Ein Trio des ehemaligen katholischen Vereins blickt auf schöne Zeit zurück
Die Drei von der DJK Höxter

Höxter  (WB). Drei gestandene Männer. Oder: Drei ehemalige Fußballer der DJK Höxter verbindet immer noch die Freundschaft, die sie einst in ihrem Verein geschlossen haben. Abwehrspieler Wilhelm Heider, Torwart Bernward Stefaniak und Mittelfeldakteur Reinhard Schwiete blicken gerne zurück und bereiten ein Wiedersehens-Treffen vor. Das Trio freut sich zudem über Grüße aus Bayern.

Donnerstag, 07.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 20:02 Uhr
»Wir haben tolle Jahre bei der DJK Höxter erlebt.« Die ehemaligen DJK-Kicker (von links): Bernward Stefaniak (75), Wilhelm Heider (86) und Reinhard Schwiete (69) bereiten das Wiedersehens-Treffen vor. Foto: Jürgen Drüke

Ex-Spieler der ehemaligen DJK Höxter freuen sich auf Wiedersehen

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  • Ex-Spieler der ehemaligen DJK Höxter freuen sich auf Wiedersehen
Foto: Foto/Repros Jürgen Drüke
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»Wir sind nicht gleich alt, doch wir sind Brüder im Geiste. Die DJK Höxter hat uns zusammengeschweißt«, sagt der heute 69-jährige Reinhard Schwiete. Der einstige offensive Mittelfeldspiele hat die Schüler-, Jugend- und Seniorenmannschaften bei der DJK durchlaufen und weiß: »Die Kameradschaft war riesig. Nach den Sonntagsspielen der Seniorenteams war es fast immer weit nach Mitternacht, bis wir das Vereinslokal Strullenkrug verlassen haben.« »So manches Kabinettstückchen hat Reinhard ausgezeichnet«, erinnert sich Wilhelm Heider an die fußballerischen Qualitäten seines nach wie vor engen Freundes. In den 70er Jahren konnte Schwiete nichts und niemand aufhalten.

Stefaniak lehnt VfL-Angebote ab

»Einmal DJK Höxter, immer DJK Höxter«, betont Ex-Torwart Bernward Stefaniak, der so manches Angebot des Stadtrivalen VfL Höxter ausschlug. »1954 ist Toni Turek bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz mein Vorbild gewesen. Deutschland wurde Weltmeister. Damals war ich zehn Jahre. Wie fast alle Jungen spielte ich auf der Straße Fußball. Nach der WM trat ich der DJK bei«, blickt Stefaniak zurück. Hier hütete der heute 75-Jährige über Jahrzehnte das Tor. Ehefrau Renate hat die Nummer eins in seinem Verein kennengelernt. In den 70er Jahren gehörte die DJK Höxter zu den wenigen Vereinen, die ein Frauen-Fußballteam stellte. »Renate Felux hieß eine Spielerin. Sie ist mir aufgefallen. Wir haben geheiratet«, war Stefaniak ziemlich schnell verliebt.

Heider spielt 1955 erstmals

Wilhelm Heider, der später als Schiedsrichter auf den Sportplätzen des Kreises Höxter unterwegs war, erinnert sich an seine Anfänge bei der DJK: »1955 habe ich mit 21 Jahren mein erstes Seniorenspiel für die DJK Höxter bestritten. Damals war ich stolz wie Oskar. Die DJK war einzigartig und ein aus meiner Sicht ganz besonderer Verein.« Heider zog es zwischendurch beruflich nach Frankfurt. Die DJK Höxter trug er weiter in seinem Herzen.

Rivalität zum VfL

Neben der DJK Höxter gab es in der Kreisstadt den VfL Höxter. »Bei uns spielten zunächst viele Soldaten aus der General-Weber-Kaserne und beim VfL meistens die Studenten von der Bauschule«, weiß Heider. Zwischen DJK und VfL sei die Rivalität groß gewesen. »Das Vereinslokal des VfL war der Braunschweiger Hof. Die DJK-Fußballer gingen in den ersten Jahren zunächst ins Kolpinghaus und danach über Jahrzehnte in den Strullenkrug. An den späten Sonntagabenden ist der VfL-Trainer Jürgen Süß oft zu uns in die Strulle gekommen, weil er die Stimmung bei uns so sehr schätzte. Er wollte dabei sein«, erinnert sich Reinhard Schwiete.

Grüße aus Bayern

Die ehemaligen DJKler werden an diesem Samstag ab 11 Uhr zu einem Wiedersehenstreffen in den Höxteraner Bürgerstuben zusammenkommen. »Im vergangenen Jahr war das bereits ein tolles Ereignis«, sagt Initiator Reinhard Schwiete, der allerdings aufgrund einer Erkrankung nicht dabei sein kann. Aus Bad Griesbach in Bayern hat sich ein ehemaliger DJK-Spieler aufgrund des Treffens beim WESTFALEN-BLATT gemeldet: »Ich wünsche meinen Freunden eine tolle Feier«, sagt der 90-jährige Otto Rupp. Rupp studierte Anfang der 50er Jahre in Höxter. Aus dem Ruhrgebiet, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche lag, war Rupp mit 21 Jahren nach Höxter und zur DJK, die 1922 gegründet und 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg wieder am Spielbetrieb teilnahm, gekommen. »Bei der DJK Höxter habe ich so viele tolle Menschen kennengelernt«, sagt der heutige Bayer. Höxter trage er im Herzen.

1985 SV Höxter

1985 schlossen sich DJK und VfL Höxter zum SV Höxter zusammen. Die einstigen DJK-Fußballer, zu denen der ehemalige Bundesumweltmister Klaus Töpfer gehörte, haben sich nie aus den Augen verloren. An diesem Samstag werden sie die alten Zeiten hochleben lassen und zu Beginn die Vereinshymne anstimmen: »Grün und weiß wie lieb ich Dich.«

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