Everser Familie in Nordamerika-Challenge Zehnter von 50 Mannschaften
Fröhlichs sammeln Kilometer

Eversen (WB). Gemeinsam schaffen sie es selten aufs Rad. Als „Team Fröhlich“ sammeln sie aber dennoch alle zusammen fleißig Rad-Kilometer für die internationale Sieben-Kontinente-Sportserie 7CRun. Noch bis zu diesem Sonntag nimmt Familie Fröhlich aus Eversen an der Südamerika-Challenge teil.

Samstag, 03.10.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 07:12 Uhr
Tim Fröhlich (rechts) hat seine Mutter Silke (links) und den Rest der Familie für die Sieben-Kontinente-Serie motiviert. Als „Team Fröhlich“ haben die Everser in der Challenge für Nordamerika Platz zehn von 50 Mannschaften belegt und sammeln aktuell Kilometer für Südamerika.

Als die Sieben-Kontinente-Serie im Juni als Alternative für die vielen coronabedingt ausgefallenen Sportveranstaltungen startete, war Tim Fröhlich sofort dabei. Der 22-Jährige spornte seine Mutter Silke an, die ebenfalls schon für Afrika die ersten Kilometer sammelte. „Damals hat es aber mit der Anmeldung noch nicht so richtig geklappt. Daher tauchen meine Kilometer in der ersten Ergebnisliste gar nicht auf“, berichtet die 48-Jährige. Doch das ist lange vorbei. Ab der zweiten Serie, der Challenge für Europa, gingen die Everser als „Team Fröhlich“ an den Start und sammelten ihre Kilometer. Tim fuhr in der zweiten Serie 201 Kilometer Mutter Silke 193 und Vater Wolfgang 87.

„Ich hatte in der Zeitung von der Sportserie gelesen und fand die Idee sofort gut, weil man dann trotz der vielen ausgefallenen Wettkämpfe einen Ansporn hat, zu trainieren“, berichtet Tim Fröhlich. Der angehende Grundschullehrer fährt Rennrad und Mountainbike und gehört dem Radtreff Brakelsiek an. Am Wochenende treffen sich dort Radsportler zur gemeinsamen Ausfahrt. „Ich bin der jüngste unserer Gruppe. Es sind alle Altersklassen vertreten. Einer unserer ältesten Mitfahrer ist gerade 70 geworden und bereitet sich auf den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr vor“, erzählt Tim Fröhlich, der zum Treffpunkt nach Brakelsiek übrigens auch mit dem Rad „anreist“.

In der dritten 7CRun-Serie für Nordamerika sammelte er mit 486 die bisher meisten Kilometer. Vater Wolfgang steuerte 170, Mutter Silke 158 und Tochter Jasmin 17 zum Gesamtergebnis des „Team Fröhlich“ bei. Dabei sprang immerhin der starke zehnte Platz von 50 Teams heraus! In der aktuellen Südamerika-Challenge liegen die Fröhlichs vor dem Final-Wochenende auf Rang acht.

„Ich bin noch nie so viele Kilometer gefahren wie in diesem Jahr. Die Serie motiviert“, berichtet Silke Fröhlich, die mit ihrem 20 Jahre alten Tourenrad unterwegs ist. „Das läuft sehr gut. Ich fahre gerne mit dem Rad“, erzählt die Erzieherin. Sie hatte in diesem Jahr eigentlich ein ganz anderes sportliches Ziel: Als Walkerin wollte sie ihre Premiere beim Hermannslauf feiern.

Im Vorjahr hatte ihr älterer Sohn Nico (25) dort als Läufer teilgenommen, die Familie stand als Zuschauer im Zielbereich – und war begeistert. „Das war ein so schönes Erlebnis“, berichtet Silke Fröhlich. Der Wunsch, auch einmal über die Promenade an der Sparrenburg einzulaufen, verfestigte sich. Den ganzen Winter über trainierte die 48-Jährige, war gut in Form, dann machte Corona ihr einen Strich durch die Rechnung. Der Hermannslauf wurde abgesagt. Der 7CRun als Alternative kam da gerade recht. „Radfahren war schon immer ein Hobby“, sagt Fröhlich.

Noch bis zu diesem Sonntag geht es um Kilometer für die Südamerika-Serie. Tim hat 237, Silke 143 und Wolfgang 93 gesammelt. Ein bisschen was wird am Wochenende noch dazu kommen. Und auch bei den kommenden drei Etappen für Asien, Australien und die Antarktis will die Familie in jedem Fall wieder dabei sein. „Allerdings wird es immer schwerer, nach der Arbeit und vor Einbruch der Dunkelheit noch Touren zu fahren“, sagt Silke Fröhlich, hat aber auch schon eine Lösung parat: „Dann fahren wir am Wochenende eben mal etwas mehr...“

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