Frauenfußball-Bezirksliga: Aufsteiger FC Germete-Wormeln glaubt fest an den Klassenerhalt
„Wir wollen bleiben“

Germete-Wormeln (WB). Mitte Juni ist der Jubel riesig: Der FC Germete-Wormeln krönt die Kreisliga-Meisterschaft nach zwei Siegen in der Relegation mit der Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga. Anfang Dezember 2019 steckt das Team tief im Abstiegskampf, hat gerade ein Spiel gewonnen.

Freitag, 06.12.2019, 06:03 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 06:10 Uhr
Ab durch die Mitte: Nicole Nitschke gehört seit Jahren zu den Leistungsträgerinnen des FC Germete-Wormeln, musste zuletzt aber mit einer Schulterverletzung pausieren. In der Rückrunde will sie mit ihren Teamkolleginnen den Klassenerhalt perfekt machen. Foto: Sylvia Rasche

„Wir können mehr als die Tabelle zeigt“, sagt Spielertrainerin Meike Friebe – und bekommt diese Rückmeldung auch oft von gegnerischen Trainern nach den Spielen. „Die wundern sich häufig darüber, dass wir auf dem letzten Platz stehen.“

Die Gründe für die schwache Hinrunde sind vielfältig. Der Aufsteiger hat zwar eine gute Vorbereitung absolviert. „Wir waren fit“, sagt Meike Friebe. Allerdings begann dann das Semester an den Universitäten und die Studentinnen konnten die Einheiten unter der Woche nicht mehr mitmachen, dazu kamen Schichtarbeiterinnen, die im Training immer mal wieder fehlten. „So haben wir die gute Form eingebüßt, was man nach hinten raus auch oft gemerkt hat“, erklärt die Spielertrainerin.

Zudem habe man es den Gegnern in den ersten Spielen auch phasenweise zu leicht gemacht und selbst das Tor nicht getroffen, berichtet Meike Friebe selbstkritisch. Die 36-Jährige ist seit dem Aufbau der Frauen-Mannschaft des FC Germete-Wormeln 2009 mit an Bord, hat dabei höherklassige Erfahrung aus ihren Jahren in der Regionalliga und 2. Bundesliga beim TSV Jahn Calden mit in die Waagschale geworfen und entscheidend zum Erfolg beigetragen. Gleich im zweiten Jahr ist das Team damals aufgestiegen, hat sieben Spielzeiten in der Bezirksliga absolviert und ist nach dem Abstieg 2018 auf Anhieb zurückgekommen.

„Wir wollen auch bleiben“, betont Meike Friebe. „Darüber sind wir uns einig und sind überzeugt, dass wir das schaffen können.“ Die Stimmung und der Zusammenhalt im Team seien nach wie vor gut. So waren fast alle Spielerinnen bei der Weihnachtsfeier dabei.

Nach der Winterpause soll sich auch die personelle Situation bessern. In der Hinrunde fielen Lena Peine und Vanessa Nolte lange mit Bänderrissen aus. Peine hat schon wieder zwei Spiele absolviert, Nolte steigt in der Vorbereitung wieder ins Training ein. Nicole Nitschke musste zuletzt mit einer Schulterverletzung passen. Louisa Arntz litt unter Knieproblemen und musste pausieren. „Das sind alles wichtige Spielerinnen. Es ist schwer, diese Ausfälle zu kompensieren“, sagt die Spielertrainerin.

Mitte Januar will sie mit der Rückrunden-Vorbereitung starten, vorher schon die eine oder andere Laufeinheit in den Trainingsplan aufnehmen. Hallenturniere gibt es nur dosiert. „Wir spielen die Kreishallenmeisterschaften und noch ein Turnier in Borchen. Der Klassenerhalt in der Bezirksliga ist unser wichtigstes Ziel“, macht Friebe deutlich.

Gleich zum Auftakt am 1. März steht das Heimspiel gegen TuRa Elsen an. Elsen steht aktuell auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. „Das müssen wir gewinnen“, setzt die Trainerin auf einen starken Start in die zweite Halbserie. Noch haben die Frauen aus Germete und Wormeln trotz der schwachen Ausbeute in der Hinrunde die Chance, den Klassenerhalt in der Bezirksliga mit einer starken zweiten Saisonhälfte unter Dach und Fach zu bringen – und wenn es sein muss, auch über die Relegation.

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