Fußball: Norbert Dölitzsch macht den TSC Steinheim fit für das zweite Bezirksliga-Jahr
»Es wird nicht leichter«

Steinheim (WB). Die Saisonvorbereitung treibt Trainer Norbert Dölitzsch die Sorgenfalten auf die Stirn. Schon wieder muss er den TSC Steinheim mit einem Mini-Aufgebot fit für die Fußball-Bezirksliga machen.

Donnerstag, 08.08.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 10:58 Uhr
Eine schwere zweite Bezirksligasaison erwartet TSC Steinheims Trainer Norbert Dölitzsch (rechts), mit den Neuzugängen (von links) Alexander Rose, Samet Uslu, Erhan Ocak und Sven Assmann (vorne). Foto: Heinz Wilfert

»Die neue Saison wird nicht einfacher als die letzte«, ist der erfahrene Trainer überzeugt. Wie jedes Jahr leiden die Trainingsvorbereitungen unter den bekannten ungünstigen Voraussetzungen. Der Trainer muss personell improvisieren, weil viele Spieler mehrere Wochen in der Türkei Urlaub machen und kein geordnetes Training ermöglichen. Vom 23 Spieler umfassenden Kader sind meist nur die Hälfte beim Training auf dem Platz. Für Dölitzsch (64), den Perfektionisten und 30 Jahre im Trainergeschäft, ist das nur schwer zu verdauen. »Darunter leidet einfach eine gute Vorbereitung.« Das zeigte sich zuletzt im Kreispokal, wo sich der TSC blamierte und beim B-Ligisten TuS Willebadessen gleich in der ersten Runde mit 1:3 ausschied. Den Trainer hat das am meisten geärgert.

Höherer Anforderungen

Dölitzsch muss trotzdem damit leben, dass die Vorbereitung so richtig erst im September beginnen kann, wenn alle Spieler wieder an Bord sind. »Es ist schon eine echte Herausforderung, sich unter solchen Bedingungen auf eine Saison vorzubereiten.« Jammern helfe aber auch nicht weiter. Das war bereits im Vorjahr das große Problem - in den ersten sieben Spielen gab es keinen einzigen Punkt. Erst danach kam die Mannschaft in der Bezirksliga an. Am Ende rettete sich der TSC nach 18 Punkten in der Rückrunde auf den elften Tabellenplatz. Einen solchen Fehlstart dürfe man sich aber nicht wieder leisten. »Weil die Bezirksliga fünf Aufsteiger und einen Absteiger hat, erfolgte eine Aufstockung auf 18 Mannschaften. Da-durch steigen die vier Letzten der Tabelle ab, was unsere Aufgabe nicht einfacher macht.«

Dabei stelle die Bezirksliga höherer Anforderungen. »Die Spiele sind stärker von der Taktik geprägt, die Fitness muss wegen des höheren Tempos vorhanden sein, die Abläufe müssen stimmen, auch werden Fehler schnell bestraft«, zählt Dölitzsch auf. Das sind alles Dinge, die er aber in der Vorbereitung mit der Mannschaft nicht richtig trainieren und ausprobieren kann. Der Trainer weiß zwar um das spielerische Potenzial seines Teams. Als Saisonziel gibt er nur vor: »Nicht absteigen! Alles andere wäre nicht realistisch.«

Zum Saisonauftakt am 11. August tritt der TSC bei FC Blau-Weiß Weser an. Dann kommt das Heimspiel gegen die DJK Mastbruch, eine Spitzenmannschaft der letzten Saison. Danach wartet schon mit der Spvg Brakel ein starker Aufsteiger. Die Liga sei stärker als in der letzten Saison, dennoch erwartet Dölitzsch den SC Neuenbeken als klaren Aufstiegsfavoriten.

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