich die Partie aber noch bis zum Abpfiff anschaut. In der 38. Minute ist dann wiederum Knafla erfolgreich. Der Verler setzt sich auf der linken Seite durch, spielt einen Doppelpass mit Charalambos Makridis und netzt zum 2:0 ein.

Den Werstern gelingt vor der Pause immerhin der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2. Nach einer Ecke wird Toni Islamaj festgehalten. Schiedsrichter Recep Alpan entscheidet auf Strafstoß. Alkan Görler (43.) knallt den Ball in die Mitte. Verls Robin Brüseke hat keine Abwehrchance.

Nach der Pause versuchen die Verler das Spiel zu kontrollieren. Doch die SVEW wehrt sich tapfer gegen die Niederlage. Die erste dicke Chance des zweiten Durchgangs hat ausgerechnet der Ex-Verler auf Werster Seite, Julius Eckert. Der Mittelfeldspieler schlenzt den Ball aus 20 Metern aufs Tor, die Kugel fliegt wenige Zentimeter am Kasten vorbei. Anschließend rettet Axel Benus zweimal mit starken Paraden.

Die Schlussphase hat es dann in sich. In der 87. Minute erkämpft sich Luca Dahlhoff nach einer schwachen Kopfballabwehr von Gian-Luca Linstromberg den Ball. Der Verteidiger passt die Kugel zurück auf den Elfmeterpunkt, wo Daniel Urban das 2:2 erzielt. Nach dem Ausgleichstreffer feiern die Werster aber zu lange. Bereits den ersten Angriff nutzen die Verler zum 3:2. Die unsortierte SVEW-Abwehr kommt im direkten Gegenzug nicht an den sauber gespielten Pass von Patrick Choroba. Edgar Siebert ist aufmerksam und schießt flach in die lange Ecke. Axel Benus ist ohne Abwehrchance. Zu früh gefreut, SVEW – Jetzt feiern nur noch die Verler!

SV Eidinghausen-Werste: Benus - Albert (58. Selvi), Eckert, Appels, Warnow, Urban, Bruns (85. Jaber), Dahlhoff, Islamaj, Vidovic (5. Görler), Pyntja.

SC Verl II: Brüseke - Dennis, Knafla, Choroba, Köse, Siebert, Tegethoff (65. Röbling), Aciz (90. Jakobkersting), Linstromberg, Makridis, Derwisch (28. Dere).

Tore: 0:1, 0:2 Knafla (4./38.), 1:2 (43./FE) Görler, 2:2 (87.) Urban, 2:3 Siebert (88.).

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