Meine Corona-Pause: Christoph Köneke ist Jugendvorsitzender der DLRG Peckelsheim und Vorsitzender des SuS Niesen
„Neue Ideen müssen entwickelt werden“

Niesen -

Schwimmen, Badminton, Rad fahren und Joggen sind die Lieblingssportarten von Christoph Köneke. Als Jugendvorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Peckelsheim (seit 2009) und als Vorsitzender des SuS Niesen (seit 2017) trägt der Niesener in zwei Vereinen Verantwortung. In beiden treibt er mit seinen Führungskollegen und Führungskolleginnen Projekte voran – trotz Corona.

Freitag, 22.01.2021, 20:35 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 20:40 Uhr
Christoph Köneke (30) im leeren Hallenbad in Peckelsheim: Sonst herrscht hier mittwochs und samstags beim DLRG-Training Hochbetrieb. Foto: privat

Christoph Köneke steht am Sportheim in Niesen und hält ein schwarzes Kabel in den Händen. „Wir sind bei den Verkabelungsarbeiten für das Flutlicht in den letzten Zügen“, berichtet der 30-Jährige. „Aus zwei mach vier“, hieß es voriges Jahr bei dem Spiel- und Sportverein. Konkret gesagt: Zwei Flutlichtmasten gab es bereits auf dem Sportplatz an der Fölsener Straße, zwei sind hinzugekommen. Fleißige Mitglieder haben im Sommer die Fundamente für die Masten errichtet, die von der Stadt Willebadessen zur Verfügung gestellt wurden, und diese aufgestellt.

„Als in Peckelsheim der Kunstrasenplatz entstanden ist, wurde dort auch die Flutlichtanlage modernisiert. Die alten Flutlichtstrahler haben wir erhalten“, berichtet Köneke. Auf allen Masten in Niesen werden nun in Eigenleistung zwei Strahler installiert. Wenn der Ball wieder rollt, soll das Flutlicht neu erstrahlen. Das freut die Fußballer der SG Siddessen-Niesen, die ebenso wie die Aktiven der Badminton-Abteilung des SuS auf die Wiederaufnahme des Trainings hoffen.

Ein Wunsch des SuS-Vorstandes ist es zudem, das 1973 mit viel Eigenleistung erbaute Sportheim zu modernisieren. „Wir planen hier keinen Luxus, sondern möchten das Gebäude so umbauen und erweitern, dass zwei separate Umkleidekabinen mit angeschlossenen Duschmöglichkeiten entstehen“, berichtet Christoph Köneke. Hierzu möchte der Vorstand Mittel aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes NRW beantragen. „Dabei arbeiten wir seit längerem mit dem Kreissportbund Höxter und der Stadt Willebadessen zusammen“, fügt der Pädagoge hinzu.

Ein Lob spricht er dem Landessportbund (LSB) für dessen Förderprogramm „Trotzdem Sport“ aus. Unbürokratisch und schnell seien Mittel zur Verfügung gestellt worden. So setzte der SuS Niesen zum Beispiel das Projekt „Bewegung aus der Tüte“ in die Tat um. Dabei bekamen alle Mitglieder bis zehn Jahre einen Jutebeutel mit Vereinslogo, Gummitwist, einem Ball und einem Heft mit Bewegungsideen. Außerdem wurde das Projekt „Weihnachtsfeier @ home“ genutzt, um einigen Dank zu sagen, die sich im vergangenen Jahr in besonderer Weise für den Spiel- und Sportverein engagiert haben. „Neben Vorstandsmitgliedern waren das unter anderem die Trainer, Sportabzeichenprüfer, Helfer bei den Bauarbeiten und der Platzwart“, stellt Christoph Köneke heraus.

Ähnlich war und ist es im Jugendvorstand der DLRG-Ortsgruppe Peckelsheim. Dieser hat im vergangenen Herbst unter dem Titel „Dorfrallye2.0“ zu einer interaktiven Schnitzeljagd eingeladen. Dabei konnten Familien unter Einhaltung der Corona-Regeln per Smartphone eine Stadtrallye durch Peckelsheim absolvieren. „In elf Teams waren knapp 40 Personen unterwegs“, berichtet Köneke von der erfolgreichen Aktion. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und Süßigkeiten.

