Team des Hüffertgymnasiums beim Tischtennis-Bundesfinale in Berlin auf Platz fünf »Erwartungen weit übertroffen«

Warburg/Berlin  (WB). Das ist eine starke Premiere: Die Tischtennis-Mädchen des Warburger Hüffertgymnasiums sind bei ihrer ersten Teilnahme am Bundesfinale von »Jugend trainiert für Olympia« in Berlin Fünfter geworden. »Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Die Mannschaft hat besser abgeschnitten, als wir es im Vorfeld gedacht hätten«, sagte Lehrer Gregor Lisson.

Von Günter Sarrazin
Mittagessen bei einem Italiener: Nach ihren Auftaktsiegen hat sich die Mannschaft des Hüffertgymnasiums gestärkt. Unser Foto zeigt (von links am Tisch): Lehrer und Teamchef Gregor Lisson, Nina Seibt, Celine Dierkes, Hannah Dierkes, Maja Rothenberg, Betreuer Rainer Dierkes, Lynn Christin Luber, Tabea Laudage und Laura Stickeln. Sie haben den größten Erfolg des Hüffertgymnasiums im Sport erzielt.
Mittagessen bei einem Italiener: Nach ihren Auftaktsiegen hat sich die Mannschaft des Hüffertgymnasiums gestärkt. Unser Foto zeigt (von links am Tisch): Lehrer und Teamchef Gregor Lisson, Nina Seibt, Celine Dierkes, Hannah Dierkes, Maja Rothenberg, Betreuer Rainer Dierkes, Lynn Christin Luber, Tabea Laudage und Laura Stickeln. Sie haben den größten Erfolg des Hüffertgymnasiums im Sport erzielt.

Fünftbeste Mannschaft aller Bundesländer in der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2002 bis 2005). Auf diese Platzierung können Nina Seibt, Celine Dierkes, Maja Rothenberg, Lynn Christin Luber, Hannah Dierkes, Tabea Laudage und Laura Stickeln stolz sein. Mit dem Einzug ins Viertelfinale, der (wie berichtet) Mittwoch als Gruppensieger gelungen ist, haben die Spielerinnen aus Bonenburg, Daseburg, Menne, Ossendorf und Rimbeck ihre tolle Erfolgsserie bereits am Auftakttag des Bundesfinales gekrönt. Gestern gab es eine Niederlage im Viertelfinale und zwei Siege in den Platzierungsspielen. Im Kampf um Platz fünf wurde der Titelverteidiger, das Gymnasium Schwarzenbek aus Schleswig-Holstein, ein zweites Mal mit 5:4-Spielen besiegt. Danach war die Begeisterung groß. Jubelnd lagen sich die Mädchen in den Armen.

Diese Tage werden sie nicht vergessen

Im Abschlussdoppel erkämpften Hannah Dierkes/Tabea Laudage erneut den Siegpunkt. Zuvor hatten Nina Seibt/Celine Dierkes im zweiten Doppel sowie im Einzel Hannah Dierkes, Laura Stickeln und Celine Dierkes gewonnen. Celine Dierkes machte im fünften Satz einen 3:8- und 5:9-Rückstand wett. Hätte sie verloren, hätte Schwarzenbek mit 5:3 gewonnen. Die Spiele, die Siege, die gute Platzierung und die Tage in der Bundeshauptstadt werden die Hüffertgymnasiastinnen nicht vergessen. »Es ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl. Es herrscht der olympische Geist der Teilnahme. Und für die Mädchen ist es eine besondere Erfahrung, an ihre Grenzen zu gehen«, sagte Lehrer und Teamchef Gregor Lisson.

Mit einem 8:1-Sieg gegen das Geschwister-Scholl-Gymnasium Sangershausen (Sachsen-Anhalt) und einem 9:0-Erfolg gegen das Lessing-Gymnasium Berlin war das Hüffert-Team am Mittwoch optimal ins Bundesfinale gestartet. Nach dem folgenden ersten 5:4 gegen Schwarzenbek war die Stimmung super. »Keiner hatte damit gerechnet, dass wir mit drei Siegen durch die Vorrunde gehen«, strahlte Mannschaftsführerin Celine Dierkes. Zur Belohnung gab es für alle Spielerinen ein Eis im Berliner Hauptbahnhof. Nach der Rückkehr ins Hotel wurde von Gregor Lisson Bettruhe verordnet. »Die Mädchen wollten auch nichts mehr machen. Sie waren total abgekämpft«, sagte Betreuer Rainer Dierkes, der Vater von Celine.

Perfekter Einstand mit dem Gruppensieg

Dem perfekten Einstand mit dem Gruppensieg folgte am Donnerstag zunächst um 9.15 Uhr das Viertelfinale gegen die Humboldtschule Hannover. Hier unterlagen die Warburgerinnen mit 2:5. »An der Humboldtschule ist Tischtennis mit einem Internat in den Schulsport inte­griert. Da wird die Tischtennis-Förderung schon am Vormittag betrieben. Das ist mehr als die reine Vereinsförderung bei uns«, erklärte Lisson. »Wenn man das berücksichtigt, haben wir uns fantastisch geschlagen«, unterstrich er. Die Punkte holten Hanna Dierkes und Laura Stickeln im Einzel.

Mit dem 2:5 wurde die Warburger Siegesserie unterbrochen. Bei den Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften hatte das Hüffert-Team sechs Siege in Folge gefeiert. Hinzu kamen die drei Triumphe in der Vorrunde des Bundesfinales. Der Niederlage trauerten die Hüffertgymnasiastinnen nicht lange nach, sondern gewannen eine Stunde später 5:1 gegen den Landesmeister aus Rheinland-Pfalz, das Pamina-Schulzentrum Herxheim. Mit dem Sieg in diesem Platzierungsspiel zogen sie in das Match um Rang fünf ein. Das erneute 5:4 gegen Schwarzenbek war ein toller Abschluss. Platz fünf beim Bundesfinale ist der größte Erfolg des Hüffertgymnasiums im Sport.

Heute geht es für alle Teilnehmer in Berlin zum abschließenden großen Länderempfang mit den Hüffertgymnasiastinnen als Vertreter Nordrhein-Westfalens. Danach folgt die Abschlussparty. Mit weiter gestärktem Selbstvertrauen wollen sie im nächsten Schuljahr einen neuen Anlauf nehmen. »Wieder nach Berlin«, lautet dann das Ziel in der Wettkampfklasse II.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.