Fußball in der Nachbarschaft: Holzmindens Sportkreisvorsitzender August Borchers sieht gute Chancen.
„Wollen die Saison unbedingt sportlich zu Ende bringen“

Kreis Höxter/Holzminden. -

„Wir wollen die Saison unbedingt sportlich zu Ende bringen“, sagt August Borchers, Vorsitzender des niedersächsischen Fußballkreises Holzminden. Der 65-Jährige ist stark mit der Corona-Krise beschäftigt. Eine Videokonferenz jagt die nächste. Im Interview mit unserem Mitarbeiter Rene Wenzel gibt er einen Einblick in die aktuellen Planungen des benachbarten Sportkreises.

Mittwoch, 03.02.2021, 03:03 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 03:10 Uhr
August Borchers ist seit 2007 Vorsitzender des Fußballkreises Holzminden. Foto: Wenzel

Herr Borchers, wie gehen Sie als Kreisvorsitzender mit der Corona-Pandemie um?

Borchers: „Es ist alles sehr bedauerlich. Mein Telefon klingelt inzwischen aber nicht mehr so häufig. Wir können ja im Moment auch nichts machen. Klar ist, dass wir die Saison unbedingt sportlich zu Ende bringen wollen. Und ich denke, die Chance dafür ist gegeben. Wir in Niedersachsen hätten die Option, die Spielzeit vom eigentlich Endtermin, dem 30. Juni, bis zum 21. Juli zu verlängern.

Sie haben mit den anderen Verantwortlichen bewusst auf kleine Ligen gesetzt. Spielt das eine entscheidende Rolle bei der Saisonfortsetzung?

Borchers: „Natürlich. In der Kreisliga Holzminden spielen nur zwölf Mannschaften. Es haben alle Teams schon sieben oder acht von insgesamt 22 Spielen absolviert. Daher fehlen nicht mehr ganz so viele Spiele und der späteste Termin der Wiederaufnahme wäre Ende April, Anfang Mai. Da es bei uns wahrscheinlich auch keinen Kreispokal in dieser Saison geben wird, könnten wir das Programm noch gut durchziehen.“

In der Bezirksliga sehen die Planungen etwas anders aus. Worauf müssen sich die Holzmindener Teams TSV Lenne, TuSpo Grünenplan und FC Stadtoldendorf wahrscheinlich einstellen?

Borchers: „Es kann passieren, dass in den Bezirksligen mit der Quotienten-Regelung der Einzug in die geplante Auf- und Abstiegsrunde ermittelt wird.“

Spielt eine komplette Annullierung der Saison überhaupt eine Rolle?

Borchers: „Nein, eine Annullierung kommt nicht infrage. Wenn es zum Abbruch kommen sollte, läuft es wie im vergangenen Jahr – dann werden die Auf- und Absteiger mit Hilfe der Quotienten-Regelung ermittelt. Und das auch, wenn nicht 50 Prozent erreicht werden sollten. Ich denke aber schon, dass wir es sportlich lösen können. Aktuell sehen wir es nicht so dramatisch, da wir hier im Kreis sonst auch erst immer im März angefangen haben.

Ihre Hoffnungen auf einen Re-Start klingen groß. Woher kommt der Optimismus?

Borchers: „Es gibt ein aktuelles Strategiepapier der Landesregierung Niedersachsen. Das ist in sechs Stufen eingeteilt. Wenn der Inzidenzwert eine Woche lang bei unter 100 liegt, könnten beispielsweise die Sportstätten für Individualsport geöffnet werden. Bei unter 50 können wir wieder über Fußball nachdenken. Am gestrigen Dienstag lag der Wert im Kreis Holzminden bei 56,08. Es wäre schön, wenn wir ihn wieder senken können.

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