Höxteraner Aleksandar Jurukovic startet bei Deutschen U21-Einzelmeisterschaften
„Ein einstelliger Platz wäre richtig gut“

Höxter (WB). Aleksandar Jurukovic hofft auf den großen Wurf bei den Deutschen Judo U21-Einzelmeisterschaften. Der Athlet des HLC Höxter startet am morgigen Samstag beim topbesetzten Turnier in Frankfurt (Oder). Und der 19-Jährige setzt sich ein ambitioniertes Ziel: „Ich möchte natürlich so weit wie möglich kommen. Ein einstelliger Platz wäre richtig gut.“

Freitag, 06.03.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 05:00 Uhr
Aleksandar Jurukovic (rechts) hofft auf den großen Wurf. Der Athlet des HLC Höxter geht optimistisch an den Start. Foto: Rene Wenzel

 Am heutigen Freitag reist der Lehramtsstudent mit seinem Trainer Uli Krieger in Richtung polnische Grenze. Bereits einen Tag vor den Wettkämpfen stehen die ersten Termine an: Einchecken im Hotel, die Akkreditierung abschließen und das offizielle Wiegen in der Oderland-Halle.

90 Kilogramm darf die Waage maximal anzeigen. Jurukovic kann über so einen Wert noch lächeln: „Ich wiege 88 Kilogramm und muss mir keine Sorgen machen, dass ich die Marke überschreite.“ Noch einmal schnell in ein Fastfood-Restaurant zu gehen, ist aber auch nach dem Wiegen am Freitag nicht angesagt. Denn am Samstagmorgen führt der Weg in der Halle zunächst noch einmal auf die Waage – die Gewichtstoleranz liegt bei fünf Prozent.

Ab 10 Uhr geht es richtig los für den Höxteraner. Wenn alles gut läuft und Jurukovic die ersten Kämpfe gewinnt, ist er auch noch in den Medaillenkämpfen ab 15.30 Uhr dabei. „Alle kämpfen auf einem ähnlichen Niveau. Es werden nur Kleinigkeiten über den Ausgang des Kampfes entscheiden“, sagt Trainer Krieger, der schmunzelnd hinterherschiebt: „Wenn Aleks schlecht kämpft, muss er nach Hause laufen.“

Dass der 19-Jährige überhaupt an diesem Turnier teilnehmen kann, liegt an seinem starken Abschneiden bei den Westdeutschen Meisterschaften im Februar. Der Student erkämpfte sich die Silber-Medaille und damit auch das Ticket für den Wettkampf auf Bundesebene. Für Jurukovic ist es das Highlight seiner noch jungen sportlichen Laufbahn als Judoka. „Ich bin gespannt, wie ich im Vergleich mit den besten Athleten in dieser Altersklasse abschneide. Man benötigt neben Konzentration auch etwas Glück in der Auslosung“, meint er. „Ich möchte mich auch noch bei meinen Trainingspartnern bedanken, die mich seit Wochen bei den Einheiten unterstützen“, so der Höxteraner.

Vom HLC schaffte in dieser Altersklasse bis dato lediglich Luca Hasenbein im Jahr 2015 den Sprung zur Deutschen Judo U21-Einzelmeisterschaft. Der heutige Spieler des Fußball-Kreisligisten SV Höxter landete vor fünf Jahren auf einem starken neunten Platz.

Jurukovic war im März 2017 zusammen mit Lukas Bahlmann bei der U18-DM – beide belegten aber keinen einstelligen Rang. Der größte Erfolg des Lehramtsstudenten war bisher die Silbermedaille bei den „Ruhr Games“ im Juni 2017. So ein Abschneiden am Samstag in Frankfurt (Oder) wäre phänomenal. „Schon an das Finale zu denken, ist im Moment aber noch Spinnerei“, betont Jurukovic.

Eine Niederlage dürfte sich der 19-Jährige für den Medaillen-Traum erlauben. Bei der zweiten Pleite wäre sofort Schluss. Doch daran denkt der Höxteraner überhaupt nicht. Fünf Siege würden ihn bis ins Finale befördern. Bei der starken Konkurrenz aus ganz Deutschland bleibt dem Starter des HLC Höxter aber nur die Außenseiterrolle. Vielleicht kann der Student seine vorlesungsfreie Zeit als Vorteil nutzen. Den Fokus legt Jurukovic nämlich schon seit mehreren Wochen klar auf das Turnier an der polnischen Grenze. Und wenn es Ende März zurück nach Paderborn zum Studium geht, sind die Studienfächer Englisch und Philosophie wieder „ein geistlicher Ausgleich zum Sport“.

Am Rande notiert: Die Deutsche U21-Einzelmeisterschaft ist im Livestream zu sehen. Auf der Internetseite www.sportdeutschland.tv/judo/1-deutsche-einzelmeisterschaft-u21-2020-tag-matte-2.de können Interessierte die Kämpfe verfolgen.

 

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