Tischtennis: Schröder und Biziorek in Hofgeismar erfolgreich Als Vizemeister in die Oberliga

Warburg/Hofgeismar (WB). Der TTC Hofgeismar steigt in die Tischtennis-Oberliga auf. Der Vizemeister der Hessenliga mit dem Scherfeder Philipp Schröder und dem Menner Andrzej Biziorek hat das Saisonziel am Ende sogar ohne die für dieses Wochenende angesetzte Relegationsrunde erreicht.

Von Sylvia Rasche
Der Scherfeder Philipp Schröder agiert mit viel Übersicht am Tisch. Im Spitzenpaarkreuz der Hessenliga hat er in der Rückrunde eine ausgeglichene Bilanz erzielt und steigt mit dem Team als Vizemeister in die Oberliga auf.
Der Scherfeder Philipp Schröder agiert mit viel Übersicht am Tisch. Im Spitzenpaarkreuz der Hessenliga hat er in der Rückrunde eine ausgeglichene Bilanz erzielt und steigt mit dem Team als Vizemeister in die Oberliga auf. Foto: Sylvia Rasche

»Wir sollten eigentlich in Münster gegen den Drittletzen der Oberliga und den Vizemeister der Südstaffel der Hessenliga spielen. Erst sollte nur der Sieger dieser Runde aufsteigen. Jetzt sind aber drei Plätze frei, so dass wir direkt aufsteigen«, erklärt Biziorek, der im Tischtenniskreis Höxter-Warburg als Profitrainer arbeitet.

Sein Team feierte im Dezember die Herbstmeisterschaft und startete gut in die Rückrunde. Doch dann gab es ausgerechnet im Spiel gegen den Tabellenletzten Richtsberg einen folgenschweren Fehler. Hofgeismar stellte die Doppel falsch auf. Das eigentlich klar gewonnen Spiel wurde mit 0:9 gegen die Nordhessen gewertet. Der Spitzenplatz war weg und Hofgeismar plötzlich in der Verfolgerrolle. »Wir hätten am letzten Spieltag im Spitzenspiel gegen Watzenborn 9:2 gewinnen müssen, haben aber verloren und sind so kein Meister geworden«, erklärt Andrzej Biziorek. Er wäre am Wochenende wegen einer Familienfeier nicht mit an Bord gewesen, so kam es den Hessen gerade recht, dass die Relegation nun doch nicht gespielt werden musste.

Der Scherfeder Philipp Schröder feierte in dieser Saison seine Premiere im Spitzenpaarkreuz der Hessenliga und hielt gegen die Topleute sehr gut mit. In der Rückrunde gelang ihm mit 7:7 eine ausgeglichene Bilanz, in der Hinrunde spielte er noch 6:9. »Philipp hat sich in dieser Saison noch einmal stark verbessert. Ich bin ins mittlere Paarkreuz gerückt, damit er oben spielen kann. Dieses Projekt war schon mal erfolgreich«, freut sich Biziorek. Er trainiert Schröder inzwischen seit neun Jahren und traut ihm auch das Spitzenpaarkreuz in der Oberliga zu. »Philipp hat das Potential sich dort zu entwickeln.«

Er selbst möchte mit 49 Jahren nicht mehr in der Oberliga aufschlagen, sondern seinen Fokus noch mehr auf die Trainertätigkeit legen. »Als Ersatzspieler stehe ich gerne zu Verfügung. Mehr aber nicht. Die Mannschaft ist inzwischen so stabil, die kriegt das auch ohne mich hin«, sagt Biziorek, der vor der Saison seinen polnischen Tischtenniskollegen Karol Prus-Strowski nach Hofgeismar gelockt hatte. Mit Erfolg: In der Rückrunde verlor der kein einziges Einzel. Im Doppel weisen die beiden Polen zusammen eine 13:1-Bilanz auf. Drei bis viermal in der Woche trainiert das TTC-Team, regelmäßig auch in Menne und Daseburg. In der kommenden Saison steht der Klassenerhalt ganz oben auf dem Wunschzettel des Neu-Oberligisten.

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