Bezirksligist FC Blau-Weiß Weser will zum Saisonauftakt in Derbys punkten
Liga-Verbleib im Fokus

Beverungen/Lauenförde (WB). „Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Alles andere wäre utopisch. Aber wenn wir von schweren Verletzungen verschont bleiben, ist es ein realistisches Ziel“, sagt Marcus Menzel vor seiner zweiten Saison als Chef-Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Blau-Weiß Weser.

Donnerstag, 03.09.2020, 03:30 Uhr
Wesers Trainer Marcus Menzel (rechts) will die Neuzugänge Niklas Kempowski (von links), Alpay Sirin und Wieland Stürznickel fit machen für die Bezirksliga. Alle drei sind vom niedersächsischen A-Ligisten MTV Fürstenberg gekommen. Foto: Rene Wenzel

Kapitän Simon Hartmann, Torjäger Stefan Lübke und Mittelfeldmotor Leon Krüger stehen ihm nicht mehr zur Verfügung. Ziele wie in den Vorjahren setzt sich der Fusionsverein nicht mehr. Und mit Ausfällen ist es schon in der Vorbereitung losgegangen. Die Neuzugänge Wieland Stürznickel (Bänderriss) und Ömer Cizme (Patellasehnenreizung) fallen in den nächsten Wochen erst mal aus.

Zudem konnte Menzel im Testspiel gegen Driburg (1:1) nicht auf Neuzugang Niklas Kempowski (Oberschenkelprobleme) zurückgreifen. „Die Neuen konnten sich noch nicht richtig zeigen. Es wurde aber schon deutlich, dass ihnen die Physis für die Bezirksliga noch fehlt“, berichtet der Teamchef.

Ein gefühlter Neuzugang schlägt aber schon ordentlich ein – Alessio Carmisciano. Die neue Schaltzentrale im FCW-Spiel kehrte nach einer fußballerischen Pause topfit zurück. „Er startet richtig durch und tut uns in der Spieleröffnung richtig gut. Er bringt viel Erfahrung und starke Fähigkeiten mit“, sagt der 37-jährige Trainer.

Beim Blick auf den Kader ist dennoch eine Schwächung zu erkennen. Besonders die Tore von Stefan Lübke dürften dem Klub fehlen – 67 Treffer erzielte dieser in 97 Partien für die Blau-Weißen. „Das wird eine Mammutaufgabe, Stefan zu ersetzen. Du brauchst in jedem Team einen guten Stürmer, sonst wird es schwer“, formuliert Menzel. Mit Noah Mönkemeier und Leon Wielert in der Spitze versuchte er es in der Vorbereitung. Wielert traf auch bereits beim 5:2-Sieg im Kreispokal-Erstrundenspiel in Albaxen. „Ich habe das Gefühl, dass die jungen Akteure nach den Abgängen der älteren viel mehr Verantwortung übernehmen und freier wirken“, meint der FCW-Coach.

Er selbst muss im Laufe der Saison immer mal wieder auf dem Platz stehen. Seine Erfahrung ist wichtig für das junge Team. Auf wichtige Stützen wie Routinier Sebastian Seibt, Keeper Dennis Ferranti oder Fabian Bickmeier kommt es an. Irgendwie will Weser mindestens vier Teams hinter sich lassen. „Ich gehe davon aus, dass die Liga ohne die Paderborner Vereine ausgeglichener ist. Wir werden den Fokus darauf legen, in der Defensive kompakter zu stehen und die Räume gut zuzustellen. Wir haben vor dem Corona-Abbruch 47 Gegentore in 19 Spielen kassiert – das war zu viel“, macht Menzel deutlich.

Mit drei Kreisderbys haben die Blau-Weißen einen interessanten Start. Zum Auftakt empfangen sie an diesem Sonntag den FC Peckelsheim/Eissen/Löwen. Am 13. September (in Borgentreich) und am 20. September (in Höxter) sind sie auswärts gefordert. Wesers Fokus liegt von Anfang an komplett auf dem Liga-Verbleib.

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