Mit Sieg gegen Neuenbeken kann Nieheim fast schon Aufstieg perfekt machen
»Das ist das Spiel des Jahres«

Nieheim (WB). Die Saison in der Fußball-Bezirksliga geht auf die Zielgerade. Seit dem 13. Spieltag steht der FC Nieheim vor dem SCV Neuenbeken an der Spitze. Mit einem Heimsieg im Gipfeltreffen gegen den Vize kann die Elf von Trainer Raffaele Wiebusch, die 69 Punkte hat, an diesem Sonntag (15 Uhr) fast schon den Landesliga-Aufstieg perfekt machen. Für die Gäste (63 Zähler) ist es die letzte Chance, das Titelrennen offen zu halten.

Samstag, 04.05.2019, 04:44 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 05:00 Uhr
Nieheim hofft auf die Treffsicherheit von Tobias Puhls, der hier im Hinspiel in Neuenbeken das 1:0 des FC vorbereitet. Foto: Wolfgang Tilly

»Das ist für alle Beteiligten das Spiel des Jahres. Wir freuen uns extrem auf die Begegnung«, sagt Wiebusch, dessen Team im Falle eines Sieges neun Punkte Vorsprung und eine deutlich bessere Tordifferenz hätte. Und das bei dann nur noch drei Ligaspielen.

Bis auf den rotgesperrten Kapitän Roland Sitnikov stehen ihm alle Akteure zur Verfügung. Der Coach, der nach den knappen Siegen gegen Weser und Ostenland nicht ganz mit der Mannschaftsleistung zufrieden war, ist sich sicher, dass sein Team Sonntag bis unter die Haarspitzen motiviert sein wird. »Das hat nichts mehr mit den vergangenen Spielen zu tun«, sagt er und führt aus: »Jetzt spielt der Erste gegen den Zweiten – das ist fast schon ein Finale zur Entscheidung der Meisterschaft.«

Nachdem Nieheim das Hinspiel in Neuenbeken im Oktober des vergangenen Jahres 3:1 gewonnen hat, will es im Friedrich-Wilhelm-Weber-Stadion daran anknüpfen, während der SC Viktoria Neuenbeken seine Chance auf eine Revanche und die Verkürzung des Rückstandes sucht. »Das wird ein Kampfspiel, es geht um alles«, so Wiebusch. Neuenbeken reist nach seinem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den Tabellendritten Sportfreunde DJK Mastbruch mit breiter Brust an. Das war eine Empfehlung für das Spitzenspiel, das sicher viele Zuschauer anlockt.

»Wir haben uns etwas vorgenommen und wollen Nieheim ein Bein stellen«, sagt Torwarttrainer Markus Rose, dass man sich natürlich etwas ausrechne. Der Scherfeder in Diensten des SCV bezeichnet den FC Nieheim aber auch als abgezockter. »Die gewinnen in der Schlussphase noch mit 3:2 gegen Ostenland, während wir uns eine Woche davor mit einem 2:2 gegen den SC begnügen mussten«, erklärt der 53-Jährige, der als Torwarttrainer auch schon bei den Hessenligisten KSV Baunatal und FSC Lohfelden tätig war. Durch einen guten Bekannten ist er vor zwei Jahren zum SCV gekommen. Von der Dienststelle bis zum Beke­stadion sind es nur drei Kilometer. »Das lässt sich gut verbinden. Nach dem Training geht es von Neuenbeken aus nach Hause nach Scherfede«, sagt der Polizeioberkommissar, der als Bezirksdienstler in Bad Lippspringe arbeitet.

»Unsere Mannschaft lebt vom Teamgeist. Wir haben eine echte Harmonie im Trainerteam und einen breiten und ausgeglichenen Kader«, fasst Markus Rose auf Anfrage die Stärken des SCV Neuenbeken in Worte. »Sonntag sind alle Mann an Bord«, fügt der Gladbachfan und frühere Fußball-Allrounder hinzu, der davon ausgeht, dass sich Nieheim den Titel nicht nehmen lässt. Neuenbekens Ziel sei es, die Saison erfolgreich zu Ende zu spielen. »Wenn es eine Relegation für den Tabellenzweiten geben sollte, wollen wir es über diesen Umweg versuchen, in die Landesliga zu kommen.« Und sein Tipp für Sonntag: 2:2.

Noch einmal zurück zum FC Nieheim. Zur Aufstellung und zur strategischen Ausrichtung wollte sich Raffaele Wiebusch nicht äußern. Auch nicht dazu, wer den Part von Schlüsselspieler Roland Sitnikov einnimmt, der nach seinem Feldverweis in Ostenland für den Rest der Bezirksligsaison gesperrt ist. »Die rote Karte war ein Unding«, ärgert sich Wiebusch, dessen gut besetzter Kader einige Optionen bietet. Unser Tipp: 2:0

 

 

 

 

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