Brakels Trainer Özdemir blickt nächster Landesliga-Saison zuversichtlich entgegen
Jugendarbeit als Weg zum Erfolg

Brakel (WB). Seit Jahren ist die Spvg Brakel das Fußball-Flaggschiff des Sportkreises Höxter. Die vielen Erfolge der Teams der Rot-Schwarzen im Ligaspielbetrieb, im Kreispokal sowie im Westfalenpokal sprechen für sich. Haydar Özdemir, Trainer der ersten Mannschaft, möchte auch in Zukunft daran anknüpfen. Wegen des Umbruchs in diesem Sommer und trotz namhafter Abgänge sieht er das Ziel nicht in Gefahr. Die Jugendarbeit gilt als Erfolgsweg.

Samstag, 06.06.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 05:01 Uhr
„Wir bauen im Verein auf große Harmonie zwischen den Mannschaften und der Jugendabteilung“, betont Trainer Haydar Özdemir. Foto: Rene Wenzel

„Wir bauen im Verein auf große Harmonie zwischen den Mannschaften und der Jugendabteilung. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Abteilungen, Trainern und Spielern ist wichtig und gut. Wir wollen durch unsere Vereinsstruktur den Jugendspielern eine optimale Perspektive bieten“, stellt der 42-Jährige Übungsleiter heraus. Als Ziel für die nächste Saison nennt er für die Erste einen Platz unter den besten sieben Vereinen in der Landesliga.

Insgesamt gehen bei der Spvg (wie berichtet) drei Jugendmannschaften in der Landesliga und drei Jugendteams in der Bezirksliga an den Start. Die von Norbert Dölitzsch trainierte zweite Mannschaft der Herren spielt zudem im zweiten Jahr Bezirksliga.

Team im Umbruch

Mit Daniel Suermann (zur SG Dalhausen/Tietelsen-Rothe), Nick Neumann, Dirk Büsse (beide FC Nieheim), Alexander Fischer, Nils Fähnrich (beide Ziel unbekannt), Christopher Wetzler und Bjarne Götte (beide vorläufiges Laufbahnende) gibt es im Özdemir-Team gleich sieben Abgänge. „Sie sind namentlich schwerwiegend. Dennoch können wir alle Spieler, auch die Leistungsträger, sehr gut ersetzen“, sagt der Trainer, dass er die Abgänge als nicht zu tragisch ansieht. „Da mache ich mir absolut keine Sorgen“, fügt er hinzu.

„Bjarne Götte wird nach seinem zweiten Kreuzbandriss kein Fußball mehr spielen. Und Christopher Wetzler hört nach sich hinziehenden Achillessehnen- und Knieproblemen vorerst auf“, so Özdemir. Bei der Spvg Brakel abmelden werden sie sich nicht. „Christopher kann sich durchaus vorstellen, irgendwann vielleicht noch einmal anzufangen. Dann aber nicht mehr mit dem Druck und dem Pensum in der Landesliga. Er hat bereits gesagt, dass er sich hinten anstellen würde“, berichtet der Übungsleiter.

Als Neuzugang hat Haydar Özdemir mit Pascal Knoke seinen absoluten Wunschspieler verpflichtet. „Ich wollte Pascal unbedingt in unserem Team haben. Er ist in der Offensive flexibel einsetzbar und sucht immer den direkten Weg zum Tor. Durch seinen Spielstil passt er perfekt in unser System. Ich erwarte und hoffe, dass er sich reibungslos und schnell ins Team arbeitet“, schwärmt der 42-jährige Coach von dem schnellen und ballsicheren Torjäger, der (wie berichtet) vom Bezirksligisten FC Peckelsheim/Eissen/Löwen kommt.

Zudem kehrt mit Kai Fähnrich ein alter Bekannter von Özdemir in den Kader zurück. Er kommt aus der eigenen Zweiten Mannschaft. „Mit Kai habe ich eine super Vergangenheit, wir sind zusammen in die Bezirksliga aufgestiegen. Er hat absolut die Qualität, ein Team zu führen und komplett mitzureißen“, weiß Özdemir.

Mit Finn Nolte und Marvin Fenske stehen zudem zwei neue Keeper im Kader. „Sie sind große Talente. Wir wollen sie behutsam an die Liga und an die neuen Bedingungen heranführen. Max Pape geht als klare Nummer eins in die Saison. Er kann für die beiden Youngster als Vorbild dienen. Max hat das Zeug dazu“, so Özdemir, der bereits im vergangenen Winter verlängert hat. Die Kaderplanung bei den Nethe­städtern ist abgeschlossen. „Der 23-Mann-Kader steht“, so der Trainer.

Gute Zusammenarbeit

Gleich sechs Akteure aus der eigenen Jugend gehören (wie berichtet) in der kommenden Saison neu zur Herren-Landesliga-Mannschaft. Durch die hervorragende Jugendarbeit der Nethestädter hat Coach Özdemir viele Optionen. „Drei bis vier Jugendspieler haben das Zeug, uns schnell weiterzuhelfen. Dennoch werden wir nichts überstürzen und sie auf lange Sicht aufbauen. Alle sechs Spieler haben die gleichen Chancen“, stellt er heraus. Auch die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft sieht der erfahrene Übungsleiter als wertvoll und gut an: „Die Harmonie und das Zusammenspiel zwischen den beiden Mannschaften sind enorm wichtig. Wenn Not am Mann ist, wird sich natürlich gegenseitig ausgeholfen. Dennoch muss man beachten, dass es bei der Kaderplanung eine strickte Trennung geben muss.“

Haydar Özdemir stellt nach dem Prinzip Leistung auf. Jeder Spieler in seinem Team habe die gleichen Chancen, egal wie lange er bereits im Verein ist. „Ich bin kein Freund davon, immer auf die gleichen etablierten Namen zu setzen. Vor allem, wenn sie sich im Training nicht vollends reinhängen und meine Vorgaben nicht umsetzen. Das hat sich schon in der vergangenen Saison gezeigt. Junge Spieler, die hungrig sind und meine Vorgaben umsetzen, haben gute Chancen, in die erste Elf zu stoßen“, betont er.

Trainingsgruppen aktiv

Den offiziellen Auflagen entsprechend trainiert das Landesliga-Team der Spvg Brakel seit dem vergangenen Montag wieder. „Dank der Bemühungen von Thorsten Kraut können wir wieder in Kleingruppen trainieren“, berichtet Özdemir, dass sich der Jugendleiter um die Regularien gekümmert hat. „Wir haben unsere Mannschaft in drei Trainingsgruppen aufgeteilt. Am Montag, Donnerstag und Freitag haben sie bereits trainiert. Die Gruppen überschreiten dabei nicht die Grenze von zehn Personen. Diese Trainingseinheiten sind enorm wichtig, um endlich mal wieder persönlichen Kontakt und Austausch zu haben“, so Haydar Özdemir.

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