Frauenfußball-Landesliga: Phönix verliert 2:4 gegen Stirpe – Ottbergen siegt 5:0 in Enger
Doppelpack besiegelt Niederlage

Höxter (WB). Mit 2:4 (1:1)-Toren unterliegen die Fußballerinnen von Phönix Höxter dem SV Germania Stirpe zum Start in die Landesliga: Dabei besiegelt ein Doppelpack kurz ach Wiederbeginn der zweiten Halbzeit die Niederlage.

Sonntag, 20.09.2020, 20:01 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 06:40 Uhr
Riesenchance zum 2:3: Phönix-Offensivspielerin Hannah Fischer schiebt den Ball nach starkem Solo auf der rechten Außenbahn an der Torfrau des SV Stirpe vorbei. Zum Treffer reicht es nicht, weil die Gäste im letzten Moment retten konnten. Foto: Jürgen Drüke

Ohne Sechs

„Bei uns haben sechs Akteurinnen gefehlt. Vor diesem Hintergrund haben es die Youngster gut gemacht“, attestierte Philipp Müller seinen Schützlingen eine unterm Strich gute Leistung. Am Ende stimmte das Ergebnis nicht, weil es die Gastgeberinnen den Protagonistinnen des SV Stirpe in der 47. und 49. Minute zu einfach machten. „Da waren wir jeweils nicht im Bilde. Die routinierten Offensivspielerinnen der Gäste waren zweimal zur Stelle und beförderten Phönix auf die Verliererstraße: 1:2 und 1:3 in nur 120 Sekunden. Das war zu viel.

Tolle Moral

Höxter wehrte sich danach und kam zu zwei sehr guten Möglichkeiten: Hannah Fischer brach in der 55. Minute in einem sehenswerten Solo auf der rechten Außenbahn durch und schob den Ball vorbei an der gegnerischen Torhütern in die Mitte. Hier bekam Judith Fischer, die Schwester von Hannah, nicht genug Druck auf den Ball, so dass die Gäste die prekäre Situation klären konnten. Nur fünf Minuten später stand Judith Fischer wieder im Epizentrum des Geschehens und scheiterte. Statt 2:3 und 3:3, nutzt der vor Saisonbeginn als Mitfavorit eingestufte SV Stirpe die Gelegenheit zum 1:4. Phönix gelang in der letzten Minute nur noch die Ergebniskosmetik zum 2:4-Endstand.

Verdienter Sieg

 

„Letztlich ist der Sieg der Gäste verdient. Wir haben viele positive Erkenntnisse gewonnen. Die jungen Spielerinnen haben das gut gemacht, stellte Müller heraus.

Die Torfolge: Ein Eigentor bedeutete in der fünften Minute die Phönix-Führung. Danach traf Gästespielerinnen Denise Dornquast dreimal zum 1:1 (42.), zum 1:2 (47.) und zum 1:3 (49.). Das 1:4 erzielte Lisa-Marie Gehle (83), bevor Phönix-Spielerin Vivienne Melcher das 2:4 markierte.

Phönix Höxter: Rauchmann, Brauner, Rode (61. Lutz), J. Fischer, Bödeker, H. Fischer, Müller (77. Meyer), Hüttig, Förster, Franklin (46. Augustin), Melcher

Ottbergen gleich auf den Gipfel

SC Enger – SV Ottbergen/Bruchhausen 0:5 (0:2)

Dem SV Ottbergen/Bruchhausen gelingt ein perfekter Saisonstart in der Frauenfußball-Landesliga. Die Elf von Trainer Manuel Bohnert gewinnt hochverdient 5:0 beim SC Enger und reiht sich gemeinsam mit dem TuS Sennelager an der Tabellenspitze ein.

„Gegen Enger haben wir eine starke geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben über 90 Minuten gut kombiniert und waren immer gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Das war von hinten bis vorne sehr stark und top”, berichtete Ottbergens Abwehrchefin Katharina Wetzel. Der in der Landesliga seit Jahren etablierte SC Enger hatte dem Ottberger Sturm und Drang nicht viel entgegenzusetzen. Das 1:0 erzielte Julia Oebbeke in der fünften Minute mit einem Freistoßtreffer vom Sechzehner aus. Ihre Schwester Mariella Oebbeke erhöhte vor der Pause auf 2:0 (41.). Jana Bohnert vergab für die Gäste in der ersten Halbzeit noch eine weitere gute Gelegenheit.

Mit Toren von Pia Wiedenbruch (61.), Neuzugang Jenny Hampel per Direktabnahme (68.) und Sarah Gajewski (71.) trugen sich fünf verschiedene Ottberger Torschützinnen in die Torjägerliste ein. Der SC Enger agierte sehr oft mit langen Bällen und kam nur in wenigen Situationen nach Eckbällen gefährlich vor das Tor er Gäste. Ein Schuss von Torjägerin Sina Peiler in der zweiten Hälfte entschärfte zudem SVOB-Torfrau Carolin Böttcher.

SV Ottbergen/Bruchhausen: Böttcher – Wetzel, Schulz, Kreylos, Bobbert (67. Hampel), Brüseke, Wiedenbruch, M. Oebbeke, J. Oebbeke, Bohnert (59. Block), Gajewski (71. Söder)

 

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