Bezirksliga-Herren des HC 71 Steinheim nehmen Training wieder auf
„Im Team steckt großes Potential“

Steinheim (WB). Die Bezirksliga-Handballer des HC 71 Steinheim richten den Blick nach vorn. Nachdem die Stadt die Sporthallen auch für Kontaktsportarten wieder freigegeben hat, nehmen sie den Trainingsbetrieb wieder auf und beginnen damit zugleich die Vorbereitung auf die Saison 2020/2021. „Eine so lange Vorbereitungsphase bis zu einem möglichen Saisonstart im September ist zwar ungewohnt. Darauf müssen wir uns aber jetzt einstellen“, sagt Trainer Jörg Harke, der die Absage der vorigen Spielzeit wegen der Coronavirus-Pandemie als „richtig und alternativlos“ bezeichnet.

Freitag, 05.06.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 09:10 Uhr
Kraftvoll setzt Daniel Nunne (rechts) zum Torwurf an. Nach Abschluss seines Studiums kehrt er in den Kader des HC 71 Steinheim zurück und wird mit seiner Erfahrung eine wichtige Führungsrolle in dem Harke-Team einnehmen. Foto: Heinz Wilfert

Nachdem der Abstieg in der Serie zuvor erst im letzten Spiel verhindert wurde, brachte die Saison 2019/2020 für sein Team eine überraschende Platzierung. Mit 22 Punkten nach 19 Spielen landete der HC auf Rang sechs – nur durch den schlechteren Torverhältnisquotienten hinter den punktgleichen Mannschaften des VfL Schlangen und des TSV Oerlinghausen. Jörg Harke spricht von einem neuen Geist innerhalb der Mannschaft. „Eine Reihe von Spielen haben wir nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Die haben wir sonst verloren“, sagt er.

Die künftige Bezirksliga Lippe der Herren setzt sich aus dreizehn Mannschaften zusammen. Die beiden Aufsteiger in die Landesliga sind der TSV Hillentrup als regulärer Aufsteiger und der TuS Müssen-Billinghausen, der eine Wildcard gezogen hat. Aus der Kreisliga steigen die Teams Handball Bad Salzuflen II als Regelaufsteiger und der TV Horn-Bad Meinberg mit einer Wildcard auf. „Eine Wildcard konnten Mannschaften ziehen, die sich beim Abbruch Mitte April rein rechnerisch noch eine Chance für den Aufstieg ausrechnen konnten“, erklärt Harke. Aus der Bezirksliga abgestiegen ist nur die SG Handball Detmold II.

Viele Steinheimer Spieler haben sich in den vergangenen Monaten durch Radfahren und Laufen fit gehalten, auch wenn das spezielle Gefühl für Handball fehlte, berichtet ihr Coach. Das offizielle Training soll nun draußen mit Konditions-, Ausdauer- und Krafteinheiten beginnen. Dann soll es in die Halle gehen – für maximal zehn Spieler gleichzeitig. „Das bringt einige Herausforderungen mit sich und bedeutet einen besonderen Aufwand für das Training,“ so Harke. Beim HC 71 ist man auf die neue Situation vorbereitet.

Nach der Corona-Schutzverordnung gelten für das Training weitere strenge Vorschriften. So werden im Eingangsbereich der Sporthallen Hand-Desinfektionsmittel bereitgestellt. Im gesamten Gebäude, außer im Sportbereich, ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Die Kabinen und Duschen dürften wieder genutzt werden. Nach der Nutzung der Räumlichkeiten sind die Türgriffe und Gegenstände mit Flächendesinfektionsmitteln zu reinigen. Für die Einhaltung der Vorschriften muss nach Mitteilung der Stadt ein Hygienebeauftragter durch den Verein benannt werden, der Namen, Adressen und Telefonnummer der Teilnehmer nachhält. „Der Schutz der Gesundheit hat absolute Priorität. Wir stehen deshalb für die Regeln und haben ein eigenes Hygienekonzept ausgearbeitet“, erklärt HC-Vorsitzender Jan Heisters die Umsetzung.

Parallel zu den sportlichen Vorbereitungen laufen die konkreten personellen Planungen. Der bisherige Mannschaftskader des HC 71 bleibt offenbar zusammen. Daniel Nunne, der sein Studium abgeschlossen hat, wird wieder regelmäßig für Steinheim spielen und soll eine Führungsrolle übernehmen. Auch an einem Kreisläufer und einem Torhüter ist man interessiert, weil der etatmäßige Schlussmann Nico Mogge berufsbedingt nicht immer zur Verfügung steht. Wegen weiterer Wechsel steht der Verein mit mehreren Spielern in Verhandlungen.

Aus der Landesliga Lüneburg hat Philip Duda von der SG Südkreis Clenze dem HC eine Zusage gegeben, nachdem er aus privaten Gründen aus dem Wendland nach Oeynhausen gezogen ist. „Philip ist für uns mit seiner Erfahrung eine echte Verstärkung, außerdem ist er auf mehreren Positionen einsetzbar. Er hat sogar schon im Tor gespielt,“ freute sich Heisters über die Verstärkung. Zusätzlich wird der Kader durch die ehemaligen A-Jugendlichen Niklas Mönch, Nick Waschnewski, Florian Reineke und Yannik Stiens ergänzt.

Für die kommende Saison will Trainer Jörg Harke zwar kein Ziel ausgeben. Eine ähnlich gute Rolle wie zuletzt traut er seiner Mannschaft aber zu. „Die gute Entwicklung hat gezeigt, dass im Team großes Potential steckt“, macht er deutlich. Dieses will er abrufen.

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