TTV Grün-Weiß Daseburg
Teamgedanke ist ihre Motivation

Daseburg. -

Laufen ist eigentlich nicht seine Lieblingsdisziplin. Doch jetzt hat Julian Kriwet die unkomplizierte und gesunde Sportart für sich entdeckt. Der 25-jährige Indus-triemechaniker macht mit acht weiteren Mitgliedern des Tischtennisvereins Grün-Weiß Daseburg bei der Initiative „Trotzdem Sport“ des Landessportbundes NRW mit.

Freitag, 01.01.2021, 20:02 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 20:10 Uhr
Karin Redeker absolviert in der Woche sieben Stunden auf dem Laufband, ihr Sohn Philip Faupel (hier auf dem Crosstrainer) läuft täglich zwei Stunden auf dem Band. Foto: Günter Sarrazin

„Karin Redeker hatte die Idee, dass wir ein Team bilden und für unseren Verein Punkte sammeln. Da haben wir uns gedacht, da sind wir dabei“, berichtet Kriwet. „Jetzt, wo nichts ist, muss man sich doch bewegen und runter vom Sofa“, ergänzt der Torwart des Fußball-B-Ligisten SV Preußen Daseburg und Kreisliga-Spieler des TTV Daseburg.

„Die Teilnehmer können zum Beispiel Laufen, Fahrrad fahren oder Inline skaten. Die geleisteten Stunden und die gefahrenen oder gelaufenen Kilometer gehen in die Wertung ein“, berichtet Karin Redeker, die als Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des TTV Daseburg auf die Initiative des Landessportbundes aufmerksam geworden ist. Der Westdeutsche Tischtennis-Verband habe die Aktion am 10. Dezember in einer Newsletter vorgestellt. „Da der Wettbewerb am 16. Dezember beginnen sollte, musste alles sehr schnell und spontan gehen“, führt sie aus. Und das klappte.

Mit Mountainbiker Max Wetzel und Motocrossfahrer Andreas Redeker schrieb sie zwei sportlich besonders aktive Vereinskollegen persönlich an. „Wir brauchen die Hilfe unserer Sportcracks, um unserem Ziel, unter den besten 50 in NRW zu landen, nahe zu kommen. Zudem sind die Vorstandsmitglieder Carina Peine, Julian Kriwet und Jannik Kriwet, mein Sohn Philip Faupel, Jörg Redeker, Martina Stein und ich dabei“, berichtet Karin Redeker.

Ihre Motivation sei der Teamgedanke. „Coronabedingt kommt man kaum noch mit jemandem in Kontakt und durch die Sporteinheiten und die Unterstützung seiner Mitstreiter bewegt man sich mehr. Wenn auch jeder für sich“, erklärt die 40-jährige Daseburgerin. Bis der Tischtennisspielbetrieb wieder beginnt, können noch ein paar Wochen ins Land gehen, hat sich die Bezirksligaakteurin des TTV gesagt. Nun absolviert sie in der Woche sieben Stunden auf dem Laufband.

„Die Profis unter uns trainieren natürlich noch mehr“, spricht sie von Andreas Redeker und Max Wetzel. „Max ist in der ersten Challenge-Woche 260 Kilometer mit dem Rad gefahren, Andreas ist 100 Kilometer gelaufen“, so Karin Redeker. Martina Stein trainiert auf dem Crosstrainer oder joggt an der frischen Luft. Ebenso wie Carina Peine und die Kriwet-Brüder.

„Die gelaufenen Kilometer und Zeiten zu sehen, ist ein kleiner Ansporn und Wettbewerb“, sagt Julian Kriwet, dass jeder Einzelne seine absolvierten Strecken mittels einer App in eine vorgegebene Tabelle einträgt. „Die App zeichnet die Daten auf und kann sie auch kontrollieren.“

„Ich denke, wir werden alle eine Schüppe drauflegen, wenn das erste Ranking bekannt gegeben wird. Dies wird in der ersten Januarwoche sein und soll dann wöchentlich aktualisiert werden“, fügt Karin Redeker mit Blick auf das ehrgeizige Ziel der Grün-Weißen hinzu. Bei 500 angemeldeten Teams werde es schwer, unter die besten 50 oder noch weiter nach vorn zu kommen. Hoffen ist aber natürlich erlaubt. Und so weist sie darauf hin, dass die besten drei Teams in den Altersklassen 1000 Euro für ihren Verein gewinnen können. „Die Challenge zu gewinnen, wäre natürlich super, da unserem Verein durch den Ausfall des Desenberg-Turnieres eine Einnahmequelle weggebrochen ist“, erklärt sie.

Die Daseburger sind in der Altersklasse bis 60 Jahre angemeldet. Mit seinen zwölf Jahren ist Philip Faupel der jüngste Mitstreiter des Teams. Sein Ehrgeiz und seine Freude bei der Teilnahme haben nach den Worten seiner Mutter einen einfachen Grund. „Durch Corona, Weihnachtsferien und fehlendes Tischtennistraining, das sonst dreimal pro Woche ansteht, ist das Nintendo-Switch spielen seine Lieblingsbeschäftigung geworden. Er darf aber nur spielen, wenn er auf das Laufband geht. Also läuft er freiwillig zwei Stunden pro Tag“, sagt Karin Redeker mit einem Schmunzeln.

Julian Kriwet hat das Laufen gewählt, da ihm das Fußball- und Tischtennistraining fehlen. Ob der Gladbach-Fan auf den Geschmack kommt und dabei bleibt, kann sich im Frühjahr zeigen. Die Initiative „Trotzdem Sport“ geht bis zum 31. Januar.

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