Leichtathletik: Hochstift-Cup hat umfangreiches Hygienekonzept entwickelt
„Virtuelle Läufe als Ergänzung“

Kreis Höxter -

Ausgerechnet die 13. Auflage des Hochstift-Cups ist in diesem Jahr dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Jetzt haben die Verantwortlichen ein umfangreiches Konzept erarbeitet und hoffen, dass die beliebte Serie im kommenden Jahr über die Bühne gehen kann.

Montag, 30.11.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 21:08 Uhr
So wird es 2021 wohl nicht werden: Die Verantwortlichen haben den Hochstift-Cup aber mit einem umfangreichen Hygienekonzept geplant. Foto: Sylvia Rasche

In einer Videokonferenz haben sich Vorstandsmitglieder und Vertreter der ausrichtenden Vereine auf eine Doppellösung aus virtuellen und realen Lauf ausgesprochen. „Jeweils in der Woche oder in den Tagen vor dem eigentlichen Lauf haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die meisten Strecken privat zu absolvieren und ihre Zeiten dann im Internet hochzuladen“, berichtet Hochstift-Cup-Vorstandsmitglied Alexander Selter. Zum einen soll so mehr Menschen die Möglichkeit gegeben werden, an den Läufen teilzunehmen. „Wir gehen davon aus, dass es Teilnehmerbeschränkungen geben wird“, so der Warburger. Außerdem wolle man auch den Läufern einen Start ermöglichen, die trotz der Erlaubnis der Politik vielleicht noch nicht an größeren Veranstaltungen teilnehmen möchten. „Mit den virtuellen Läufen müssen auch sie nicht auf den Cup verzichten“, erklärt Alexander Selter.

Alle Läufe sind zunächst terminiert. Ob und wie sie dann stattfinden werden, müsse die Zukunft zeigen. Weit nach vorne zu schauen, sei derzeit nicht möglich, waren sich die Teilnehmer der Videokonferenz einig. Bei den Gesundheitsämtern der Kreise Höxter und Paderborn haben die Verantwortlichen jeweils das Grundhygienekonzept eingereicht, das die einzelnen Veranstalter dann „nur noch“ auf ihre konkreten Situationen vor Ort ummünzen müssen.

Erster Lauf ist traditionell der Jahreswechsellauf der Non-Stop-Ultra Brakel. Der ist 2021 ungewöhnlich spät terminiert, soll erst am 23. Januar gestartet werden. „Das hat aber nichts mit der Corona-Situation zu tun. Wir hatten im Vorjahr mit einem Termin deutlich nach den Weihnachtsferien einen Teilnehmerrekord und haben fest gestellt, dass ein späterer Termin bei den Athleten besser ankommt“, berichtet Klaus Menne, Vorsitzender der Non-Stop-Ultra.

Ob der Lauf, der 2020 übrigens als einziger Wettkampf des Hochstift-Cups noch vor der Corona-Zeit über die Bühne ging, allerdings wirklich gestartet wird, steht noch in den Sternen. „Wir beraten im Vorstand derzeit, ob wir den Lauf noch weiter nach hinten verschieben und diskutieren verschiedene Varianten“, berichtet Menne.

Sollte ein Lauf der Serie nicht real stattfinden, werde es auch keine virtuelle Varianten dieser Etappe geben, informiert Alexander Selter. Darüber war man sich in der Videokonferenz einig. „Eine reine virtuelle Serie wollen wir nicht. Als Ergänzung ist das in Ordnung, nicht als Ersatz“, so der Warburger.

Sein Verein, der Warburger SV, wäre im März mit dem Diemellauf, einem der größten Läufe der Serie, an der Reihe. „Wir hatten zuletzt mehr als 800 Teilnehmer. Das wird im März sicher schwierig“, blickt Selter voraus.

Ein wichtiger Bestandteil des Hochstift-Cup-Konzeptes sind auseinandergezogene Läufe und Wellenstarts. „Es werden zeitversetzt kleinere Gruppen auf die Strecke geschickt“, erklärt Alexander Selter. Dazu gibt es eine Maskenpflicht, Einbahnstraßen auf dem Veranstaltungsgelände, keine Siegerehrungen nach den Läufen und auch keine große Abschlussveranstaltung der Serie.

Der TuS Hembsen und der TuS Ovenhausen denken zudem darüber nach, je einen weiteren Tag anzubieten, um ihre Läufe zu entzerren. „Unser Herbstwaldlauf ist am Sonntag. Wir würden am Samstag zuvor einen Orgalauf anbieten“, erklärt Stefan Risse, Vorsitzender des TuS Ovenhausen, der die drei Strecken seines Laufes ungern eine ganze Woche für die virtuelle Variante zur Verfügung stellen, sondern das Angebot auf wenige Tage begrenzen möchte.

Wie lange die einzelnen Veranstalter die virtuelle Variante, für die die Orginalstrecke ausgeschildert sein muss, anbieten, ist noch nicht in allen Einzelheiten klar. Nach Möglichkeit soll die 13. Auflage des Hochstiftcup aber 2021 stattfinden - im Zweifel auch in einer abgespeckten Form.

Die geplanten Termine

23. Januar Jahreswechsellauf, Non-Stop-Ultra Brakel

20. März Sälzerlauf, VfB Salzkotten

27. März Diemellauf, Warburger SV

10. April Leiberger Volkslauf

8. Mai Happe Run ´n´Roll, SSV Delbrück

14. MaiResidenzabendlauf, TSV Schloß Neuhaus

23. MaiPfingstläufe, SV Kollerbeck

28. Mai Abendlauf, SV Bentfeld

2. JuniBonuslauf Rund um Dahl, SV Grün-Weiß Dahl

6. Juni Amelunxer Volkslauf TuS Amelunxen

12. JuniMarienloher Volkslauf, SV Marienloh

19. JuniInt. Egge-Lauf, BC Meerhof

16. JuliDrei-Dörfer-Lauf, TuS Hembsen

23. Juli Fun-Lauf TSV Wewer (ohne Cup-Wertung)

8. AugustBrunnenlauf, TV Jahn Bad Driburg

15. AugustAabach-Talsperre Wöhler-Lauf, TuS Bad Wünnenberg

20. August Bürener Volkslauf, SV Büren

5. September Altenaulauf, SC Borchen

10. SeptemberAbendlauf, SuS Westenholz

17. September Delbrücker Katharinenlauf, SV Bentfeld

25. September Wildschütz-Klostermannlauf, VfL Lichtenau

3. Oktober Herbstlauf, TuS Ovenhausen

10. OktoberBonuslauf Brückenlauf, HTSV Leiberg.

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