Turnierkoordinator hört nach 15 Jahren auf und verkündet Ende der Turnierserie
Aus für den Wintercup

Kreis Höxter/Neheim (WB). Aus. Ende. Vorbei. Der Volksbanken-Wintercup ist Geschichte. Am Tag nach dem Finale der 31. Auflage des größten Seniorenfußball-Hallenturnieres in NRW gab Organisator Ralf Detzner nach 15 Jahren als Turnierkoordinator sein Ausscheiden vom Wintercup und das Ende der Turnierserie in der Form der vergangenen Jahre bekannt.

Montag, 03.02.2020, 21:00 Uhr
Der Kampf um den Ball ist beim Wintercup Geschichte. Hier will Borgentreichs Tobias Cloidt an Dalhausens Robin Becker vorbeiziehen. Foto: Günter Sarrazin

„Das ist traurig. Es war immer das größte Turnier und einen Ersatz wird man in dieser Form mit Sicherheit nicht finden“, sagte Wolfgang Eikenberg, Ehrenvorsitzender der ETSG Germete. 1999 ist die Erste Turn- und Sportgemeinschaft als Ausrichter einer Vorrunde in das damalige RWE-Turnier eingestiegen. Seit dem Jahr 2013 richtete sie den Warburger Regionalcup aus.

Burkhard Sarrazin, Vorsitzender des SV Menne, der neunmal in Folge Gastgeber der Warburger Vorrunde war, und Sven Schmidt, Vorsitzender des SV Bökendorf und Trainer des SV Dringenberg, der am vergangenen Sonntag als erste Mannschaft aus dem Sportkreis Höxter ins Finale des Volksbanken-Wintercups eingezogen ist, pflichteten ihm bei. „Es ist schade, dass es das Turnier nicht mehr gibt. Das muss man ganz deutlich sagen“, betonte Sarrazin. Zugleich zeigte er Verständnis für Detzners Entscheidung.

„Die immer aufwendigere Arbeit als Turnierkoordinator hat ein nahezu nicht mehr zu händelndes Ausmaß angenommen. Das Teilnehmerfeld war in den letzten Jahren nur noch mit großem Engagement der Veranstalter und hunderten von Telefonaten zu realisieren. Die Zuverlässigkeit einiger teilnehmender Vereine schwand zusehends“, schreibt Ralf Detzner in einer Pressemitteilung. Seine Familie sei oft zu kurz gekommen. „Das möchte ich nun ändern“, fügte der Neheimer als Grund hinzu. „Auch bei uns ist es in den vergangenen Jahren unheimlich schwer gewesen, die insgesamt 32 Vereine für die Vorrundenturniere in Brakel und Warburg zu mobilisieren“, berichtete Sarrazin. Da könne er verstehen, dass Ralf Detzner als Verantwortlicher für die Turnierserie mit acht Vorrundenorten, vier Regionalcups und dem abschließenden Supercup die Lust verloren habe.

Burkhard Sarrazin bestätigte auf Anfrage, dass die gemeinschaftlichen Verträge mit den vier Volksbanken im Turniergebiet ausgelaufen sind, das von Lüdenscheid im Sauerland über Soest bis zum Kreis Höxter reichte. „Die Volksbank Sauerland und die Vereinigte Volksbank waren seit vielen Jahren Sponsoren. Mit der Volksbank Hellweg und der Volksbank in Südwestfalen bildeten sie seit dem Jahr 2017 den Namensträger des Turnieres“, erklärte Detzner, der in den 15 Jahren als Turnierkoordinator dreimal einen neuen Sponsor gefunden hat „Das wäre mir mit viel Engagement eventuell auch dieses Mal gelungen, doch meine Entscheidung ist endgültig“, so der Neheimer, der sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Ausrichtern und Sponsoren bedankt.

„Wenn man ein Turnier vernünftig organisiert und einige Sponsoren gewinnt, kann man auch zukünftig im Kreis Höxter einen interessanten Hallenwettbewerb für Seniorenmannschaften aufziehen“, richtete Sven Schmidt den Blick nach vorn. Als Spieler, als Vorstandsmitglied des FC Aa Nethtetal und des SV Bökendorf, der diesmal die Brakeler Vorrunde ausrichtete, und als Trainer war er über Jahre beim Wintercup und dessen Vorgängern dabei. Das Turnier sei für die Gastgeber lukrativ gewesen, sportlich interessant und spannend. „Und ein solcher Erfolg wie am Sonntag schweißt ein Team noch mehr zusammen“, stellte er heraus, was mit dem Wintercup-Aus verloren geht.

Burkhard Sarrazin wünscht sich ebenfalls, dass es im Sportkreis Höxter auch in den nächsten Jahren ein Seniorenfußball-Hallenturnier gibt. Um dieses realisieren zu können, müsse der Kreisvorstand mit ins Boot genommen werden. „Als Verein allein kann man es nicht leisten, denn es müsste weiterhin auch finanziell attraktiv gestaltet sein“, sagte er.

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