Puhl-Truppe krönt am letzten Spieltag starke Saison und wird Meister
Gehrden/Altenheerse feiert Titelgewinn

Kreis Höxter (WB). Der SuS Gehrden/Altenheerse jubelt, springt, singt und feiert. Spieler, Betreuer, Trainer, Fans und Vorstandsmitglieder liegen sich in den Armen. »Jaaaa«, schreien sie immer wieder. Mit einem 6:2-Sieg (Halbzeit 2:1) bei der SG Borgholz/Natzungen/Manrode hat das Team von Michael Puhl am letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga B Süd mit einem Punkt Vorsprung den Titelgewinn und den Aufstieg in die Kreisliga A perfekt gemacht. Der Vizemeister SG Bühne/Körbecke stellt mit Felix Herold den Torschützenkönig, schießt insgesamt die meisten Tore und bringt den zweiten Tabellenplatz mit dem höchsten Tagessieg, 11:0, ins Ziel.

Samstag, 08.06.2019, 12:00 Uhr
Der SuS Gehrden/Altenheerse ist am Ziel: Die Mannschaft von Trainer Michael Puhl (stehend Zweiter von rechts) hat mit einem 6:2-Sieg in Manrode den Aufstieg in die Kreisliga A mit einem Punkt Vorsprung vor der SG Bühne/Körbecke perfekt gemacht. Nach der Rückkehr feierte sie im Sportheim in Gehrden bis weit nach Mitternacht. Foto: Günter Sarrazin

Gehrden/Alt. am Ziel

Schon beim letzten Treffer gab es beim SuS Gehrden/Altenheerse kaum ein Halten mehr. Von der Auswechselbank aus rannten Spieler auf den Platz und warfen sich auf den Torschützen Maurice Kukuk. Eigentlich hatte schon Daniel Bitterberg mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 4:1 den Deckel drauf gemacht. Zehn Minuten vor Schluss holten zwei Spieler einen großen Pappkarton mit den Meister-T-Shirts und einem Banner heran. »Danke für Eure Unterstützung«, steht darauf, an alle Freunde der Mannschaft gewandt.

Michael Puhl zog bereits an der ersten Meisterzigarre. »Stark, was die Jungs geleistet haben. Wenn man die ganze Saison nur ein Spiel verliert, hat man es mehr als verdient, Meister zu werden«, sagte der Trainer, der seine vierte Saison beim SuS mit der Rückkehr in die Kreisliga A gekrönt hat. »Großen Respekt auch an die SG Bühne/Körbecke«, ergänzte Puhl gleich danach mit Blick auf den Vizemeister, der seiner Elf in der Rückrunde ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hat.

Der 11:0-Kantersieg der Olejak-Truppe zum Saisonabschluss gegen die SG Nörde/Ossendorf spricht für sich. In Manrode war es enger und am Ende doch ein sicherer Erfolg für den favorisierten SuS Gehrden/Altenheerse. Borgholz/Natzungen/Manrode hielt mit viel Einsatz dagegen. »Als ob sie noch Vizemeister werden können, oder um den Klassenerhalt kämpfen«, sagte ein Gehrdener. Zur Pause sah es knapp aus. Das 3:1 sorgte für lautstarken Jubel des SuS-Anhangs. »Unser Fanbus war mit 60 Leuten voll besetzt. Viele sind zudem mit Autos gekommen«, berichtete Vorsitzender Martin Rehermann. »Glückwunsch und Kompliment an die Truppe. Sie hat ihr Ziel hartnäckig verfolgt. Der Zusammenhalt ist ihre Stärke. Hervorzuheben ist, wie sie mit dem Druck, gewinnen zu müssen, umgegangen ist. Das gilt auch für Bühne«, lobte Rehermann auch den Verfolger.

Der 53-Jährige stellte noch eine Besonderheit heraus. Der Aufstieg an diesem Freitag falle genau auf den Gründungstag des Spiel- und Sportvereins Gehrden/Altenheerse. »Das war der 7. Juni 1958, also vor 61 Jahren«, betonte Rehermann. Und noch eine Jahreszahl hatte er parat. 2011 ist der SuS aus der Kreisliga A abgestiegen, damals noch im Sportkreis Warburg. Nach acht Jahren kehrt er ins Kreisliga-Oberhaus zurück. »Wir haben auch lange darauf gewartet«, sagte der frühere langjährige Kassierer Michael Weber.

Die Mannschaft feierte derweil weiter. Die Spieler warfen ihren Meistertainer Michael Puhl in die Höhe. Torwart und Kapitän Michael Kreilaus nahm die Meisterurkunde und einen Ball aus den Händen von Staffelleiter Klaus Rehermann (SV Dringenberg) entgegen, der zum Titelgewinn und zum Aufstieg gratulierte. Den Ball drosch Kreilaus mit voller Wucht in die Höhe. Mit der Urkunde in den Händen schmiss er sich in den Teamkreis. Freunde pur und Party waren angesagt.

