Fußball: FC Nieheim gewinnt im Bezirksliga-Derby 5:0 gegen den VfR Borgentreich. »Pflichtaufgabe erfüllt«

Nieheim ( WB). Mit den Worten »Pflichtaufgabe erfüllt. Der Platz war nicht in Topform«, bringt es Nieheims Ufuk Basdas auf den Punkt. Unspektakulär gewann der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga am Sonntag mit 5:0 (3:0) gegen den abstiegsgefährdeten VfR Borgentreich.

Von Wolfgang Tilly
Nieheims Tobias Puhl (links) zieht an Borgentreichs Kapitän Simon Berlage vorbei, verpasst aber hier das Tor der Gäste.
Nieheims Tobias Puhl (links) zieht an Borgentreichs Kapitän Simon Berlage vorbei, verpasst aber hier das Tor der Gäste. Foto: Wolfgang Tilly

Ein eher schwaches Nieheimer Spiel reichte, um den Tabellenvorletzten deutlich in Schach zu halten. Der ungemähte Rasen und der teilweise unebene Untergrund machten den Gastgebern zu schaffen. Sie kamen kaum zu ihrem schnellen Angriffsspiel. »Zwei frühe Tore machten unseren Plan zunichte, lange ohne Gegentreffer zu bleiben«, sagte VfR-Trainer Daniel Bartoldus. Philippe Soethe erzielte mit einem Trullerball, der als Vorlage im Fünfmeterbereich gedacht war, das schnelle 1:0 (6.).

Auch bei seinem Schlenzer nach einer Hackenvorlage von Manuel Trost zum 2:0 zeigte Borgentreichs Abwehr keine reife Leistung (23.). Direkt vor dem Pausenpfiff des Schiedsrichters Udo Schlingmann hatte sich Robert Wezorke durch Borgentreichs letzte Abwehrreihe gemogelt. Ohne weitere Gegenwehr drückte er den Ball zum 3:0 in die Maschen (45.). Schon zuvor hatte er einen Torerfolg auf dem Fuß gehabt, der Pfosten verhinderte diesen (36.).

Nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte war die Messe eigentlich schon gelesen. Tobias Puhl, der bislang noch nicht getroffen hatte, wurde durch eine doppelte Sechserfunktion ziemlich nachhaltig bei seinen Aktionen gestört. »Hoffentlich nimmt mir Tobias Cloidt diese strategische Ausrichtung nicht übel«, meinte Bartoldus dazu. Der im Borgentreicher Spiel normalerweise als offensive Zehn eingesetzte Routinier saß deswegen auf der Bank. Trotz dieser Sonderbehandlung machte Puhl seinen Treffer. Mit einer klasse Einzelleistung zog er von links in den Strafraum und haute den Ball zum 4:0 ins Tor (56.). Aber auch Borgentreich hatte Möglichkeiten, die bisher lupenreine Weste von Nieheims Schlussmann Marcel Kickert zu beschmutzen. Als dieser an einem Ball ungeschickt vorbeirutschte, hatte Niklas Mertens freie Bahn, doch sein Schuss ging am leeren Gehäuse vorbei (59.).

In dieser Phase des Spieles scheiterte Nieheim auf der anderen Seite mehrmals. Allein Robert Wezorke hätte das Ergebnis noch höher schrauben können. Er traf erneut den Pfosten und schoss einmal knapp vorbei (66., 69.). Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte der eingewechselte Sami Tuncel. Er beförderte den Ball aus kurzer Distanz ins lange Toreck (90.).

Drei Minuten zuvor hatte sich Nieheim von einer fairen Seite gezeigt. Lars Thorenmeier hatte sich mit dem Ball vor das Borgen­treicher Tor gedribbelte. Der herauslaufende Torwart Hendrik Dohmann warf sich vor ihn und brachte ihn zu Fall. Der Unparteiische hatte dies als Foul gesehen und auf den Punkt gezeigt. »Ich fand es sehr fair, dass die Nieheimer dem Schiedsrichter mitgeteilt haben, dass das kein Foul gewesen ist«, merkte Borgentreichs Coach Daniel Bartoldus an.

Da der SCV Neuenbeken nicht über ein 2:2 gegen den SC Ostenland hinausgekommen ist, hat Nieheim bei einem Spiel weniger nun drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

FC Nieheim: Kickert – Müller (67. Tuncel), Aydincan, Sitnikov, Herbst (57. Thorenmeier), Otte, Soethe, Trost, Puhl, Cesa (55. Yanik), Wezorke

VfR Borgentreich: Dohmann – C. Rasche, J. Fögen (62. Güthoff), Schumacher, A. Fögen, S. Rasche, Rehrmann, Mertens, Berlage, Unger, Gabriel

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