Badminton: Steinheimer löst Ticket für die WM in Indien Wieneke ist Deutscher Meister

Kreis Höxter (WB). Helmut Wieneke ist Deutscher Badminton-Meister im Herren-Doppel O50. Der Vorsitzende des BC 64 Steinheim hat sich den Titel an der Seite des Dortmunders Björn Janson jetzt in Solingen gesichert und sich damit für die Weltmeisterschaften im September in Indien qualifiziert.

Von Sylvia Rasche
Der Steinheimer Helmut Wieneke (links) und sein Dortmunder Doppelpartner Björn Janson sind Deutsche Meister im Herren-Doppel O50 und haben sich für die WM qualifiziert.
Der Steinheimer Helmut Wieneke (links) und sein Dortmunder Doppelpartner Björn Janson sind Deutsche Meister im Herren-Doppel O50 und haben sich für die WM qualifiziert.

Erstmals geht damit ein Deutscher Meistertitel im Badminton in den Kreis Höxter. Helmut Wieneke und Björn Janson hatten sich zuvor bereits die Goldmedaille bei den Westdeutschen Meisterschaften erspielt und waren bei den »Deutschen« in Solingen nun an Position eins gesetzt. »Trotzdem hatten wir schon früh im Turnier sehr starke Gegner. Bei Temperaturen über 30 Grad in der Klingenhalle gingen alle Spieler bis an ihre Grenzen«, beschreibt Wieneke.

Schon in der zweiten Runde mussten der Steinheimer und sein Dortmunder Partner gegen den Deutschen Einzelmeister Ü50 Uwe Pawellek und Rene Frank, gegen den Wieneke im Einzel am Vortag ausgeschieden war, ran. »Trotz den Zweisatz-Sieges war es ein sehr schweres Spiel, das wir im zweiten Satz mit 22:20 auf der ›schlechteren‹ Seite gerade so für uns entscheiden konnten«, berichtet der Steinheimer. Im Halbfinale verlor das Duo den ersten Satz knapp, ging dann aber schnell 8:1 in Führung und brachte den Vorsprung ins Ziel. Auch im dritten Satz hielten Wieneke/Janson das Tempo hoch und zogen mit 21:12 ins Endspiel ein.

Hier verlief die Partie gegen eine Paarung aus Süddeutschland zunächst ausgeglichen, bevor Helmut Wieneke und Björn Janson das Spiel Stück für Stück immer mehr beherrschten und sich schließlich den Titel nicht mehr nehmen ließen. Nach dem verwandelten Matchball war der Jubel groß. Die Anspannung des anstrengenden Turniers bei hohen Temperaturen fiel vom Steinheimer ab. »Einmal Deutscher Meister zu werden, war immer mein Traum«, freut sich der ehemalige Regionalligaakteur Helmut Wieneke. Er dürfte nun im September sogar bei der Weltmeisterschaft in Indien für Deutschland an den Start gehen. »Darauf muss ich allerdings aus beruflichen Gründen verzichten«, bedauert der Vereinsboss des BC 64.

Er war in Solingen am ersten Turniertag übrigens auch im Einzel als amtierender Westdeutscher Meister an den Start gegangen, hatte dort aber gleich in seinem ersten Match gegen einen früheren Doppelpartner verloren. »Ich bin nicht richtig ins Spiel gekommen. Es war eine verdiente Niederlage. Im Nachhinein habe ich Kraft für das Doppel gespart«, fasst Helmut Wieneke zusammen.

Ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften in Solingen hatten sich aus dem Kreis Höxter Stefanie Menne (TuS Bad Driburg) und Christa Tschauder (DJK Adler Brakel) qualifiziert.

Die Westdeutschen Vizemeisterinnen Stefanie Menne und ihre Hövelhofer Partnerin Karin Schiermeier, die vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft in Schweden dabei waren, hatten im Damen-Doppel O40 allerdings Lospech. »Wieder einmal durften wir im Viertelfinale gegen Claudia Vogelgsang antreten«, nimmt es Stefanie Menne mit Humor. Die Süddeutsche ist mehrfache Deutsche Meisterin und wurde 2013 sogar Weltmeisterin der O35-Klasse. Nach einem Auftaktsieg in Runde eins waren Vogelgsang/Galla im Viertelfinale die Endstation. »Allerdings haben wir wirklich gut mitgespielt und mehr Punkte als erwartet bekommen«, kommentiert die Driburgerin die 12:21/14:21-Niederlage. Mehr Punkte haben die Favoriten im weiteren Turnierverlauf auf dem Weg zum Titel in keiner Partie abgegeben.

Die Brakelerin Christa Tschauder trat in Solingen als einzige heimische Spielerin in allen drei Disziplinen an. Im Einzel O60 musste die Dritte der Westdeutschen Meisterschaften gleich in der ersten Runde gegen die spätere Deutsche Vizemeisterin ran und unterlag in zwei Sätzen. Im Doppel und Mixed spielte sie mit jüngeren Partnern in der O55-Klasse und schrammte dabei vor allem im Mixed nur hauchdünn in drei Sätzen am Einzug in die zweite Runde vorbei.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.