Jonas Güthoff und Simon Störmer haben Sprung aus C-Liga in Bezirksliga geschafft
„Ganz andere Hausnummer“

Dössel (WB). Aus der Kreisliga C in die Fußball-Bezirksliga? Das ist schwierig und selten, aber möglich. Zwei Spieler des SV Dössel haben den Sprung geschafft und peilen mit ihren Teams erneut den Klassenerhalt an. Jonas Güthoff (VfR Borgentreich) und Simon Störmer (FC Peckelsheim/Eissen/Löwen) freuen sich auf den Neuanfang nach der Corona-Pause.

Samstag, 05.09.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 04:00 Uhr
Kraftvoll und mit vorbildlicher Schusshaltung zieht Jonas Güthoff ab. Er hat sich beim VfR Borgentreich einen Stammplatz erkämpft. Foto: Günter Sarrazin

Wenn es noch eines Belegs bedurfte, dass sein Wechsel nach Peckelsheim die richtige Entscheidung war, dann war es für Simon Störmer die erstmalige Teilnahme des FC PEL am Kreispokalfinale der Senioren. Die Premiere des Fusionsvereins war auch für ihn ein persönliches Glanzlicht, das er mit dem SV Dössel nicht erreicht hätte. Dabei zeigte der Köln-Fan am vergangenen Samstag starke Reaktionen und parierte auch zweimal im Eins-gegen-Eins. „Da ohnehin jeder von einem Nieheimer Sieg ausgegangen ist, hatten wir nichts zu verlieren. Wir haben es den Nieheimern aber auch schwer gemacht“, sagt er zum 2:1-Erfolg des favorisierten Landesligisten.

„Mit dem guten Spiel gegen Nieheim im Rücken können wir dem Saisonstart in der Bezirksliga durchaus optimistisch entgegenblicken. Wir wissen aber, dass wir weiterhin hart arbeiten müssen“, erklärt der 21-Jährige.

Beim Peckelsheimer 3:1-Halbfinalsieg in Vinsebeck hatte er eine Woche zuvor beim Stand von 1:0 für seine Mannschaft kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter pariert. „Das war psychologisch wichtig für uns“, lobten ihn seine Teamkollegen. Gut in Form will er sich auch in der Saison zeigen.

Die Coronazeit hat für ihn im Fußball einen Vorteil mit sich gebracht. Da er im Homeoffice in Dössel arbeitet, statt wie sonst in Köln, konnte er in der Vorbereitung jedes Training mitmachen. In der Vergangenheit war er meist nur an den Wochenenden dabei. Das war mit einigem Fahrstress verbunden. „Denn gerade die A1 kann schon mal nerven, wenn ich freitags von Köln aus nach Hause fahre“, sagt der 1,86 Meter große Schlussmann der Rebmann-Elf.

Für die SG Dössel/Lütgeneder war er vor seinem Wechsel zuletzt als Mittelstürmer auf Torjagd gegangen. Nachdem der erhoffte Aufstieg in die Kreisliga B zweimal nicht gelungen ist, entschloss er sich im Sommer 2018 zum Wechsel. Ebenso Jonas Güthoff. „Um den Heimatverein zu verlassen, musste es mindestens die Bezirksliga sein“, betont Störmer. Wie in der Jugend in Brakel und Warburg wollte er wieder höherklassiger im Tor spielen. Dabei genoss er von Anfang an das volle Vertrauen des Coaches und der Mannschaft.

Mit Ehrgeiz und Trainingsfleiß hat Jonas Güthoff ebenfalls die Herausforderung gemeistert, drei Klassen höher zu spielen. Neben dem Training beim VfR Borgen­treich (drei- oder viermal in der Woche, statt einmal in Dössel) hat er viel im Fitnessstudio gemacht oder ist Laufen gegangen. So hat der Linksfüßler, der im Nachwuchsbereich bereits fünf Jahre für den VfR am Ball war und auch von den erfahrenen Spielern gut aufgenommen wurde, in Sachen Athletik deutlich zugelegt und sich einen Stammplatz erkämpft. „Konditionell ist die Bezirksliga eine ganz andere Hausnummer. Ebenso ist die Geschwindigkeit im Spiel wesentlich höher“, sagt der 22-jährige Gladbach-Fan, der zudem einen Systemwechsel vom Spiel mit Libero auf die Viererkette erlebte. „Auch sind die Taktikanweisungen viel komplexer.“

Intensität, Genauigkeit und die Dynamik des Spieles nennt Simon Störmer als entscheidende Unterschiede zwischen C-Liga und Bezirksliga. „Wir alle müssen nach dem Abgang unseres Torjägers Pascal Knoke als Team noch stärker auftreten, um unsere Ziele zu erreichen“, sagt der Peckelsheimer Keeper mit Blick auf die neue Saison. Zum Auftakt hofft er auf einen Erfolg in Beverungen.

Jonas Güthoff ist derweil mit seinen Teamkollegen beim hoch eingeschätzten SV Höxter gefordert. „Wir erhoffen uns natürlich einen Sieg, wissen aber auch, dass sich Höxter gut verstärkt hat und zu den Favoriten gehört“, sagt der Borgentreicher Außenbahnspieler.

Die Freunde aus Dössel drücken ihm und Simon Störmer die Daumen. Sie freuen sich mit den beiden, dass sie in der Bezirksliga Stammspieler geworden sind und Erfolge feiern können. 

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