Sieben-Kontinente-Sportserie: Athleten des Kreises Höxter in der Gesamtwertung weit vorne
„Die Serie motiviert“

Kreis Höxter -

Frauen-Power in der Sieben-Kontinente-Sportserie. Gleich zwei Läuferinnen aus dem Kreis Höxter haben es in der Gesamtwertung 2020 des 7CRuns in die Top-Fünf der Läufer, der Disziplin mit den meisten Teilnehmern, geschafft.

Dienstag, 19.01.2021, 06:37 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 06:40 Uhr
Die Sieben-Kontinente-Sportserie hat seit Juni auch die Athleten im Kreis Höxter bewegt Besonders erfolgreich unterwegs waren die beiden Läuferinnen Manu Lange aus Natingen (großes Bild Mitte rechts) und Claudia Reinold aus Hembsen (großes Bild Mitte links). Beide sind mehr als 1000 Kilometer gelaufen und liegen damit in den Top-Fünf der Gesamtwertung. Foto: Sylvia Rasche

 

Manu Lange aus Natingen hat sich mit 1126 Kilometern den vierten Platz der insgesamt 2304 Athleten aller sieben Kontinente gesichert. Claudia Reinold aus Hembsen folgt mit 1104 Kilometern auf dem fünften Platz.

„Ich war sehr überrascht, das hatte ich gar nicht erwartet“, freut sich Lange beim ersten Blick auf die Gesamtwertung. „Ich wusste natürlich, wie viele Kilometer ich gelaufen war, hatte aber nicht verfolgt, wie die anderen unterwegs waren“, sagt die 55-Jährige und betont: „Mich hat die Serie motiviert. So viel wie dieses Jahr bin ich noch nie gelaufen.“ Insgesamt war sie sogar mehr als 3600 Kilometer unterwegs.

Die Gesamtwertung umfasst die Leistungen aller sieben Kontinente mit je neun Tagen Dauer. Von Afrika im Juni bis zur Antarktis Ende Dezember ging es in sieben Monaten virtuell um den Erdball.

Fast noch größer ist die Überraschung bei Claudia Reinold, die erst von dieser Zeitung von ihrer Top-Platzierung in der Gesamtwertung erfährt. „Ich war zwischen Weihnachten und Neujahr krank, konnte daher den letzten Kontinent gar nicht mehr mitmachen“, berichtet die Übungsleiterin des TuS Hembsen. „Dass ich trotzdem so weit vorne stehe, ist umso schöner. Dann haben sich die Kilometer morgens vor der Arbeit ja gelohnt...“ Insgesamt haben nur neun der mehr als 2400 Läufer überhaupt eine vierstellige Kilometerzahl erreicht, darunter die beiden Ausdauerläuferinnen des Kreises Höxter.

Gelohnt haben sich übrigens auch die eigens ausgetüftelten „jecken“ Strecken des Steinheimer Man-teou-Renners Karl-Josef Düwel. Der Karnevalsfreund bringt es für die sieben Kontinente genau auf 888,22 Kilometer. Platz 17 in der Gesamtwertung und Platz zwei der Altersklasse M55 springen damit für ihn heraus.

Gleich doppelt unter die Top-10 der Gesamtwertung hat es die Bredenbornerin Dagmar Müller-Kleibrink geschafft. Die Bezirksligafußballerin des SV Kollerbeck ist Gesamtfünfte im Inlineskaten mit 358 Kilometern und Gesamtachte im Schwimmen mit 23 Kilometern. „Die Serie motiviert. Ich habe ein paar Einheiten mehr gemacht als normal und war auch länger unterwegs. So weit vorne habe ich mich allerdings nicht erwartet“, sagt die Bredenbornerin. „Leider waren in den letzten beiden Serien die Bäder geschlossen, sonst wäre ich gerne noch mehr geschwommen.“ Im Inlineskaten ist Ehemann Tobias Kleibrink übrigens ebenfalls vorn dabei, er belegt Platz neun der Gesamtwertung, obwohl er nur in der Europa-Serie verstärkt Inliner gefahren ist. Ansonsten hat er sich unter die Läufer gemischt.

Die Trailrunner sind erst mit der fünften Serie (Australien) als neue Sportart in den 7CRun aufgenommen worden. Hier geht es nicht nur um die gelaufene Strecke, sondern auch um Höhenmeter und Zeit. Der Wrexener Daniel Steinbach, der auch zu den Botschaftern der Serie gehört, liegt in der Gesamtwertung mit großem Abstand vorne. 654 Kilometer mit mehr als 10000 Höhenmetern hat der ehemalige Fußballer abgespult. Dazu kommen noch 775 Kilometer und Platz eins der Altersklasse M30 aus den Kontinente-Serien, in denen das Trailrunning noch nicht Teil der Challenge war. „Ich laufe schon immer lieber im Wald als auf der Straße und bin auch die ersten Kilometer überwiegend im Wald unterwegs gewesen. Da schaltet man schneller ab und bekommt den Kopf frei. Das ist viel entspannter als auf der Straße“, berichtet Steinbach, der allein in der Antarktis-Serie 251 Kilometer auf den Trails unterwegs war.

In der Gesamtwertung folgt Jan Braun, Cheforganisator der Serie, auf Platz zwei vor dem Daseburger Andreas Redeker und dem Warburger Markus Thonemann.

Bei den Radfahrern sind ebenfalls drei heimische Sportler in den Top-Ten vertreten. Mit 3978 Kilometern liegt die Borgentreicherin Sylvia Rasche auf Platz eins von 940 Aktiven. Platz vier holt sich der Natinger André Winzig mit 2199 Kilometern. Mit 1972 Kilometern folgt der Everser Tim Fröhlich, der seine ganze Familie motiviert hat, auf Platz sechs. Zum „Team Fröhlich“ gehören neben dem 22-Jährigen auch Mutter Silke, Vater Wolfgang und Schwester Jasmin. Alle traten während der Kontinent-Serien kräftig in die Pedale.

Mountainbiker Wulf Schirbel vom Warburger SV hat es mit 185 Kilometern bei den Bergfahrern auf Platz vier von insgesamt 40 Teilnehmern geschafft. Wie die Trailrunner sind auch die Mountainbiker erst in der Australien-Challenge dazu gekommen.

Einen starken vierten Platz in der Gesamtwertung der Wanderer belegt die Höxteranerin Antje Knauer mit 722 Kilometern. Mit mehr als 700 Teilnehmern sind die Wanderer nach den Läufern und Radfahrern die drittstärkste Gruppe im Feld.

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