FC Nieheim hat in der Bezirksliga nach personellem Umbruch nur Rang eins im Sinn »Wenn nicht jetzt, wann dann?«

Nieheim (WB). Das ist eine klare Vorgabe: Der FC Nieheim will am Ende Erster sein. Platz eins in der Bezirksliga und Aufstieg in die Landesliga. Das ist das Ziel. Dabei treten die Gelb-Roten mit runderneuertem Team an.

Von Timo Schultz
Der personell stark veränderte FC Nieheim strebt den ersten Platz an. Trainer, Betreuer und Spieler (hinten von links): Raffaele Wiebusch, Giovanni Ovenhausen-Martinez, Ufuk Basdas, Roland Sitnikov, Julian Herbst, Arnold Minich, Sefkan Kaynak, Kenny Mulansky, Dirk Weskamp sowie (vorne von links) Christopher Scherf, Burak Gözlü, Vincenzo Cesa, Kevin Nagel, Patrick Grizwotz, Marcel Kickert, Sami Tuncel, Julian Igrek und Fahri Isik
Der personell stark veränderte FC Nieheim strebt den ersten Platz an. Trainer, Betreuer und Spieler (hinten von links): Raffaele Wiebusch, Giovanni Ovenhausen-Martinez, Ufuk Basdas, Roland Sitnikov, Julian Herbst, Arnold Minich, Sefkan Kaynak, Kenny Mulansky, Dirk Weskamp sowie (vorne von links) Christopher Scherf, Burak Gözlü, Vincenzo Cesa, Kevin Nagel, Patrick Grizwotz, Marcel Kickert, Sami Tuncel, Julian Igrek und Fahri Isik Foto: Felix Senftleben

Das Verhältnis zwischen Zu- und Abgängen ist mit zehn Neuen und neun Abgewanderten fast ausgeglichen. Die Fokussierung auf das höchste Ziel sorgt für eine Aufbruchstimmung. Der FCN kommt neu und unmissverständlich daher: Der inzwischen über zwei Jahrzehnte andauernde Traum von der Landesliga soll endlich wahr werden. Alfred Ruberg, seit 1974 Vorsitzender des Traditionsvereins, gönnt sich ein fast neues Team und insbesondere Charaktere, die zu seinem Verein passen. »Wir mussten uns verändern – sportlich und menschlich«, ist der Boss nach der Justierung vom neuen Team überzeugt.

Spielertrainer Raffaele Wiebusch bestärkt den ersten Vorsitzenden in seiner Meinung: »Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial. Wir starten deshalb mit dem Ziel des Aufstiegs in die neue Saison.«

Offensive ausgetauscht

Der Hafen der Nieheimer heißt Landesliga. Ein absolut geradliniger und sicherer Kurs soll gefahren werden. Der FCN geht in die Offensive und hat dafür fast die gesamte Offensive ausgewechselt. Mit Sefkan Kaynak vom Delbrücker SC sowie Patrick Grziwotz vom BV Bad Lippspringe haben sich die Verantwortlichen zwei Stürmer an Land gezogen, die bereits in höheren Ligen gespielt und hier ihr Können unter Beweis gestellt haben. »Beide sind klasse. Sie werden uns mit Sicherheit weiterhelfen«, ist Wiebusch überzeugt.

Drei Talente geangelt

Nicht nur nach vorne haben sie sich verändert und verbessert, auch in die Defensive ist investiert worden: Die Transfers von Kenny Mulansky, Julyano Igrek und Julian Herbst garantieren Qualität. Mit Kevin Nagel, Giovanni Ovenhausen-Martinez (beide 18) und Jonathan Kros (19) haben sie im Gegensatz zu den Gepflogenheiten der vergangenen Jahre drei Talente umworben und gewonnen. »Es ist uns eine besondere Freude, dass wir die Youngster in unseren Reihen haben. Sie sind fußballerisch bereits sehr weit«, betont Wiebusch.

Nun müssen sie ganz schnell eine Einheit werden. Beim 2:0-Sieg nach Verlängerung im Kreispokalspiel beim SV Bredenborn hatte die Mannschaft massive Probleme und sicherte sich erst in den letzten Minuten der Verlängerung das Weiterkommen.

Wiebusch lässt sich nicht beirren

Der 36-jährige Wiebusch lässt sich davon nicht beirren: »Wir arbeiten gut und hart. Das wird sich nun schnell und auf Dauer auswirken.« Ein Testspiel gegen den A-Ligisten SG Haaren-Helmern hatte der FCN vor dem Pokalspiel 4:2 gewonnen. Neuzugang Sefkan Kaynak wartete dabei mit einem Doppelpack auf. Gegen Landesligist Viktoria Rietberg stand eine 2:3-Niederlage.

Torhüter Marcel Kickert sowie die erfahrenen Spieler Ufuk Basdas und Neuzugang Kenny Mulansky sind die Leitwölfe und geben ihre Erfahrung an die Youngster weiter. Die Ausrichtung steht beim FCN: »Wir wollen offensiven Fußball spielen. Wir verfügen über schnelle und torhungrige Spieler«, betont Wiebusch, der sich hervorragend mit dem Nieheimer Urgestein und Co-Trainer Dirk Weskamp ergänzt.

Der SV Heide-Paderborn und der Hövelhofer SV seien die Konkurrenten im Meister- und Aufstiegskampf der Bezirksliga, Staffel drei. Platz eins – und nur der erste Platz zählen. »Wenn nicht jetzt, wann dann?«, fragt Raffaele Wiebusch und setzt auf den großen Coup. Nicht nur Alfred Ruberg würde sich darüber freuen.

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