Landesliga: Verdienter 2:0-Sieg beim SC Verl II
FC Nieheim kniet sich mächtig rein

Verl/Nieheim   (WB). Der Aufsteiger setzt seinen Lauf in der Landesliga fort: 2:0 siegt der FC Nieheim beim Favoriten SC Verl II, zieht vorbei an die Spvg Brakel und klettert damit auf den fünften Platz.

Montag, 09.12.2019, 04:30 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 05:00 Uhr
Kämpferisch und einsatzfreudig: FCN-Kapitän Hendrik Müller (links) hängt sich hier gegen den Verler Kubilay Arayan rein. Der FC Nieheim verdient sich in jeder Hinsicht Bestnoten und siegt mit 2:0-Toren. Foto: Jürgen Drüke

„Es war ein verdienter Erfolg. Die Mannschaft hat das in jeder Hinsicht gut gemacht und sich Bestnoten verdient“, lobte FCN-Coach Ufuk Basdas. Die Gelb-Roten aus dem Kreis Höxter ergriffen von Beginn an die Initiative. Die Verler waren beeindruckt und sahen sich in der Anfangsphase in der reagierenden Rolle. Nieheim diktierte das Tempo. Nieheim kombinierte und spielte. Nieheim besaß die Chancen. „Das einzige Manko war, dass wir die Chancen zunächst nicht genutzt haben“, berichtete Basdas. Nach 20 Minuten fanden die Verler Zugriff. Die FCN-Defensive stand kompakt und ermöglichte dem Tabellenvierten so gut wie keine Schlupflöcher. Es war eine Phase, in der sich die Geschehnisse ausgeglichen gestalteten. Die Gäste waren griffig und setzten in der SCV-Druckphase auf den Nadelstich. In der 42. Minute jubelten die mitgereisten Fans der Weberstädter: Routinier Roland Sitnikov hatte sich auf der Außenbahn durchgesetzt. Youngster Pascal Otte brauchte nur noch den Fuß hinhalten und drückte den Ball über die Torlinie – 0:1. „Das war eine super Aktion. Kompliment an den Vorlagengeber und an den Torschützen“, stellte Basdas heraus. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt hatten die Nieheimer die Weichen an der Verler Poststraße auf Auswärtssieg gestellt. Die Halbzeitführung war hochverdient.

Konzentriert und kompakt

Den zweiten Durchgang begannen die Gäste konzentriert, konterstark und kompakt. Die Verler fanden kein probates Mittel. Nach Eckbällen von Philippe Soethe zeigten sich die FCN-Protagonisten immer wieder gefährlich. Philpippe Soethe und Manuel Trost besaßen sehr gute Gelegenheiten, zeigten sich allerdings nicht kaltschnäuzig genug. „Wir hätten längst 2:0 oder sogar 3:0 führen müssen. So blieb es eine Zitterpartie“, blickte der FCN-Coach auf die Partie zurück. Von der Regionalligareserve kam weiterhin nichts. Keine Gefahr im Verzug.

In der 69. Minute belohnte sich der FCN an diesem verregneten zweiten Advent endlich: Nach Eckballvorlage von Philippe Soethe verlängerte Manuel Trost den Ball mit dem Kopf. Torjäger Tobias Puhl stand goldrichtig und schob ganz cool zum 2:0 ein. Standards sind beim Aufsteiger fast immer gefährlich. „Im Training üben wir das immer und immer wieder. Die Spieler sind gierig, Eckbälle und Freistöße in Treffer zu verwandeln“, weiß Basdas um den Ehrgeiz seiner Schützlinge.

Es geht aufwärts

Taktisch, spielerisch und kämpferisch hat der FC Nieheim wieder einmal überzeugt. Die Leistungskurze zeigt stetig nach oben. „Die gesamte Mannschaft hat sich den Dreier verdient“, betonte der FCN-Coach, der am 1. Juli dieses Jahres die Nachfolge von Raffaele Wiebusch angetreten hatte. Der FC Nieheim ist die positive Überraschung in der Landesliga und hat in den vergangenen sechs Spielen vier Siege und zwei Remis geholt.

FC Nieheim: Pisarenko – Müller, Aydincan, Sitnikov, Otte (87. Günther), Soethe. Kros (79. A. Cesa), Domingues, Trost, Puhl (90. Scherf), Yanik (80. V. Cesa)

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

Es war ein totaler Blackout: Der FC Nieheim unterlag am Sonntag, 13. Oktober, mit 0:9-Toren bei der SpVg Beckum. Der Tiefpunkt schlechthin.

Seitdem allerdings sorgen die Gelb-Roten fast nur noch für Höhepunkte. Die Mannschaft präsentiert sich als eine Einheit und wartet seit diesem schwarzen Sonntag mit einer Serie auf – vier Siege und zwei Unentschieden lassen die LandesligaKonkurrenz aufhorchen.

Der FCN hat aus einem Debakel gelernt Kämpferisch, spielerisch und taktisch präsentiert sich der Neuling bärenstark. 26 Punkte und 39:34-Tore aus den bisherigen 16 Spielen. Die Weberstädter sind Fünfter. Im neuen Jahr wollen sie nachlegen.

Die Spvg Brakel hingegen sackt ab. Jeweils fünf Gegentore in den vergangenen zwei Spielen sorgen nicht nur bei Trainer Haydar Özdemir für Besorgnis. Brakel ist nur noch Sechster und braucht die Winterpause. Nieheim würde gerne weiterspielen.

 

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