Triathlon: Scherfeder freut sich über Platz eins seiner Altersklasse und Gesamtrang 20
Rose trotzt Hitzeund siegt in Walchsee

Scherfede (WB). Das ist sein bestes Ergebnis der bisherigen Saison und ein schöner Erfolg: In vier Stunden und 33 Minuten hat der Scherfeder Triathlet Tim Rose beim Challenge Walchsee über die Halbdistanz den Sieg in seiner Altersklasse errungen. Bei 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21 Kilometern Laufen trotzte er der großen Hitze. Im Gesamtfeld von 521 Finishern landete er in dem zur Challenge-Triathlon-Weltserie gehörenden Wettkampf auf dem 20. Rang. Eine Zeitstrafe beim Radfahren verhinderte ein noch besseres Ergebnis.

Donnerstag, 04.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 13:48 Uhr
Vor den Bergen rund um den Tiroler Walchsee hält Tim Rose den Pokal für Platz eins in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre in den Händen. Der 22-jährige Scherfeder meisterte die Triathlon-Mitteldistanz in 4:33 Stunden.

»Es war eine echte Hitzeschlacht«, berichtet Tim Rose, der einen Podestplatz in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre angestrebt hatte und seine gute Form in der Scherfeder Partnergemeinde bestätigte. Da das Wasser im Walchsee über 25 Grad warm war, begann der Wettkampf ohne Neoprenanzüge. »Ich hatte mir im Vorfeld schon gedacht, dass es wegen der hohen Temperaturen ein Neoprenverbot geben könnte und bin deswegen im Training ein paar Mal ohne Neo im Twistesee geschwommen«, blickt er zurück. Das kam ihm zugute und er zeigte eine sehr gute Schwimmleistung. Ein ganz neues Gefühl sei es dabei gewesen, eine große Gruppe anzuführen, beschreibt der Ausdauersportler den Start des Rennens.

Hitze große Herausforderung

32 Minuten später saß er bereits auf seinem Triathlonrad und nahm die 90 bergigen Kilometer in Angriff. »Mit einem Athleten aus der Slowakei habe ich ein Duo gebildet. Es lief wie am Schnürchen«, berichtet der 22-Jährige, dass die beiden am Ende der ersten von zwei Radrunden so viele Athleten überholt hatten, dass es auf den zweiten 45 Kilometern einsamer wurde. Der Scherfeder war mittlerweile im Gesamtfeld weit vorne platziert, als er bei Kilometer 60 eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahres kassierte. Deshalb musste er fünf Minuten in der sogenannten Penalty-Box warten. »Die Zeitstrafe war ungerechtfertigt«, sagt Tim Rose, für den es hart war, zu sehen, dass viele Konkurrenten, die er vorher deutlich hinter sich gelassen hatten, nun wieder vorbeizogen.

In der abschließenden Disziplin galt es dann, vier Runden um den Walchsee zu laufen, was bei 38 Grad zu einer echten Herausforderung wurde. »Die ersten zehn Kilometer liefen noch fast nach Plan und ich konnte mein angestrebtes Tempo von vier Minuten pro Kilometer ganz solide laufen. In der zweiten Laufhälfte hat mir die Hitze dann ziemlich zugesetzt und ich musste mein Tempo drastisch reduzieren«, blickt der Student zurück. Die Laufstrecke habe keinen Schatten geboten. Und das kühlende Wasser, das er sich an den Verpflegungsstationen becherweise über den Kopf schüttete, sei nach 500 Metern schon wieder getrocknet gewesen.

Gute Leistungen

Nach 4:33 Stunden überquerte Tim Rose als Sieger seiner Altersklasse, 20. des Gesamtfeldes und elfter Amateur die Ziellinie. »Die fünf Minuten Zeitstrafe ärgern mich schon, da sie mir einige Plätze in der Gesamtwertung gekostet haben. Aber unabhängig davon habe ich in allen drei Disziplinen gute Leistungen zeigen können und der Hitze getrotzt«, trat er hoch zufrieden die Heimreise an.

Der Blick ist nun auf den Ostseeman am 4. August in Glücksburg gerichtet. Dort startet der Scherfeder auf der Langdistanz.

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