Rückkehrer Leon Krüger will sich mit der Mannschaft des SV Höxter weiterentwickeln
Hohe Ziele im Sport und im Job

Höxter (WB). Leon Krüger kennt den SV Höxter noch aus einer anderen Zeit: Die Perspektive ist schlecht, den Fall in die Fußball-Kreisliga A beobachtet der Mittelfeldspieler aus der Ferne. Nach vier Jahren beim FC Blau-Weiß Weser ist der 24-Jährige zurück in der Kreisstadt – mit einer viel besseren Erwartungshaltung.

Samstag, 26.09.2020, 03:30 Uhr
„In dieser Saison wollen wir unter die ersten Fünf kommen“, sagt Höxters Leon Krüger (vorn links), hier im Zweikampf mit Bastian Voss vom FC Blau-Weiß Weser. Foto: Rene Wenzel

„Im Vergleich zu meinem ersten Seniorenjahr ist das jetzige Team stärker“, sagt Krüger. Damals spielte er mit dem SVH in der Landesliga, jetzt eine Etage tiefer in der Bezirksliga. Ist die Rückkehr in die Landesliga nun ein Thema? „Für den nächsten Sommer käme das noch zu früh. Wir haben viele junge Spieler, die noch nicht überkreislich gespielt haben. Wenn wir zwei, drei Jahre zusammengespielt haben und die Automatismen besser greifen, können wir auch aufsteigen. In dieser Saison wollen wir unter die ersten Fünf kommen“, sagt der 24-Jährige.

Nach seinem Wechsel aus Beverungen zurück nach Höxter wurden die Erwartungshaltungen im Laufe der Vorbereitung immer größer. Die Rückkehr von Krüger zu den Rot-Weißen, der Transfer von Angreifer Marc Schuster und zum Abschluss die Verpflichtung von Oberligaspieler André Schmidt – alles starke Akteure. Es folgten Testspielerfolge gegen den TSV Wewer (6:0) und den FC Nieheim (2:0). „Danach waren natürlich alle sehr euphorisch. Auch im Umfeld“, blickt Krüger zurück.

Die nach oben schießende Form- und Stimmungskurve erhielt durch den plötzlichen Tod von Betreuer Wolfgang „Molli“ Ditter einen heftigen Knick. „Das ist ein riesiger Verlust. Man merkt es der ganzen Mannschaft an, dass eine sehr wichtige Person fehlt – das wird auch noch länger in den Köpfen bleiben. Molli war beim Training immer mit dabei, hatte mal eine Hose parat, wenn man seine eigene vergessen hatte, und hat sich um so viele Dinge neben dem Platz gekümmert“, so Krüger.

Es folgten eine 2:3-Niederlage gegen den SV Oerlinghausen und ein 3:0-Sieg gegen den FC Blau-Weiß Weser. Kein optimaler Bezirksligastart. „Gegen Oerlinghausen hätten wir nach 15 Minuten 3:0 oder 4:0 führen müssen. Und gegen Weser haben wir es gar nicht gut gemacht. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns fußballerisch im Laufe der Saison noch sehr weiterentwickeln werden“, meint Krüger. Und entwickeln ist auch ein gutes Stichwort, wenn es um die berufliche Situation des gebürtigen Brenkhäusers geht.

Die Intensität ist aktuell auf einem extrem hohen Level. Neben drei Trainingseinheiten unter der Woche und dem Spiel sonntags, muss Krüger zweimal in die Schule und parallel die Schichten bei seinem Arbeitgeber in Blomberg meistern – alles für seinen Master im technischen Management. „Das ist schon alles sehr viel aktuell. So läuft es noch weiter bis nächstes Jahr April und dann werde ich wahrscheinlich eine andere Stelle annehmen“, erklärt Krüger. Große Ziele im Job, hohe Ziele im Sport. Mit dem SV Höxter. Es soll bald wieder in die Landesliga gehen.

Die Rahmenbedingungen stimmen, wie der 24-Jährige betont. „Der Vorstand, der Trainer und die Mannschaft stehen in einem sehr engen Austausch. Unser Vorsitzender Dietlef Bitterberg ist sehr oft da und sucht Gespräche“, berichtet Krüger, der auch den Umgang mit Coach Uwe Beck schätzt: „Neben dem Platz haben alle Spieler mit ihm ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Auf dem Platz ist die Distanz schon sehr groß. Man respektiert sich und der Trainer hat immer das Wort.“ Was auch mehr passt als vor seinem Abgang vor über vier Jahren, sei der Teamgeist. Leon Krüger verwendet dabei den Begriff „Kumpeltruppe“.

Anders als damals verbringe die jetzige Mannschaft auch neben den vielen Trainingseinheiten und Spielen viel Zeit zusammen. „Wir gucken mal Fußball, gehen einen Kaffee trinken oder mal in die Kneipe. Und das wird uns in den nächsten Jahren auch stark machen. Der Zusammenhalt ist ganz wichtig – auf und neben dem Platz“, betont Krüger.

An diesem Sonntag muss er mit dem SV Höxter beim Post TSV Detmold ran. Die Postler gewannen bis dato alle drei Spiele und zählen zu den Aufstiegsfavoriten. Der Mittelfeldspieler meint: „Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, die uns liegen dürfte. Die werden mitspielen und uns mehr Räume für ein schnelles Umschaltspiel bieten.“

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