Triathlon: Scherfeder Tim Rose will sich Ende November für die Ironman-Weltmeisterschaft 2020 qualifizieren.
Über Mexiko nach Hawaii

Scherfede (WB). Die Challenge-Weltmeisterschaft am 3. Juni in Samorin ist im ersten Halbjahr der Wettkampfhöhepunkt des Scherfeder Triathleten Tim Rose. Glanzlicht Nummer zwei folgt zwei Monate später mit dem Ostseeman in Glücksburg. Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii wird der 22-Jährige nicht starten.

Dienstag, 05.03.2019, 09:17 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 19:50 Uhr
Beim Lauftraining: Tim Rose, der hier oberhalb von Scherfede und Rimbeck auf dem Zionsberg unterwegs ist, läuft fünf- bis sechsmal pro Woche zwischen zehn und 30 Kilometer. Meist startet er vor dem Frühstück.

Nach seiner viel beachteten Hawaii-Premiere im vergangenen Jahr hat sich Tim Rose in Absprache mit seinem Trainer Lukas Naegele aus München dazu entschieden, auf das Großereignis zu verzichten. »Für mich steht dieses Jahr die sportliche Weiterentwicklung im Vordergrund, um dann nächstes Jahr auf Hawaii konkurrenzfähig zu sein«, erklärt der Scherfeder auf Anfrage. Sein erster Triathlon-Wettkampf 2019 ist am 19. Mai in Barcelona. Dabei wird er die Halbdistanz mit 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21 Kilometern Laufen absolvieren. »Das ist gleichzeitig der Formtest für die Challenge-Weltmeisterschaft Samorin«, sagt Rose, der dort zum zweiten Mal dabei sein wird.

Seine Challenge-WM-Premiere feierte er im Sommer 2017. Dabei ist er in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre Sechster geworden. Seine Zeit auf der Mitteldistanz in Samorin in der Slowakei lautete 4:27 Stunden. »Platzierung und Zeit müssen deutlich besser werden«, hat er sich fest vorgenommen.

Nächster Wettkampf ist am 30. Juni die Challenge Walchsee. »Dort starte ich auch, weil Walchsee Scherfedes Partnergemeinde ist«, sagt der Sportmanagementstudent, der vor zehn Jahren als Juniorenfußballer mit dem SV Westfalia 03 Scherfede/Rimbeck ein einwöchiges Trainingslager in Walchsee absolviert hat. Im Juni gibt es ein Wiedersehen.

Langdistanz an Ostsee

Als Langdistanz hat er den Ostseeman in Glücksburg eingeplant. Dort will er am 4. August über 3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometern Laufen eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. »Ich möchte mich gegenüber meinen neun Stunden und 50 Minuten deutlich verbessern«, so Rose. Ende November geht es nach Mexiko. Beim Ironman Cozumel ist am 24. November die Qualifikation für Hawaii 2020 das Ziel. Vier Wochen vor Heiligabend wäre das ein schöner Erfolg. »In Hawaii wäre ich 23 Jahre alt. In meiner Klasse bis 24 Jahre möchte ich dann konkurrenzfähig sein«, sagt der Scherfeder, der (wie berichtet) mit dem Ironman auf der Pazifikinsel eine Rechnung offen hat. Zur Erinnerung: Nach sehr gut verlaufener Vorbereitung erwischte es ihn kurz vor dem Start und er bestritt seine Hawaii-Premiere gesundheitlich angeschlagen.

Trainingslager absolviert

»Im Winter werden Meister gemacht«, heißt ein bekanntes Sprichwort bei den Ausdauerathleten. Entsprechend hat Tim Rose zum Jahreswechsel ein zweiwöchiges Trainingslager auf Fuerteventura absolviert. Dieses Jahr ist er im Training schon 2500 Kilometer Rad gefahren und 600 Kilometer gelaufen. Seine Schwimmeinheiten im Warburger Hallenbad will er jetzt intensivieren. »Im Dezember bin ich am Arm operiert worden, den ich mir im vergangenen Jahr bei einem Sturz mit dem Rad gebrochen hatte. Ein Draht wurde entfernt. Danach musste ich beim Schwimmen noch zurückstecken«, berichtet Rose.

Persönliche Bestzeit

Dass er läuferisch schon gut in Form ist, hat er am vergangenen Samstag beim Lahntallauf-Marathon in Marburg gezeigt.   Mit 2:46 Stunden meisterte er die 42,195 Kilometer in neuer persönlicher Bestzeit und wurde unter 80 Marathonläufern Zweiter. »Nachdem ich die Ziellinie überquert habe, habe ich mich vor Erschöpfung erst einmal in eine Wiese geworfen«, beschreibt er anschaulich.

Insgesamt starteten mehr als 950 Läuferinnen und Läufer. »Um 10 Uhr fiel für alle Athleten der Startschuss für die Rennen über zehn, 21, 30, 42 und 50 Kilometer. Gelaufen wurde auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs entlang der Lahn«, führt Rose aus, der sich recht spontan zur Teilnahme entschlossen hatte. »Es war ein richtiger Härtetest«, ist er froh.

Seine neue persönliche Bestzeit erreichte er mit einem Schnitt von 3:58 Minuten pro Kilometer. »Mit meiner Leistung bin ich hoch zufrieden«, unterstreicht er und ergänzt, dass er nicht gedacht hätte, dass er so schnell sein würde. »Aber wenn es läuft, dann läuft es halt«, sagt er mit einem Lächeln.

Jetzt hofft Tim Rose, dass es auch bei seinen Ironman-Starts gut läuft. Bis zum Auftakt am 19. Mai in Barcelona will er noch viele Trainingskilometer beim Schwimmen, auf dem Rad und in Laufschuhen absolvieren. Ende November gilt es dann. Über Mexiko nach Hawaii – das ist das Ziel.

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