Neunter Warburger Diemellauf: Godelheimer Christoph Dohmann siegt mit starker Zeit über zehn Kilometer
Rekord auf der Hüffert: 812 Starter

Warburg. »Jaaa«, ruft Christoph Dohmann und läuft über die Ziellinie. Mit neun Sekunden Vorsprung hat der Godelheimer die Zehn-Kilometer-Konkurrenz des neunten Warburger Diemellaufes gewonnen. Seine starke Zeit von 34:24 Minuten sorgte für Lob der Mitstreiter. Freude herrschte beim gastgebenden Warburger SV. Mit insgesamt 812 Startern gab es einen Teilnehmerrekord.

Montag, 01.04.2019, 01:01 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 06:56 Uhr
Beim Start des Zehn-Kilometer-Laufes sind die schnellsten Teilnehmer gleich vorn dabei. Der Godelheimer Christoph Dohmann (rechts/Startnummer 9615) liefert sich ein spannendes Rennen mit Bastian Mrochen (9685) und gewinnt in 34:24 Minuten vor dem Liebenauer. Felix Kaiser (Startnummer 9546) wird Dritter. Foto: Günter Sarrazin

»Damit haben wir auch die alte Bestmarke des Vorgängerlaufes, des früheren Hardehausener Parklaufes, übertroffen. Diese lag bei 808 Teilnehmern«, sagte Vorstandsmitglied Alexander Selter. Im Vergleich zum Vorjahr habe es den größten Zuwachs über zehn und 21,5 Kilometer gegeben.

Zehn Kilometer

Zwei Starts, zwei Siege – so lautet Christoph Dohmanns Bilanz 2019 beim Hochstiftcup. Zum Auftakt hat er den Silvesterlauf in Brakel gewonnen, in Salzkotten war er nicht dabei. In Warburg lief der 21-Jährige am Samstag am Schluss auf Platz eins. Etwa 300 Meter vor dem Ziel überholte der für Non-Stop-Ultra Brakel aktive Student den Warburger Gymnasiasten Bastian Mrochen (TSG Hofgeismar). Der Liebenauer, der in der Jahrgangsstufe elf des Marianum ist, wurde in 34:33 Minuten Zweiter. Auf Rang drei folgte mit dem 43-jährigen Felix Kaiser (Laufteam Kassel/36:00 Minuten) ein mehrfacher Sieger der Nordhessen-Cup-Laufserie, zu der der Diemellauf gehört. »Alle Achtung, da verbeuge ich mich. 34:24 ist eine super Zeit«, sagte der fünftplatzierte Paul Maksuti (Delbrück läuft/37:50 Minuten). »Die beiden waren so schnell. Sie waren irgendwann weg«, schloss er Mrochen in das Lob ein. Dohmann, dessen Bestzeit bei 34:02 Minuten liegt, will diese beim Paderborner Osterlauf toppen. »Dort soll es eine 33er-Zeit sein«, sagte er.

Schnellste Frau über zehn Kilometer war Esther Bayer-Brinkmann in 45:52 Minuten vor Helena Kleck (TuS Amelunxen/47:29 Minuten) und Norma Santos (LG Hofgeismar/47:30). »Es ist eine super Strecke«, sagte die 37-jährige Paderbornerin Esther Bayer-Brinkmann nach ihrem erfolgreichen ersten Start beim Diemellauf.

Fünf Kilometer

Beim steilen Anstieg von der Diemel hinauf auf die Hüffert entschied der 51-jährge Wolfgang Freitag (Delbrück läuft) das Fünf-Kilometer-Rennen für sich. Mit 17:11 Minuten war er nach eigenen Worten schneller als gedacht. Der 16-jährige Noah Heinemann vom TSV Niederelsungen (17:28 Minuten) und Debesay Gebreyanas (Non-Stop-Ultra Brakel/17:52) hatten viel Tempo gemacht. Am Freibadberg hängte Freitag die beiden ab. »Der Berg war anstrengend«, sagte Heinemann. Der hessische Cross-Mannschaftsmeister 2019 zeigte sich zufrieden mit Platz zwei. »Es hat Spaß gemacht«, lächelte Gebreyanas. Zufrieden konnten auch Julius Hoffmann (18:47 Minuten) und Thorsten Habedank (19:17) vom Warburger SV sein, die die Plätze fünf und sechs belegten.

Als schnellste Läuferin über fünf Kilometer bekam Madita Hendriks (CD Oberdruff) viel Beifall. Mit ihren 19:55 Minuten wurde die 19-jährige Ausdauersportlerin Elfte des Gesamtfeldes. »Es war ein überzeugender Auftritt«, lautete das einhellige Urteil. »Eigentlich bin ich Triathletin«, berichtete die Nordhessencup-Teilnehmerin. Höhepunkt 2019 ist für sie die U20-Europameisterschaft im Triathlon in Holland. Silber sicherte sich Carmen Seitz-Adam (Wehrshausen/20:38 Minuten) vor Alina Nahen (20:48).

21,5 Kilometer

Ihr Vater Mathias Nahen kam auf der 21,5-Kilometer-Strecke in 1:23:00 Stunden als Zweiter ins Ziel. Der für den TV Jahn Bad Driburg aktive Halbmarathon-Vorjahressieger lief bis Kilometer sechs mit Nils Pöhlker an der Spitze. Dann konnte er das hohe Tempo des Schloß Neuhäusers, dessen größter Erfolg der elfte Platz beim Hermannslauf 2007 ist, nicht mehr mitgehen. In 1:20:27 Minuten gewann Pöhlker mit klarem Vorsprung. »Top – es lief besser als gedacht«, freute sich Tim Rose über Platz drei in 1:23:26 Minuten. Der Triathlet aus Scherfede ist läuferisch bereits sehr gut in Form.

»Ich wollte unter einer Stunde und 40 Minuten sein, das hat gut geklappt«, berichtete Sylke Kuhn (LG Vellmar), die bei den Frauen mit 1:39:27 vorn lag. »Es hat Spaß gemacht, auch mal kürzer als Marathon zu laufen«, erklärte Kuhn, die Mitglied des 100-Marathon-Club Deutschland ist. Meike Wohlleben (Laufen gegen Leiden/1:47:54) und Julia Hengel (TSVE Bielefeld/1:48:20) landeten auf Rang zwei und drei.

Heimische Einsteiger

Zu den heimischen Startern, die erstmals dabei waren, gehörte der frühere Warburger Basketballer Martin Faupel. »Tolles Wetter, tolle Strecke, tolle Organisation«, lobte der 39-Jährige nach dem Zehn-Kilometer-Lauf. Er komme gerne wieder, ergänzte er. »Ich möchte einfach heil ins Ziel kommen«, sagte die Peckelsheimerin Anja Wasmuth vor ihrem Start über fünf Kilometer. »Ich bin durch meine Kinder Nora und Philipp zur Teilnahme gekommen, die in der U10 und bei den Bambini gelaufen sind«, erklärte Wasmuth, die abends noch einen Sporttermin hatte. Während der Jahreshauptversammlung des TuS Rot-Weiß Peckelsheim wurde sie als Vorsitzende wiedergewählt.

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