Bezirksligist TSC Steinheim in der Nähe von Antalya im Trainingslager
Bei Sonne fällt das Training leicht

Antalya/Steinheim  (WB). Morgens um 6.30 Uhr beginnt der Tag vor dem Frühstück mit einem Strandlauf. Das zweistündige Training auf einem top gepflegten Rasenplatz absolvieren sie danach gerne. An einigen Nachmittagen sind Sightseeing und Kultur angesagt. Nach dem Abendessen geht es in die Sauna oder in den Swimmingpool.

Freitag, 01.03.2019, 21:03 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 21:06 Uhr
Vor dem Hotel an der türkischen Riviera: Fußball-Bezirksligist TSC Steinheim bereitet sich mit Trainer Norbert Dölitzsch (Zweiter von links) auf die Rückrunde vor. Foto: TSC Steinheim

So sieht der Tagesablauf der Fußballer des Bezirksligisten TSC Steinheim im Trainingslager an der türkischen Riviera aus. In der Nähe von Antalya bereitet sich die Mannschaft zurzeit auf die zweite Saisonhälfte vor.

Bezirksliga-Fußballer des TSC Steinheim im Trainingslager in der Türkei

1/17
  • Bezirksliga-Fußballer des TSC Steinheim im Trainingslager in der Türkei
Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim
  • Foto: TSC Steinheim

Beste Bedingungen

»Wir haben hier beste Bedingungen«, ist Trainer Norbert ­Dölitzsch begeistert. 19 Spieler und 14 weitere TSC-Mitglieder sowie Fans weilen seit vergangenem Sonntag noch bis diesen Sonntag in der Türkei. »Um allen Missverständnissen vorzubeugen, wir machen hier keinen Urlaub. Es gilt, in der entscheidenden Saisonphase topfit zu sein«, betont Dölitzsch. Der deutsche Trainer und die türkische Mannschaft fühlen sich in Lara, das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Antalya, wohl. Dölitzsch gerät angesichts der Atmosphäre ins Schwärmen: »Das Hotel ist klasse. Das Wetter ist bei etwa 20 Grad und Sonne pur super. Die Rasenplätze sind zudem in einem unfassbar guten Zustand.«

Vorbereitung am Meer

Die Vorbereitung am Meer sorgt für eine gewisse Lockerheit. »Die Spieler sind mit großer Freude und Feuereifer dabei. Sie verinnerlichen trotzdem, dass wir noch lange nicht durch sind. Auf unserem Konto stehen 23 Punkte aus 19 Spielen. Sieben Zähler beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz. Das ist überhaupt nichts«, warnt der Übungsleiter seine Schützlinge vor Selbstsicherheit. In der starken Bezirksliga, Staffel drei, sei alles möglich. Das bläut der 63-Jährige, der im Fußball schon so viel erlebt hat und einst mit dem ehemaligen TuS Paderborn/Neuhaus in der zweiten Bundesliga spielte, den TSC-Protagonisten immer wieder ein. »Wir sprechen im großen Kreis. Es gibt Einzelgespräche. Wir fragen nach: Was können wir besser machen? Wo sieht jeder einzelne Spieler seine Stärken und Schwächen?« Beim TSC gehen sie in die Tiefe. Training und Teambuilding laufen unter türkischer Frühlingssonne eine Woche auf Hochtouren.

Pfunde zugelegt

Norbert Dölitzsch betont, wie bitter nötig nun die intensiven Trainingseinheiten sind: »Für mich ist unfassbar, wie sich einige Spieler in der Winterpause vernachlässigt haben. Es sind einige Pfunde angefuttert worden.« Solches Verhalten bringt den Coach in Rage. Jetzt wird abtrainiert. Wenngleich der Preis für eine Einheit auf dem Top- Rasenplatz im 2,5 Kilometer entfernten Trainingszentrum mit 225 Euro stolz ist. Die Nutzung des Shuttle-Busses ist inbegriffen. »Die Trainingssachen werden im Hotel gewaschen und liegen wenige Stunden später bereits wieder im Hotelzimmer.« ­Bedingungen wie bei den Profis.

Familiär

»In einem türkischen Verein geht es sehr familiär zu. Am Dienstag haben wir den 26. Geburtstag von Aykut Erünsal gefeiert. Das Licht wurde ausgemacht. Es gab eine Torte mit 26 Kerzen«, musste selbst ein gestandener Mann wie Dölitzsch, der den TSC seit Sommer trainiert und mit dem Team bis zum achten Spieltag nicht einen einzigen Punkt auf dem Konto hatte, mit den Tränen kämpfen. »In eine türkische Mannschaft steckst Du in einem Jahr so viel Energie wie in ein deutsches Team in drei Jahren«, vergleicht Norbert Dölitzsch. Der TSC-Vorstand unterstütze ihn vorbildlich.

An diesem Karnevalssonntag kehren sie zurück. Der TSC Steinheim ist im Abstiegskampf noch enger zusammengerückt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6434679?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F4850266%2F
Tönnies bereitet Neustart vor
Leere Lkw-Anhänger stehen auf dem Betriebsgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Das Fleischwerk ist nach dem Corona-Ausbruch seit dem 20. Juni geschlossen. Die Wiederaufnahme der Produktion könnte womöglich in der kommenden Woche schrittweise erfolgen. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker