TuS Erkeln will Abstiegszone der Kreisliga B Nord schnell verlassen Der Trend zeigt nach oben

Erkeln (WB). „Wenn wir am Ende im oberen Tabellenmittelfeld landen, haben wir eine Top-Rückrunde gespielt.” Diese Aussage von Boris Hartmann, dem sportlichen Leiter des Tabellenvierzehnten der Fußball-Kreisliga B Nord, TuS Erkeln, mag angesichts der bisherigen Statistik überraschen. 13 Punkte aus 17 Spielen klingen schließlich eher nach Abstiegskampf.

Von Oliver Temme
Manuel Albrecht (links) und der TuS Erkeln wollen in der Rückrunde ein paar Plätze nach oben klettern.
Manuel Albrecht (links) und der TuS Erkeln wollen in der Rückrunde ein paar Plätze nach oben klettern. Foto: Oliver Temme

 Bei den Grün-Weißen sind sie jedoch überzeugt, dass die bisherige Saison eine Art „Betriebsunfall” war und man von der Qualität her in die erweiterte Spitzengruppe der Staffel gehört. Zumal der Trend nach dem Trainerwechsel nach oben zeigt. Nach zwölf Spielen und nur sieben Punkten war Schluss für den lange Zeit erfolgreichen Coach Christoph Struck. Boris Hartmann und Fabian Tewes, aus aktiven Zeiten beim SV Höxter und der Spvg Brakel einander bestens bekannt, übernahmen interimsweise.

 Künftig wird Christian Multhaupt das Team anleiten, Tewes ihm assistieren. Eine erfolgsversprechende Konstellation mit geballter Landesliga- und Verbandsliga-Erfahrung. „Ich will nicht ausschließen, dass wir drei nochmal zusammen auf dem Platz stehen”, schmunzelt Boris Hartmann bei dem Gedanken an ein gemeinsames Comeback der drei Routiniers. Wobei dies nur aushilfsweise geschehen würde. Primär gefordert sind wie gehabt die Akteure, die vor der Winterpause wieder zu ihrer eigentlichen Form gefunden und so den Abstand auf den Drittletzten auf fünf Zähler vergrößert haben. Überraschend kam der indiskutable Saisonstart für den sportlichen Leiter nicht – im Gegenteil. „Total absehbar”, sagt der 35-Jährige, seien die fünf Niederlagen zum Start der Saison gewesen. „Wir hatten schwere Gegner, viele Urlauber und acht Spieler, die aufgrund von Verpflichtungen rund um Schützenfeste nicht immer konnten. Und wenn sie da waren, gehörten sie natürlich nicht zu den Fittesten.”

 Zur Erläuterung: Kapitän Christopher Pöppe ist Erkelns amtierender Schützenkönig und berief sieben Mitspieler in den Hofstaat. „Das zeigt natürlich auch das Besondere an dieser Mannschaft, nämlich dass die Spieler untereinander ein enges freundschaftliches Verhältnis pflegen.” Dieser Pluspunkt verhinderte womöglich Schlimmeres, als es nicht so lief. Selbstverständlich sei die Stimmung nach der Niederlagenserie etwas gekippt, räumt Hartmann ein. „Jeder hatte etwas zu mosern und hat die Schuld nicht zuerst bei sich gesucht.” Dies mündete jedoch nicht in Zerwürfnissen, sondern in einem Zusammenraufen. Im Spätherbst wurden der VfL Langeland mit 7:1 und der SV Drenke mit 3:0 geschlagen. Noch besser sei laut Interimscoach Hartmann die Leistung beim Jahresausklang in Bredenborn gewesen. Beim Tabellenzweiten stand letztlich zwar eine 1:2-Niederlage zu Buche, „aber unsere Leistung war ganz stark.”

 Mit Teams dieser Klasse will und muss sich der TuS Erkeln in den restlichen 13 Spielen messen lassen, um seinem eigenen Anspruch wieder näher zu kommen.

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