Triathlon: Scherfeder stellt neue Bestzeiten im Schwimmen und auf dem Rad auf Rose gewinnt Bronze in Mexiko

Scherfede (WB). Beim Ironman Cozumel in Mexiko ist der Scherfeder Tim Rose Dritter in seiner Altersklasse geworden. Dabei haderte er nach Bestzeiten im Schwimmen und auf dem Rad aber mit seiner Laufleistung, die ein besseres Abschneiden und eine neue Gesamtbestzeit verhindert habe.

Im Ziel: Der Scherfeder Tim Rose haderte in Mexiko zwar mit seiner Laufleistung, wurde aber Dritter seiner Altersklasse.
Im Ziel: Der Scherfeder Tim Rose haderte in Mexiko zwar mit seiner Laufleistung, wurde aber Dritter seiner Altersklasse.

Das Rennen startete mit der 3,8 Kilometer langen Schwimmenstrecke im Atlantik entlang der Küste von Cozumel. »Da die Schwimmstrecke ein Punkt-zu-Punkt-Kurs war und mit der Strömung verläuft, war von Anfang an klar, dass schnelle Zeiten erreicht werden«, berichtet Tim Rose.

Am Rennmorgen kam dann mit dem Sonnenaufgang allerdings auch ein starker Wellengang auf, der die Orientierung sehr schwer gemacht hat.

»Ich musste teilweise sechsmal hintereinander in Schwimmrichtung atmen, um die Bojen sehen zu können«, beschreibt Rose die Auftaktdisziplin, die er nach 55 Minuten in neuer persönlicher Bestzeit absolvierte.

In seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, wollte der Triathlet seine Stärke ausspielen und sich so in eine gute Ausgangsposition für den Marathon bringen. »Nachdem ich die erste von drei Radrunden durchgehend alleine absolvieren musste, bin ich Anfang der zweiten Runde auf Simon Müller, den späteren Sieger meiner Altersklasse aufgefahren, und wir konnten uns die Führungsarbeit immer wieder aufteilen.« Zwar fuhr er den Großteil weiterhin vorne, freute sich aber, die Tempoarbeit immer mal wieder kurzfristig abgeben zu können.

Für die 180 Kilometer lange Radstrecke benötigte Rose 4:38 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 39 Stundenkilometern entspricht und gleichzeitig eine weitere neue Bestzeit darstellt.

Auf die Laufstrecke wechselte Rose nach 5:38 Stunden auf Gesamtposition zehn von knapp 2000 Athleten. Doch es lief nicht wie geplant. »Ich musste mich mehr drauf konzentrieren, überhaupt weiter zu laufen um ins Ziel zu kommen, anstatt mein geplantes Tempo zu laufen. Das Problem zieht sich nun schon etwas länger und tritt bei jeder Langdistanz auf. Ich schaffe es einfach nicht mein Laufpotenzial, was ich dieses Jahr unter anderem mit dem 2:46-Stunden-Marathon gezeigt habe, im Ironman umzusetzen«, übte der 22-Järhige Selbstkritik. Hier will er im Winter im Training verstärkt ansetzen.

Durch den langsamen Marathon (3:55 Stunden) fiel er auf Platz 27 zurück, was nach 9:33 Stunden gleichzeitig Platz drei der 18-24-Jährigen bedeutete.

»Mit den ersten fünfeinhalb Stunden des Rennens bin ich einigermaßen zufrieden, der Lauf war unterirdisch und hat meinem Plan, eine neue persönliche Bestzeit zu erzielen und nach Möglichkeit das erste Mal unter neun Stunden zu bleiben, einen Strich durch die Rechnung gemacht«, fasste Tim Rose zusammen.

Jetzt freut er sich auf die Pause, um sich »körperlich und mental zu erholen und dann geht es ab Januar in die Vorbereitung für die Saison 2020!«

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