Karl-Josef Düwel stellt seine Etappen für die Sieben-Kontinente-Sportserie 7CRun unter ein Motto
Asiatische Berg-Etappen

Steinheim -

Einfach nur laufen kann ja jeder. Der Steinheimer Karl-Josef Düwel stellt seine Etappen für die Sieben-Kontinente-Sportserie 7CRun lieber unter ein besonderes Motto - abgestimmt auf den jeweiligen Kontinent.

Donnerstag, 03.12.2020, 04:18 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 04:20 Uhr
Der Velmerstot ist der zweite Berg, den der Steinheimer Karl-Josef Düwel auf seiner „Asienrunde“ der Sieben-Kontinente-Sportserie erklommen hat. Foto: privat

Aktuell ist Asien an der Reihe. Das heißt für den Man-teou-Renner vor allem: Höhenmeter sammeln. „In Asien liegen die höchsten Erhebungen der Erde, darunter alle Achttausender“, berichtet der Steinheimer. Also nimmt er sich in dieser Woche die Berge der Region vor.

„Das ist für mich ein Anreiz, auch mal andere Strecken zu laufen. Meine Hausstrecken rund um Steinheim laufe ich sonst ja immer“, erzählt Düwel.

Köterberg zum Auftakt

Zum Auftakt am vergangnen Wochenende war der Köterberg an der Reihe. Von Niese ging es auf den mit knapp 500 Metern höchsten lippischen Berg. „Normalerweise kann man den Fernmeldeturm auf dem Köterberg ja sogar von Steinheim aus sehen. Am Samstag war es so nebelig, da war er selbst vor Ort kaum zu erkennen“, berichtet Karl-Josef Düwel. Er nahm den Köterberg eigens zweimal an diesem Tag in Angriff, da sich im Tal bei einer Runde nach Hummersen die trübe Suppe aufzulösen schien. „Erneut oben angekommen, war es aber genau so diesig wie zuvor“, bedauert der Steinheimer. Immerhin kamen so noch ein paar Extra-Höhenmeter zusammen.

Bei deutlich klarerem Wetter ging es dann am Sonntag von Leopoldstal durch das Silberbachtal rauf auf den Velmerstot, dem mit 464 Meter höchsten Berg des Eggegebirges - und der Stadt Steinheim. „Von dort aus hatte ich einen schönen Blick auf den Köterberg“, schmunzelt Karl-Josef Düwel, der seine Läufe für Asien in fünf Etappen einteilen möchte und gleich am ersten Wochenende schon 45 Kilometer geschafft hat.

Stoppelberg bei Rolfzen

Auf seinem Plan steht für diese Woche der Stoppelberg bei Rolfzen. „Der hat den Vorteil, dass ich da von zu Hause loslaufen kann. Es wird ja im Moment sehr früh dunkel, da ist es nach der Arbeit kaum möglich, erst noch woanders hinzufahren“, so Düwel.

Für die beiden Abschlussetappen am Wochenende hat er sich aber schon wieder neue Ziele ausgesucht. Der Desenberg steht ebenso auf dem Programm wie der Totenkopf bei Marsberg mit 502 Metern.

In der Umgebung arbeitet Düwel seine Strecken aus, die noch ein weiteres selbst gewähltes Kriterium erfüllen müssen: Sie müssen in der Summe der Etappen für einen Kontinent karnevalistisch anmuten. Für Afrika und Europa lief der Man-Teou-Renner jeweils 111 Kilometer, anschließend weitete er die Strecken auf 121 (11x11) Kilometer aus. 121 Kilometer sollen es auch jetzt für Asien wieder werden.

 

Schon bei der zurückliegenden Australien-Etappe hatte der Steinheimer für seine Läufe je ein passendes Motto gesucht. Er lief zu den Kängurus im Tierpark Bad Pyrmont, drehte eine große Runde um die Externsteine („den Ayers Rock Ostwestfalens“) und in der Senne („sozusagen das Outback“). „Wie ein Bumerang kam ich bei allen Läufen am Ende wieder zum Ausgangsort zurück“, lacht Karl-Josef Düwel.

Dass er die Straße „Kamerun“ in Schieder-Siekholz zu Beginn der Laufserie auf der Afrika-Etappe in seine Streckenplanung einbaute, versteht sich schon fast von selbst und war wohl der Auftakt der ganz besonderen Motto-Wahl des Steinheimers im 7CRun.

Die Nord- und Südamerika-Etappen hat Karl-Josef Düwel übrigens im strengen Wortsinn absolviert. Für Nordamerika gingen seine Runden über Norderteich – Amelgatzen – Rittergüter – Kahlenbergturm und für Südamerika über Südholzer Wiesen – AmEmmerufer – Richterhaus – Kariensiek.

Und die Antarktis zum Abschluss der Sieben-Kontinente-Serie? Noch zuckt Karl-Josef Düwel mit den Schultern. „Da fehlt mir noch die richtige Idee, aber ich habe ja auch noch etwas Zeit.“ Genau genommen noch gut drei Wochen: Die Antarktis-Etappe startet am zweiten Weihnachtsfeiertag. Und vielleicht ergibt sich die Idee dann ja auch ganz von selbst, wenn der Winter Einzug hält und rund um Steinheim Läufe auf Eis und Schnee angesagt sein sollten.

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