Tim Rose bei Weltmeisterschaft der Challenge-Family Fünfter seiner Altersklasse
»Radleistung gibtmir Rückenwind«

Scherfede (WB). Sein Minimalziel, den vor zwei Jahren errungenen sechsten Platz zu verbessern, hat er erreicht: Der Scherfeder Triathlet Tim Rose (22) ist bei der Weltmeisterschaft der Challenge-Family im slowakischen Samorin über die halbe Ironman-Distanz von 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21 Kilometern Laufen Fünfter seiner Altersklasse geworden. Nach 4:24 Stunden kam er ins Ziel.

Donnerstag, 06.06.2019, 03:03 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 09:32 Uhr
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 Stundenkilometern hat Tim Rose in Samorin die 90 Kilometer auf dem Rad absolviert. »2:09 Stunden waren eine der schnellsten Zeiten der Nichtprofis«, berichtet er.

»Mit meiner aktuellen Form hatte ich mir deutlich mehr ausgerechnet. Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden mit dem Resultat«, sagt der Ausdauersportler, der in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre startete. Besonders die Radleistung gebe ihm Rückenwind für die kommenden zwei Monate Vorbereitung auf den Ostseeman in Glücksburg am 4. August«, blickt er bereits wieder voraus.

Nachdem das Wetter in Samorin in der Rennwoche sehr kalt und regnerisch gewesen war, stand die Auftaktdisziplin in der Donau auf der Kippe. »Hochwasser, sehr kaltes Wasser und eine starke Strömung ließen bis zum Rennwochenende kein Schwimmen zu. Passend zum Wettkampf verbesserten sich die Bedingungen jedoch und das Schwimmen konnte wie geplant stattfinden«, berichtet Tim Rose. 14 Grad Wassertemperatur und eine starke Gegenströmung auf den ersten 900 Metern hin zum Wendepunkt haben es sehr anspruchsvoll gemacht, beschreibt er. »Einige Akteure mussten das Rennen sogar aufgeben, weil sie gegen die Strömung nicht angekommen sind«, merkt er an.

Um das Schwimmen zu meistern, sei er nah am Rand geschwommen. »So haben es auch die Profis und Aktive anderer vor mir gestarteter Klassen gemacht«, nahm er sich ein Beispiel daran und kam nach eigenen Worten »einigermaßen problemlos nach 34 Minuten aus dem Wasser«.

Auf der Radstrecke wollte der Triathlet an die zwei Wochen zuvor beim Ironman 70.3 Barcelona gezeigte sehr gute Leistung anknüpfen. »Die komplett flache Strecke kannte ich noch von meinem Start vor zwei Jahren und dementsprechend wusste ich, dass die Aerodynamik eine große Rolle spielt. So habe ich mich die ganze Zeit konzentriert, die aerodynamische Zeitfahrposition einzunehmen und den Kopf aus dem Wind zu nehmen«, beschreibt der Ausdauersportler. Die 90 Kilometer fuhr er in 2:09 Stunden, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gut 42 Stundenkilometern bedeutet. »Am Ende war es eine der schnellsten Zeiten aller Nichtprofis und hat mich in eine sehr gute Ausgangsposition für den abschließenden Lauf gebracht.«

Durch das starke Radfahren hatte Tim Rose vor dem Halbmarathon in der zweiten Wechselzone nur drei Minuten Rückstand auf den Zweitplatzierten seiner Altersklasse. Als die Athleten um kurz nach Mittag die Strecke in Angriff nahmen, waren es bereits deutlich über 30 Grad und so wurde der Lauf zu einer Hitzeschlacht. »Leider habe ich einfach meine Laufbeine nicht gefunden und so wurden es ziemlich lange 21 Kilometer, obwohl ich von der Energie her voll im grünen Bereich war und meine Laufform auch sehr gut ist«, blickt der Scherfeder zurück.

Es sei deprimierend gewesen, an den beiden Wendepunkten der Strecke die vor ihm liegenden Athleten zu sehen, selbst aber körperlich nicht in der Lage zu sein, schneller zu laufen und so um das Podium mitzukämpfen«, gibt der Sportmanagement-Student einen Einblick in die Gedanken, die ihm durch den Kopf gegangen sind.

Der Blick ist (wie eingangs geschrieben) jetzt auf den Start beim Ostseemann im Glücksburg gerichtet. »Dort möchte ich meine persönliche Bestzeit über die Ironman-Distanz deutlich verbessern«, zeigt sich der 22-Jährige schon wieder hoch motiviert.

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