Bezirksliga: Lübke trifft in 90. Minute zum 1:0 für Weser in Warburg »Rot« sorgt für Diskussionen

Warburg (WB). »Das ist extrem enttäuschend«, sagt Warburgs Spielertrainer Max Schonlau. Seine Elf hat das Derby gegen den FC BW Weser mit 0:1 (0:0) verloren. Stefan Lübke ließ die Gäste jubeln, Schonlau sah die Rote Karte.

Von Björn Friedrichs
Warburgs Spielertrainer Max Schonlau hält Wesers Stefan Lübke und verhindert damit eine Torchance. Schiedsrichter Florian Greger entschied auf »Notbremse« und zeigte Schonlau die Rote Karte. Lübke schockte Warburg mit dem späten 0:1.
Warburgs Spielertrainer Max Schonlau hält Wesers Stefan Lübke und verhindert damit eine Torchance. Schiedsrichter Florian Greger entschied auf »Notbremse« und zeigte Schonlau die Rote Karte. Lübke schockte Warburg mit dem späten 0:1. Foto: Björn Friedrichs

Der Feldverweis datiert aus der 73. Spielminute, als Warburg den Ball im Mittelfeld verlor und Weser schnell schaltete. Stefan Lübke wurde gut angespielt, Schonlau konnte ihn nur mit einem Foul an der Strafraumgrenze bremsen. Schiri Florian Greger entschied auf »Notbremse« und zeigte Schonlau deshalb den roten Karton. Diese Entscheidung war hart und wurde noch lange nach dem Schlusspfiff von allen Beteiligten des Bezirksliga-Duells diskutiert.

»Warburg hätte in Unterzahl die Punkte verdient gehabt. Wir haben einen Schritt weniger gemacht und die 08er hatten gute Chancen«, sagte Gästetrainer Heiko Bonan. In der Tat merkte man zunächst nicht, wer mit einem Spieler weniger agiert. Erst spielte Manuel Götte einen Doppelpass mit Horly Moudouhy, wurde aber wegen einer Abseitsstellung in aussichtsreicher Position zurückgepfiffen (75.). Zwei Minuten später tauche Moudouhy frei vor Torwart Max Pape auf, fand in ihm aber seinen Meister. Nach 83 Minuten spielte Moudouhy zwei Doppelpässe mit Artur Del und Götte, schoss dann aber weit über das Tor, anstatt den freistehenden Christoph Kaiser zu bedienen.

Manuel Soboll erkämpfte auf der linken Seite den Ball, marschierte bis zum Strafraum und spielte Götte an. Dieser drehte sich um seinen Gegenspieler und scheiterte dann ebenfalls an Pape (84.). Dieser Chancenwucher wurde von den Gästen bestraft.

Es waren genau 90 Minuten abgelaufen, als Pape einen Freistoß nach vorne spielte, Fabian Bickmeier mit dem Kopf verlängerte und Stefan Lübke zum Abschluss kam. Warburgs Keeper Sven Hilleke war noch dran, vom Innenpfosten kullerte der Ball aber über die Linie. Hier zeigte sich das besagte Pech, das Teams im Abstiegskampf oft haben. »Das ist ärgerlich und extrem enttäuschend. WIr hatten zu zehnt richtig gute Chancen, die hätten wir aber auch machen müssen. Ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf. Ich war selbst nicht sicher, ob einer meiner Mitspieler in der Nähe stand«, zeigte sich Schonlau als fairer Sportsmann.

Lange Zeit hatte das chancenarme Spiel den Eindruck gemacht, als ob kein Team einen Treffer erzielen könnte. Götte hatte nach 13 Minuten die erste Chance. Er schoss aus spitzem Winkel haarscharf am Pfosten vorbei. Fünf Minuten später wurde sein Querpass auf Del zur Ecke geklärt. Ein Abschluss wäre auch möglich gewesen. Valentin Gleibs schoss über das Gehäuse (49.). Weser kam erst im zweiten Abschnitt gefährlich vor das Tor. Eine Flanke von links brachte Lübke von der rechten Seite volley vor das Tor, wo mehrere Spieler verpassten (63.). Nico Trepschick verfehlte per Kopf zudem knapp (68.).

»Ich bin einzig und allein froh, dass wir die englischen Wochen nun fast hinter uns haben. Alle Spieler sind komplett fertig, deshalb haben wir unsere Angriffe auch ein paar Mal schlecht ausgespielt. Die Rote Karte war zu hart. Gelb und Freistoß hätte ausgereicht. Der Schiedsrichter hat sonst aber sehr gut gepfiffen. Ich drücke Warburg die Daumen für den Klassenerhalt«, sagte Bonan.

Warburg: Hilleke – Adam, Schonlau, Werner, Soboll, Laqua, Gleibs, Kaiser, Ise (58. Moudouhy) Del, Götte

FC BW Weser: Pape – Bröer, Böger, Seibt, Koch, Marquardt (83. Raßmann), Bickmeier, Wielert (46. Krüger), Hartmann (68. Rikus), Lübke, Trepschick.

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