Statt eines Neuanfangs ist beim SV Ottbergen/Bruchhausen Warten angesagt „Möchten unbedingt die Klasse halten“

Ottbergen/Bruchhausen (WB). Der SV Ottbergen/Bruchhausen steht in der Fußball-Kreisliga B Nord mit nur acht Punkten aus 17 Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zwei Siege, zwei Unentschieden und 13 Niederlagen lautet die enttäuschende Bilanz. Zur Rückrunde analysierte der Verein die Lage und entschied sich (wie am 5. März berichtet) dazu, sich von Michael Vielain als Coach zu trennen. Mit Matthias Braun übernahm ein Urgestein des Vereins das Amt und sollte mit neuem Schwung das Potential in der Mannschaft wecken und die Rückrunde erfolgreich gestalten.

Von Jan-Hendrik Schrick
Den Ball im Blick: Sascha Zimmermann (links), Routinier des SV Ottbergen/Bruchhausen, leitet einen Angriff ein.
Den Ball im Blick: Sascha Zimmermann (links), Routinier des SV Ottbergen/Bruchhausen, leitet einen Angriff ein. Foto: Jan-Hendrik Schrick

 „Ich konnte mit der Mannschaft noch nicht viel trainieren, da wir aufgrund der aktuellen Lage wie alle Vereine erst einmal pausieren“, sagt Braun mit Blick auf die Corona-Krise. Statt eines Neuanfangs ist nun Warten angesagt.

 Wenn die Saison zu Ende gespielt werden sollte, wollen die Ottbergener den Abstieg abwenden. Zwei Punkte Rückstand haben sie auf den VfL Langeland, der als Dreizehnter auf dem derzeit ersten Nichtabstiegsplatz liegt. Fünf sind es zum Tabellenzwölften TuS Erkeln, der dreizehn Zähler aufweist. „Ich gehe im Moment nicht davon aus, dass wir die Saison komplett bis zum Ende spielen können und die bisherigen Spiele annulliert werden. Daher sind Einschätzungen zu Auf- und Absteigern nicht relevant“, meint Matthias Braun. Wenn es irgendwann doch weitergehen sollte, traut er seinem Team trotz allem eine deutliche Steigerung zu. „Ich denke, wir könnten an das Leistungsniveau der vergangenen Saison herankommen. Für was das in der Endabrechnung reichen würde, kann ich nicht sagen“, fügt der langjährige Fußballer und erfahrene Coach hinzu.

 Der SV Ottbergen/Bruchhausen, der nach den Worten seines zweiten Geschäftsführers Elmar Stockmeier wegen einer schwierigen Gemengelage aus wöchentlich wechselndem Personal, Auswärtstätigkeiten der Spieler und nachlassendem Trainingseifer in der Hinrunde in Abstiegsgefahr geraten ist, muss im Kampf um den Klassenerhalt auf die Konkurrenten schauen. „Ich denke, dass sowohl der TuS Erkeln als auch der VfL Langeland mit ihren neuen Trainern eine deutlich besser Halbserie spielen würden. Lange­land sehe ich dabei als etwas stärker an. Es wird auf einen Zweikampf zwischen uns und Erkeln hinauslaufen“, sagt Matthias Braun. Er ergänzt: „Es wird ein Rennen mit unsicherem Ausgang für beide Teams.“

 Ob Braun allerdings überhaupt in einem Spiel dieser Saison als Trainer an der Linie stehen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Die Vereine warten wie der Vorstand des Sportkreises Höxter auf eine Entscheidung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Erst danach, falls gespielt werden soll und die Saison verlängert würde, könnten zum Beispiel neue Spieltermine neu festgelegt werden.

  Der SV Ottbergen/Bruchhausen jedenfalls würde sich freuen, wenn es wieder losgeht. „Wir möchten unsere Leistung konstant abrufen und am Ende unbedingt die Klasse gehalten“, so Braun.

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