Einige Vorstandsmitglieder haben zudem Bewegungstüten für die kleinsten Mitglieder des Vereins gepackt. Beim Verteilen der Geschenketüten in den verschiedenen Ortschaften halfen viele engagierte Trainer mit, denn die DLRG Peckelsheim hat einen großen Einzugsbereich weit über Willebadessens Stadtgrenzen hinaus. Alle anderen Vereinsmitglieder erhielten als kleine Aufmerksamkeit in dieser Zeit eine Weihnachtspostkarte. Die Geschenke und Gesten sind gut angekommen. Erwartungsvoll hoffen die Mitglieder, dass sie bald wieder zum DLRG-Training gehen können.

Sorgen bereitet Christoph Köneke und seinen Mitstreitern, dass die Nachwuchsschwimmer nun schon so lange pausieren müssen. Zumal das Hallenbad in Peckelsheim von Weihnachten bis Mitte März geschlossen ist, hat die Auszeit bereits im Dezember 2019 begonnen. „Den Kindern, die kurz vor Beginn der Corona-Pandemie das Schwimmen erlernt haben, fehlt somit die wichtige Phase, in der die Schwimmfertigkeiten gefestigt und ausgebaut werden können, um zu sicheren Schwimmern zu werden. Als sicherer Schwimmer gilt man mit dem Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze“, blickt Köneke auf die jüngsten Mitglieder. Im Bereich des Anfängerschwimmens hatte die DLRG Peckelsheim ohnehin schon lange Wartelisten. Hier gibt es nun einen zusätzlichen Stau. „Viele engagierte Menschen in der DLRG Peckelsheim überlegen daher, wie man dieses verlorene Jahr in der Schwimmausbildung kompensieren kann“, sagt der Lehrscheininhaber. Neue Ideen und Konzepte müssten entwickelt werden. „Schwimmen ist ein wichtiger Sport. Bei vielen Freizeitbeschäftigungen ist sicheres Schwimmen die Lebensversicherung der Kinder“, betont der engagierte Ausbilder.

Selbst hält sich der Niesener mit Rad fahren, Joggen und Wandern fit. Mit einigen Freunden und Bekannten aus der DLRG Peckelsheim nimmt er am Vereinswettbewerb „Trotzdem Sport“ des Landesportbundes teilt. Zu sechst bilden sie ein Team, das über eine App gemeinsam Punkte sammelt, auch wenn nicht zusammen trainiert werden kann. „Die DLRG Peckelsheim hat auch eine U18-Gruppe gemeldet“, fügt er hinzu.

Christoph Köneke hofft, dass die Ausbilder, Trainer und Betreuer trotz Corona-Zwangspause am Ball bleiben, damit die Ortsgruppe mit einem motivierten Team durchstarten kann, wenn der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Kurz gefragt

Lauf- oder Krafttraining: Auf jeden Fall Lauftraining. 2013 bin ich durch die Teilnahme am Hochstift-Cup auf den Geschmack gekommen.

Bringdienst oder selber kochen:  Selber kochen. Erstens ist die Auswahl an Bringdiensten in Niesen überschaubar. Zweitens habe ich schon als Kind bei meiner Mutter oft in die Töpfe geschaut und koche bis heute selbst gerne.

Playstation oder Netflix:

Weder noch.

Podcast oder Buch: Eher Podcast. Wenn die Zeit bleibt, höre ich ab und zu gerne in zwei Podcasts hinein. Als Wintersport-Fan zum einen „Das Biathlon-Doppelzimmer“ mit Erik Lesser und Arnd Peiffer, die dort nach den Weltcups aus dem Nähkästchen plaudern. Zum anderen „Verbrechen von nebenan. True Crime aus der Nachbarschaft“. Hier werden Kriminalfälle aus OWL beleuchtet.

Spotify oder Radio: Beim Sport machen nutze ich gerne Spotify, weil ich dann bestimmen kann, was laufen soll.

Lieblingsseite im Internet: In Zeiten des Homeschoolings ist im Moment die Seite unseres Schulservers stark gefragt, um mit meinen Schülern Kontakt zu halten.

Sportlerbiografie: Bis jetzt habe ich noch keine gelesen. Das wäre aber mal eine Idee für die Zukunft.

Corona-Rituale: Seit Mitte Dezember versuche ich, mich im Rahmen des Vereinswettbewerbs „Trotzdem Sport“ des LSB jeden Tag ein bisschen sportlich zu betätigen und ein paar Punkte für unseren Verein zu sammeln.

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