Der letzte Spieltag

SG Borgholz/Natzungen/Manrode – SuS Gehrden/Altenheerse 2:6 (1:2). »Die Jungs waren unheimlich nervös«, berichtete Michael Puhl. Dennoch gelang Lukas Hoemann gleich in der ersten Minute das 1:0. Johannes Brotzmann schoss das 2:0 (13.). »Bei dem Start dachte ich, jetzt werden sie ruhiger, legen die Nervosität ab«, sagte Puhl, doch auch die Hausherren hatten sich viel vorgenommen. Einen Abwehrfehler nutzte Marc Stromberg zum 1:2-Anschlusstreffer. Erst nach der Pause, in der Puhl sein Team noch einmal eingestellt hatte, stellte Daniel Bitterberg den alten Abstand wieder her (3:1/52.). Per Elfer erhöhte er auf 4:1 (70.). Zwei Minuten später traf Johannes Brotzmann zum 5:1. Pascal Stohldreier verkürzte auf 2:5 (81.). Der SuS ließ sich auf dem Weg in die A-Liga aber nicht mehr ausbremsen. Maurice Kukuk schoss noch das 6:2 (91.). Dann durfte gejubelt und gefeiert werden.

SG Bühne/Körbecke – SG Nörde/Ossendorf 11:0 (3:0). »Unser Glückwunsch geht an den SuS«, sagte Bühnes Trainer Dieter Olejak. Für ihn uns sein Team blieb der in diesem Fall sehr undankbare zweite Rang. »Die SG Bühne hätte den Aufstieg genauso wie wir verdient«, lobte SuS-Trainer Puhl das Verfolgerteam. Mit 116:21-Toren bot die Olejak-Elf schon ein Superlativ in der B-Süd. Mit ihrem höchsten Saisonsieg beschloss sie die super Saison. »Es ist eine richtig gute Truppe, sie hat einfach alles umgesetzt, was ich gefordert habe und die Harmonie passte auch«, freute sich Dieter Olejak über den so nicht erwarteten Erfolg. Felix Herold (55./66./79.), Alexander Hengst (19./72.), Thomas Redeker (49.) Jan Watermeier (20./37.), Florian Bremer (71.), Sebastian Merfeld und Niklas Bremer (89.) trafen. Die Gäste hatten viele A-Jugendspieler dabei, da in Ossendorf schon das Schützenfest seine Schatten vorauswarf.

TuS Willebadessen -– SV Herste 1:0 (0:0). »Das war ein absolutes Glückstor, aber wir hätten den Stürmer nicht so durchkommen lassen dürfen«, bemerkte SV-Trainer Ralf Pfeiffer selbstkritisch. »Ein Tor wurde uns aberkannt, warum auch immer«, berichtete Pfeiffer. Mit der Saisonleistung sind Trainer und Team hochzufrieden. Immerhin gelang dem Aufsteiger Platz sieben. Das TuS-Tor erzielte Marc Rusetemeyer (78.), der damit Rang vier sicherte.

SC Herstelle – SV Dringenberg II 1:3 (1:0). »Die Partie verlief eigentlich genau wie die komplette Saison«, sagte SC-Trainer An­dreas Kleinschmidt, der in der kommenden Serie als neuer Coach bei der SG Dalhausen am Spielfeldrand steht. Der SC nutzte seinen Chancen nicht und baute die Gegner durch individuelle Fehler auf. So gab es für die zuletzt auch recht glücklosen Dringenberger noch einen versöhnlichen Sieg zum Abschluss. Tiago Mendes Albuquerque schoss das 1:0 (5.). Christoph Beller (51.) glich aus, Sebastian Huck (79.) und Mario Scholtz (90) drehten das Match erfolgreich.

SSV Herlinghausen – SG Dalhausen/Tietelsen-Rothe 2:4 (0:2). Yannik Maßenberg legte das 1:0 und 2:0 vor (27./37.) und diesen Vorsprung brachten die Gäste auch nach Hause. Per Elfer hatte Lothar Ciesielski auf 3:0 gestellt. Alexander Neumann (75.) und Kai Richter (82.) brachten den Absteiger noch einmal heran. Doch Christoph Suermann machtem it dem 4:2 alles klar für den Tabellendritten (90.).

SG Scherfede/Rimbeck/Wrexen II – SG Niesen/Siddessen 5:0 (3:0). »Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie doch noch souverän den Klassenerhalt geschafft hat«, freute sich Scherfedes Trainer Thomas Hoffmann. Einem frühen Doppelschlag von Ilker Bayraktar (5.) und Kevin Krause (7.) ließ Bayraktar das 3:0 folgen (21.). Dominik Schneider (70.) und Hanno Sälzer (85.) legten nach.

FC Großeneder/Engar – SV Hohenwepel 3:0 (1:0). »Die erste Halbzeit war grottig, nach der Pausenansprache war es ein Spiel auf ein Tor«, berichtete FC-Trainer Marcel Schachten, der mit seinem Team Rang fünf erreichte. Dennis Wiese (27.) und zweimal Jonas Rathmann (60./80.) schossen die Tore.

 

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