Bezirksligist HC Steinheim mit sechs Neuzugängen voller Optimismus in die Saison
Das stärkste Team seit Jahren

Steinheim (WB). Die Handballer des HC 71 Steinheim haben sich enorm verstärkt und gehen mit großem Selbstbewusstsein in die neue Spielzeit, die bis Juni dauert. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, ist Jörg Harke, Trainer des Teams, vor dem Start der Handball-Bezirksligapunktspiele überzeugt.

Freitag, 02.10.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 07:14 Uhr
Mit großem Optimismus startet der HC 71 Steinheim in die neue Bezirksliga-Saison. Unser Foto zeigt (hintere Reihe von links): Trainer Jörg Harke, Florian Günther, Frederic Weber, Dennis Wiechers, Christian Franzke, Marten van der Heyden, Sebastian Bielicki, Daniel Nunne und Philip Duda sowie (vorne von links) Hendrik Skoqua, Leon Vlaanderen, Lucas Wakup, Nico Mogge, Simon Westphal, Dominik Hillebrand und Timo Brändel. Zum Auftakt geht es an diesem Sonntag zum Meisterschaftsanwärter TSV Oerlinghausen. Foto: Heinz Wilfert

Sechs Zugänge – drei Rückkehrer und drei Neue – sorgen dafür, dass der HC das stärkste Team der vergangenen Jahre stellen kann, nachdem der bisherige Kader zusammengeblieben ist. Neben Daniel Nunne, der nach Abschluss des Studiums wieder für den Handball brennt und beim Spielaufbau die Fäden ziehen soll, kehrt nach mehreren Jahren Spielpause auch der einstige Kapitän Florian Günther zurück. „Er war immer ein Leistungsträger, der Spiele entscheiden und die jungen Spieler führen kann“, weiß Harke um dessen Qualitäten. Günther soll seine Stärken und die Torge-fährlichkeit auf der linken Außenposition ausspielen. Weil auch Timo Brändel sein Comeback feiert, können beide auf den Außen eine starke Flügelzange bilden. Brändel hat nach einem Auslandsjahr in Spanien wieder Lust auf Handball bekommen. Da er auch Trainer des Teams der Frauengemeinschaft des TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck ist, wird er Steinheim aber nicht immer zur Verfügung stehen.

Erfahrener Torhüter

Philip Duda ist von der SG Südkreis Clenze gekommen. Er bringt große Erfahrung aus der Landesliga Lüneburg mit. „Duda ist ein Allrounder mit großer Wurfkraft und auf vielen Positionen einsetzbar“, setzt Jörg Harke auf die Qualitäten des Neuen. Mit 31 Jahren im bestem Handballalter ist Torhüter Malte von Holten, der aus Niedersachsen stammt und in der Jugend für den TuS Harsefeld aktiv war. Er spielte vier Jahre für den Dollerner SC, ehe er zum MTV 49 Holzminden wechselte. Nach seinen Studium als Landschaftsarchitekt arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Hochschule in Höxter. „Malte wird unserer Abwehr viel Sicherheit geben“, ist HC-Vorsitzender Jan Heisters überzeugt, der sich auch vom dritten Neuzugang, Malte Werning, einiges verspricht. Er hat in der Jugend der HSG Blomberg-Lippe begonnen, ehe er zum Nachwuchs des TBV Lemgo wechselte und dort zu den Aktivposten im A-Jugend-Bundesligateam gehörte. Im zweiten Jahr als A-Jugendlicher lief er für den Männer-Verbandsligisten TV Verl auf, bevor es den Offensivmann in die Bezirksliga zur HSG Altenbeken/Buke zog. Jetzt will er mit dem HC Steinheim Erfolge erzielen. „Mit 24 Jahren ist Malte Werning noch jung, verfügt aber dennoch über enorme Erfahrung. Er ist bei uns als Kreisläufer vorgesehen, auf einer Position, die in den Vorjahren nie richtig besetzt war“, sagt Vereinsboss Heisters.

Besonders begeistert ist Jörg Harke, dass im HC-Team eine regelrechte Euphorie für Handball entbrannt ist. Das zeigt sich schon in der Trainingsbeteiligung mit 15 bis 20 Spielern an den Übungsabenden. Sie wissen, worum es geht, denn der Trainer hat künftig ausreichend Alternativen. „Ich kann jede Position gleichwertig besetzen. Dadurch sind wir nicht so leicht auszurechnen“, sagt Harke, der taktisch für die Abwehr viele Optionen von der 6:0- über die 5:1- bis zur 3:2:1-Deckung einstudiert hat. Unterstützt wird er von Co-Trainer Daniel Mense, der nach einer Handverletzung seine aktive Laufbahn beendet hat.

In den Vorbereitungsspielen gab es klare Siege gegen Bad Salzuflen III (59:19), die SG Handball Detmold II (35:15) und Holzminden (31:13). Gegen die SG Clenze verlor der HC mit 33:35 und gegen Lügde/Bad Pyrmont mit 23:27.

Die Kondition hat die Mannschaft bei Waldläufen schon seit Juli aufgebaut. Jetzt gehe es darum, die spielerischen Elemente zu verbessern – das schnelle Umschaltspiel aus der Abwehr und den Druckaufbau im Angriff. „Wenn wir mit den Spitzenteams mithalten wollen, müssen wir klar fokussiert sein und jedes Spiel gewinnen wollen“, gibt Harke als Ziel aus, der Oerlinghausen und die SG Handball Detmold I zu den Favoriten der Bezirksliga zählt. Hier könnte aber auch der HC ein Wörtchen mitreden und auf die gute Vorsaison aufbauen.

Zum ersten Saisonspiel an diesem Sonntag, 4. Oktober, muss das Team beim TSV Oerlinghausen antreten. Der Auftritt bei einem der Meisterschaftsfavoriten wird bereits Schlüsse zulassen, wie das Kräfteverhältnis in der Liga ist. Das erste Heimspiel folgt am 10. Oktober um 16 Uhr gegen die TSG Altenbeken/Buke II. Dann greift ein mit der Stadt abgestimmtes Corona-Schutzkonzept. 50 Zuschauer sind zugelassen. Es gibt ausschließlich Sitzplätze. Der Mindestabstand ist ebenso einzuhalten wie eine strenge Maskenpflicht. Auch gilt die Händedesinfektion. Über den Haupteingang der Sporthalle wird es einen getrennten Zu- und Ausgang geben. „Wir tun alles für die Sicherheit,“ sagt HC-Vorsitzender Jan Heisters zum Schutzkonzept.

Der Kader

Tor: Malte von Holten, Nico Mogge, Hendrik Skoqua. Feldspieler: Sebastian Bielicki, Timo Brändel, Lennart Brendel, Juri Deppenmeier, Philip Duda, Christian Franzke, Marvin Goedeke, Florian Günther, Dominik Hillebrand, Florian Mühe, Daniel Nunne, Robert Senft, Marten van der Heyden, Leon Vlaanderen, Lukas Wakup, Frederik Weber, Malte Werning, Simon Westphal, Dennis Wiechers. Aus der A-Jugend kommen: Niklas Mönch, Nick Waschnewski, Yannick Stiens.

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