Badminton: Karim Krehemeier schlägt mit der deutschen Jugendnationalmannschaft in Finnland auf
Steinheimer sammelt EM-Erfahrung

Steinheim (WB). Internationale Turniere hat er schon einige gespielt, jetzt ist der Steinheimer Karim Krehemeier erstmals bei einer Badminton-Europameisterschaft für Deutschland am Start. Der 16-Jährige darf bei der U19-EM in Finnland aufschlagen.

Freitag, 06.11.2020, 17:49 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 17:52 Uhr
Mit Maske und frisch blondiertem Haar nicht leicht zu erkennen: Der Steinheimer Karim Krehemeier (ganz links) ist erstmals für Deutschland bei Jugend-Europameisterschaften am Start. Foto: DBV

Erst im letzten Moment rutschte der Steinheimer ins Aufgebot von Bundestrainer Dirk Nötzel. Ein anderer Akteur hatte sich verletzt, da durfte Karim Krehemeier, die Nummer eins der deutschen U17-Rangliste, nachrücken. „Es ist schon eine große Sache, hier dabei zu sein. Die anderen sind alle älter als ich. Leider habe ich aber nicht so gut gespielt, weil ich sehr nervös war“, berichtet Krehemeier, der in seinem Heimatverein BC 64 Steinheim mit dem schnellen Sport begonnen hat und inzwischen für Regionalliga-Spitzenreiter 1. BC Wipperfeld aufschlägt.

Corona-Tests und Quarantäne

Besonders waren zunächst die Umstände, unter denen die Titelkämpfe in Lahti überhaupt stattfinden können. Zu Beginn gab es im Abstand von drei Tagen gleich zwei Coronatests. Das Team wurde isoliert, bis die negativen Testergebnisse vorlagen. „Wir dürfen auch jetzt das Gelände nicht verlassen. Halle und Unterkunft sind in einem Komplex. Nur dort halten wir uns auf“, berichtet der 16-Jährige.

Im Teamwettbewerb war er für einen Einsatz vorgesehen, hatte aber Nackenprobleme und feuerte seine Kollegen daher von der Bank aus an. Bis ins Viertelfinale schaffte es der deutsche Nachwuchs, schrammte mit der Niederlage gegen Russland knapp an einer Medaille vorbei. In der Gruppenphase lieferte Deutschland dem Top-Favoriten und späteren Europameister Dänemark einen harten Kampf, unterlag nur knapp mit 2:3.

Schwerer Start im Einzel

Im Einzel ging es für Karim Krehemeier dann sofort aufs Ganze. „Das war nicht so leicht. Mein Gegner aus der Ukraine hatte schon ein paar Spiele im Teamwettbewerb bestritten, mir fehlte das richtige Feeling in der Halle“, erzählt der Steinheimer und war mit seinem Auftritt so gar nicht zufrieden. Nach zwei Sätzen, einen davon in der Verlängerung, war sein EM-Auftritt auch schon wieder beendet. Für ihn ging es in Finnland aber auch darum, erste Erfahrungen in einem so großen Turnier zu sammeln. „Nachdem ich ausgeschieden bin, habe ich dort weiter trainiert“, berichtet der Steinheimer.

Spitzenreiter der Regionalliga

In der (vorerst unterbrochenen) Regionalliga-Saison führt der ehemalige deutsche U15-Meister die Liga mit dem 1. BC Wipperfeld an, hat fünf seiner sechs Einzel gewonnen und zudem 3:0-Doppelsiege auf dem Konto. Mit 12:0-Zählern steuert das Team auf Zweitliga-Kurs. Ob und wie die Spielzeit fortgesetzt und gewertet wird, steht aber noch in den Sternen. „Ich hoffe, dass wir weiterspielen“, sagt Karim Krehemeier, der im deutschen Badminton-Internat in Mülheim lebt und trainiert.

„Dort dürfen die Kaderspieler weiter in die Halle“, berichtet der trainingsfleißige Steinheimer. Nach der Rückkehr aus Finnland wird er in kommenden Woche also weiter in der Halle stehen - auch wenn unklar ist, wann es in der Regionalliga weitergeht und wann die eigentlich für Ende November geplanten Deutschen Jugendmeisterschaften ausgetragen werden.

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