Warburg
»Offensive ist unsere Stärke«

Willebadessen. »Wir haben viele junge Spieler, die sich noch richtig entwickeln müssen«, sagt Michael Scheele. Der Trainer des Fußball-B-Ligisten TuS Willebadessen ist zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Die Rot-Weißen sind Vierter der Südgruppe.

Freitag, 05.04.2019, 05:05 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 05:20 Uhr
Der TuS Willebadessen im Angriff: Mahmut Demir zieht vor den Augen von Gehrden/Altenheerses Alexander Bauer ab. Foto: Manuel Gockeln

Dreizehn Siege, null Unentschieden und sieben Niederlagen. So lautet die Bilanz nach 20 absolvierten Spielen. Mit 39 Punkten liegt der TuS zehn Zähler hinter Spitzenreiter SuS Gehrden/Altenheerse, gegen den es (wie berichtet) am vergangenen Sonntag eine 0:6-Niederlage gab. Bis Platz zwei sind es vier Punkte Abstand. Vier Punkte hat Willebadessen mehr auf dem Konto als der Tabellenfünfte SG Borgholz/Natzungen/Manrode und der Sechste FC Peckelsheim/Eissen/Löwen II.

Gleich dreimal verpasste der TuS Willebadessen, der nun seit sechs Jahren in der B-Liga spielt, in den vergangenen Spielzeiten mit Platz zwei knapp den Aufstieg in die Kreisliga A. In diesem Jahr ist der Sprung nach oben kein Thema. »Der Aufstieg ist kein Ziel für uns«, sagt der 49-Jährige Trainer Michael Scheele, der im vergangenen Sommer nach vier Jahren wieder als Teamchef des Traditionsvereins zurückgekehrt ist.

»Nach der enttäuschenden Saison 2017/2018 haben wir mit Michael einen Neustart angepeilt«, erklärt Kapitän Manuel Demir, »Unsere junge Mannschaft hat viel Potenzial. Eine junge Mannschaft macht aber auch Fehler, was in dieser Saison einkalkuliert ist«, führt der Spielführer aus.

Das Potenzial lässt sich bereits jetzt an den 57 erzielten Treffern erahnen. Nur der Tabellendritte SG Dalhausen/Tietelsen/Rothe hat mehr Tore geschossen (64). »Das ist eine Stärke unserer Mannschaft, an der sie gut im Training arbeitet«, schätzt der frühere Landesligastürmer Michael Scheele seine Jungs ein. Er kann gleich auf mehrere Torjäger vertrauen. So haben Alexander Dück und Sebastian Siebert jeweils dreizehnmal getroffen, während Mahmut Demir zwölf Treffer erzielt hat.

Schwächen seiner Mannschaft sieht der Coach vor allem bei Standardsituationen der Gegner. Das zeigte sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den Spitzenreiter und Nachbarn SuS Gehrden/Altenheerse. »Vier der sechs Gegentore sind durch Standards der Gäste gefallen. Die Standardanfälligkeit zieht sich durch die ganze Saison. Daran müssen wir arbeiten«, sagt Scheele, der auch als Spielertrainer agiert und selbst mitspielt – so auch gegen Gehrden/Altenheerse. Mit ihm hatte der TuS drei Auswechselspieler.

Das weist auf ein weiteres Problem hin. Leistungsträger sind angeschlagen und können verletzungsbedingt gar nicht oder nur eingeschränkt spielen. Gegen den Tabellenführer musste Scheele auch noch den gelbgesperrten Kapitän Manuel Demir ersetzen. Er schaute von der Seitenlinie aus zu. Abstellen möchte der TuS-Coach auch die einfachen Fehler. »Für den Rest dieser Saison erwarte ich von den Jungs, dass sie weiter gut arbeiteten«, so Michael Scheele.

Manuel Demir gibt bereits einen Ausblick auf die kommende Spielzeit. »In der nächsten Saison werden wir einen qualitativ breiteren Kader mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern haben, so dass wir den nächsten Entwicklungsschritt gehen können«, ist er optimistisch.

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