Laufen: Steinheimer Karl-Josef Düwel legt beim Orientierungslauf in Warendorf mehr als einen Marathon zurück
Ostereier-Suche im Herbst

Steinheim (WB). In den Supermarkt-Regalen werden Lebkuchen und Dominosteine angeboten. In Warendorf startet der Steinheimer Karl-Josef Düwel beim OsterOrientierungslauf. So eine verrückte Kombination ist wohl nur in Corona-Zeiten möglich.

Samstag, 26.09.2020, 06:00 Uhr

April-Termin gestrichen

„Das war mal eine ganz andere Laufveranstaltung und hat riesigen Spaß gemacht“, berichtet der Steinheimer begeistert. Eigentlich sollte der Oster-Orientierungslauf als Premiere bereits im April stattfinden. Damals machte der Lockdown den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Ganz aufgeben wollten sie ihre neue Idee aber nicht und verlegten Ostern nun kurzehand in den Herbst.

Auf Umwegen zu den Ostereiern

Dabei durften sich die Läufer ihre Wege selbst wählen. Im Emspark waren zehn überdimensionale Ostereier platziert. Die mussten die Läufer einzeln anlaufen und zwischendurch immer wieder zum Start-Ziel-Bereich zurückkehren. Für Ortsunkundige gab es Streckenkarten. „Trotzdem habe ich mich auf dem Weg zum ersten Osterei gleich verlaufen“, lacht Karl-Josef Düwel. Da es aber weder um die Strecke noch um Zeiten, sondern nur um das Lauferlebnis an sich ging, war das nicht weiter wichtig. Die fünf Zusatzkilometer hat der Steinheimer gerne mitgenommen und auch zu den anderen neun Ostereiern im Park „sicher nicht immer den kürzesten Weg“ gewählt, wie er schmunzelt erzählt.

„Sehr schöne Strecken“

„Es waren sehr schöne Strecken im Emsseepark, an der Ems entlang, über viele Brücken und im angrenzenden Waldstück bei herrlichem Spätsommerwetter“, fasst der Steinheimer zusammen.

44,27 Kilometer auf der Uhr

Am Ende standen stolze 44,27 Kilometer bei einer Laufzeit von fünfeinhalb Stunden auf seiner Laufuhr. Also mehr als ein klassischer Marathon. Zwischen den einzelnen Ostereiern, die im Abstand von 800 Metern bis 3,7 Kilometern voneinander entfernt „versteckt“ waren, führte der Weg der Läufer immer wieder zurück zur Startzone. „Dort gab es gute Verpflegung von den Organisatoren im Hasenkostüm und nette Kontakte mit anderen Teilnehmern“, berichtet Karl-Josef Düwel.

Lauferlebnis im Mittelpunkt

Dabei hatte der Veranstalter ein Hygienekonzept eingereicht, nach dem insgesamt nur 150 Startplätze in verschiedenen Zeitabschnitten zur Verfügung standen. So trafen sich die Athleten zwar und hatten nach vielen virtuellen Läufen in diesem Corona-Jahr auch endlich mal wieder ein echtes Lauferlebnis, aber trotzdem genug Sicherheitsabstand.

Alle zehn Eier gefunden

Zwar war es keine „Pflicht“, alle zehn Eier anzulaufen, doch für Karl-Josef Düwel sollte sich die Anreise nach Warendorf ja auch lohnen. „Da hat mich der Ehrgeiz gepackt. Außerdem ist meine Devise ja auch, dass ich bei jeder Laufveranstaltung die längste angebotene Strecke laufe“, betont der Steinheimer. Das dürfte ihm mit dem (unfreiwilligen) Umweg gleich beim ersten Osterei auch in Warendorf geglückt sein.

Einen Umweg macht Karl-Josef Düwel zumindest bis zum ersten Advent übrigens auch noch um Lebkuchen und Dominosteine im Supermarktregal. Dann sammelt er doch lieber herbstliche Ostereier im Emspark.

 

Keine „Närrische Nacht“

Elf Tage vor dem „Elften im Elften“ elf Kilometer laufen. Mit dieser Idee haben die Steinheimer Man-Teou-Renner ins Schwarze getroffen und in den vergangenen elf (!) Jahren eine wachsende Läuferschar angesprochen. Dieses Jahr fällt die „Närrische Nacht“ aus. „Es ging uns ja nie um den Lauf allein, sondern auch um das Drumherum und die anschließende Party mit Livemusik in der Karnevalshalle. Eine solche Veranstaltung ist in diesem Jahr nicht möglich“, sagt Mit-Organisator Karl-Josef Düwel. Die Pause wird voraussichtlich zwei Jahre dauern, um im nächsten „närrischen Jahr“, also 2022, wieder durchzustarten.

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