Cengiz Altintas ist seit zwölf Jahren fester Bestandteil der Ersten des TSC Steinheim
„Wir wollen länger mithalten“

Steinheim (WB). Cengiz Altintas lebt nicht nur in Steinheim, er spielt auch dort seit mehr als 20 Jahren Fußball. Erst beim SV Steinheim, dann seit seinem 18. Lebensjahr beim TSC. Inzwischen ist er seit zwölf Jahren ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Seine größte sportliche Herausforderung steht in dieser Bezirksliga-Spielzeit an. „Für uns steht der Klassenerhalt im Fokus“, betont er.

Samstag, 10.10.2020, 03:30 Uhr
Der Steinheimer Cengiz Altintas (links) verfolgt Gegenspieler Thomas Frederkind vom SV Dringenberg ganz genau Foto: Rene Wenzel

„Wäre die vergangene Saison ganz normal weitergelaufen, wären wir wohl abgestiegen. Jetzt wollen wir länger mithalten“, betont Altintas. Und das klappt aktuell recht gut. Erst der 3:2-Sieg gegen den TSV Oerlinghausen, dann am vergangenen Wochenende die ärgerliche 1:2-Niederlage beim verlustpunktfreien Spitzenreiter Post TSV Detmold. In der Tabelle ist Tuchfühlung zum Nicht-Abstiegsplatz angesagt. Nur zwei Punkte sind Oerlinghausen und der VfR Borgentreich vom TSC entfernt. Was gegen die Steinheimer spricht, ist das schlechte Torverhältnis. Die deutlichen Niederlagen gegen den SV Dringenberg (0:8) und den TBV Lemgo (0:5) könnten in der Endabrechnung noch einmal wehtun. „Natürlich haben wir bisher zu viele Gegentore kassiert. Aber in den letzten Spielen konnte man sehen, dass wir uns gesteigert haben. Probleme in der Abwehr haben wir aber immer noch“, sagt Altintas.

Seine Einsätze auf unterschiedlichsten Positionen in der TSC-Defensive zeigen, dass es gerade in dieser wichtigen Abteilung an Kontinuität fehlt. „Ich habe mal links, mal rechts und auch schon in der Mitte gespielt“, erklärt der 30-Jährige: „Ich spiele immer da, wo gerade jemand fehlt.“

Schon in den vergangenen Spielzeiten machten sich die defensiven Probleme bemerkbar. Waren es in der Saison 2018/2019 „nur“ 73 Gegentore in 30 Spielen, kassierte der TSC in der abgebrochenen Corona-Serie in lediglich 19 Partien bereits 84 Gegentore. Das sorgte für einen Schnitt von 4,4 kassierten Treffern pro Spiel. Aktuell ist dieser Wert mit 4,2 etwas besser, für Cengiz Altintas aber nicht zufriedenstellend.

Die Defizite erklärt der Verteidiger auch mit den Abgängen einiger Stabilisatoren im vergangenen Sommer. Der gesetzte Abwehrspieler Samet Uslu verließ den Verein beispielsweise, zudem steht Sefa Uslu nur noch auf Abruf bereit. Beim Blick in die weite Zukunft bahnen sich weitere Probleme an. Der Altersdurchschnitt des TSC überschreitet aktuell die 30er-Marke. „Ich würde gerne in den nächsten Jahren Platz für junge Spieler machen. Aber es kommt hier kein Nachwuchs. Dennoch ist für mich wahrscheinlich in zwei, maximal drei Jahren Schluss“, sagt der Routinier.

Bis dahin hofft der Elektriker auf weitere Spielzeiten in der Bezirksliga – ohne auf Spannung zu stehen und natürlich mit dem TSC Steinheim. „Wenn ich beim TSC raus bin, dann höre ich auch komplett auf“, so Altintas, der aktuell noch an seiner Fitness arbeiten möchte. „Fit für die Bezirksliga bin ich nicht. Die Knochen machen nicht mehr so richtig mit. Ich versuche aber, immer beim Training zu sein“, erklärt der Verteidiger, der sich das auch von anderen Spielern erhofft: „Manche wissen einfach, dass sie nicht zum Training kommen müssen, weil sie aufgrund des dünnen Kaders sowieso sonntags immer wieder spielen. Da wünsche ich mir härtere Strafen von unserem Trainer.“

Coach des TSC ist seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres Rytis Narusevicius. Der gebürtige Litauer ist ein erfahrener Trainer ohne große Türkisch-Kenntnisse. Aber mit einer ähnlich temperamentvollen Art. „Mit Rytis klappt es sehr gut. Er ist ein feiner Kerl. Ich bin froh, dass er bei uns geblieben ist“, sagt Altintas, der die zuletzt gute Entwicklung unter dem 53-jährigen Altenbekener mit seinem Team fortsetzen will. „Ich gehe davon aus, dass wir Sonntag gegen den SV Höxter die drei Punkte holen, wenn es so läuft wie in den beiden vergangenen Spielen“, formuliert er.

Eine Woche später geht es zum SV Eintracht Jerxen-Orbke, dann kommt es am 25. Oktober zum wichtigen Duell mit Liga-Schlusslicht Spvg Brakel II. „Da müssen wir dreifach punkten und zeigen, dass wir in diese Liga gehören“, macht Altintas deutlich.

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