Fußball: SG Kollerbeck/Rischenau möchte aber in der Meisterrunde mitmischen
Niemann bremst Erwartungen

Kollerbeck/Rischenau (WB). Das Thema Aufstieg spielt bei der SG Kollerbeck/Rischenau noch keine Rolle. Die Spielgemeinschaft darf nach einem gemeinsamen Jahr in der Höxteraner Kreisliga A noch nicht den Weg in die Bezirksliga anpeilen. Nach Platz vier in der abgebrochenen Corona-Spielzeit gibt Trainer Andreas Niemann wieder ein ambitioniertes Ziel vor.

Mittwoch, 05.08.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 05:02 Uhr
Die SG Kollerbeck/Rischenau möchte die starke Vorsaison bestätigen. Das Team zeigt hinten von links: Manuel Kohl, Nico Ritter, Jannik Müller, Adrian Dobrott, Justin Alsleben und Pascal Seck; Mitte von links: Trainer Andreas Niemann, Klaus Halili, Tim Ewers, Noah Ahlemeyer, Edgar Klassen, Joel Droßmann, Christopher Meier, David Alsleben und Torwart-Trainer Josef Wittrock sowie vorne von links Dominik Abitz, André Dierkes, Felix Bueker, Max Wiesemann und Marc Wittrock. Foto: Rene Wenzel

„Wir wollen unseren vierten Platz mit der jungen Mannschaft bestätigen. Erst einmal möchten wir aber unter die ersten vier Teams kommen und dann an der Meisterrunde teilnehmen“, sagt Niemann. Die Chancen dafür stehen gut. Mit dem TuS Bad Driburg ist nur eine Mannschaft in der Runde der SG, die in der vorherigen Serie vor dem Klub stand.

„Driburg ist der Top-Favorit auf den Aufstieg. Der TuS war schon im letzten Jahr mindestens gleichwertig mit dem SV Höxter. Das ist ein eingespieltes Team, das sich noch einmal mordsmäßig verstärkt hat“, so der SG-Trainer. Anderen Mannschaften schiebt Niemann nicht die Favoritenrolle zu. Er sieht eine ähnliche Verteilung wie vor dem Corona-Abbruch.

Im ersten halben gemeinsamen Jahr überraschte Kollerbeck/Rischenau gleich mit einer starken Gemeinschaft, gutem Zusammenspiel und überzeugenden Ergebnissen. Ein 3:1-Sieg in Bad Driburg und ein 2:2-Remis gegen den späteren Aufsteiger SV Höxter zählten zu den Top-Resultaten. Viele Trainer aus der Liga sehen die SG in der kommenden Serie gleich hinter Driburg auf Position zwei. Niemann bremst diese Erwartungshaltungen etwas.

„Was uns große Probleme bereiten könnte, ist das Kürzertreten von Torben Rheker, Michael Meyer, Stefan Biastoch und Tore Schäfer. Das sind alte Hasen, die in extrem wichtigen Bereichen gespielt haben“, sagt der 46-jährige Coach, der zudem vorerst nicht permanent auf Marc Neumann und Lukas Meyer zurückgreifen kann – beide befinden sich privat in einer Bauphase. „Unsere Truppe wurde deutlich verjüngt“, so Niemann.

Mit Adrian Dobrott, André Dierkes (beide SV Brenkhausen/Bosseborn) sowie Manuel Kohl (FC Nieheim II) gibt es drei externe Neuzugänge. Zudem rücken Joel Droßmann, Marc Wittrock und Christopher Meier aus dem eigenen Nachwuchs in die Erste.

„Bei Manuel müssen wir abwarten, wie er hier zurechtfindet und Fuß fasst. Bei André bin ich schon vor zwei, drei Jahren aktiv geworden – schön, dass es jetzt geklappt hat. Adrian kenne ich noch aus der Zeit als Jugendtrainer beim SV Höxter. Der Kontakt ist nie abgerissen“, so Niemann.

Der 46-Jährige geht in seine dritte Saison beim A-Ligisten. Nach zwei Jahren mit dem SV Kollerbeck leitete er die sportliche Veränderung mit dem TSV Rischenau ein. „Das harmoniert und klappt hervorragend. Die Spieler und Vorstände verstehen sich super. Alle wollen gemeinsamen Erfolg“, sagt er. Ein Aufstieg wäre für den Klub erst in naher Zukunft möglich. Voraussetzung für den Weg in die Bezirksliga ist laut Regeln des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), dass eine Spielgemeinschaft bereits seit drei Jahren besteht und am Spielbetrieb teilgenommen hat. Der Weg bis dahin würde somit noch etwas dauern. Jetzt liegt erst einmal der Fokus auf der neuen Saison. „Wir hoffen, dass es wie geplant losgehen kann und nicht alles wieder stillgelegt wird. Wir sind alle sehr hungrig.“

Der Kader der SG Kollerbeck/Rischenau

Abgänge (auf Abruf): Torben Rheker, Michael Meyer, Stefan Biastoch, Jan Dyballa, Tore Schäfer. Zugänge: Adrian Dobrott, André Dierkes (beide SV Brenkhausen/Bosseborn), Manuel Kohl (FC Nieheim II), Joel Droßmann, Marc Wittrock, Christopher Meier (alle eigene Jugend).

Tor: Jens Eppler, Jens Schölzel. Abwehr: Dominik Abitz, Edgar Klassen, Tim Ewers, Joel Droßmann, Christopher Meier, Jannik Müller, Manuel Kohl, Pascal Seck. Mittelfeld: David Alsleben, Raphael Föst, Marc Neumann, Alexander Kombeiz, Marc Wittrock, Andre Dierkes. Angriff: Max Wiesemann, Justin Alsleben, Lukas Meyer, Noah Ahlemeyer, Adrian Dobrott, Niko Ritter.

Trainer: Andreas Niemann (seit August 2017)

Favorit: TuS Bad Driburg

Ziel: Spieler weiterentwickeln und gute letzte Saison bestätigen

 

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